Gefährdete Fledermäuse: zunächst kein Windpark in Ohrensen

Ein Windrad im benachbarten Windpark Helmste. Südlich davon sollen in Ohrensen bis zu sieben Rotoren errichtet werden.
  • Ein Windrad im benachbarten Windpark Helmste. Südlich davon sollen in Ohrensen bis zu sieben Rotoren errichtet werden.
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jd. Bargstedt-Ohrensen. Der geplante Windpark in Ohrensen steht auf der Kippe: Nachdem der Landkreis erhebliche Bedenken aus Sicht des Naturschutzes vorgebracht hat, wird das Areal zwischen Lusthoop und L124 vorerst nicht als Vorranggebiet für Windenergie ausgewiesen. Der Standort wird zunächst weder in das Raumordnungsprogramm des Kreises noch in den neuen Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Harsefeld aufgenommen.
"Ich wundere mich, dass der Landkreis so spät mit Einwänden kommt", ärgert sich Bargstedts Bürgermeister Thomas Wiebusch (CDU). Er kündigte an, weiterhin die Pläne des Windpark-Projektierers "Westwind" zu unterstützen, im Bargstedter Gemeindeteil Ohrensen bis zu sieben Rotoren zu errichten. "Die Entscheidung der Kreis-Planer kann ich nicht nachvollziehen", erklärt Wiebusch: "Da fehlt mir die Transparenz."
Nach Auskunft von Kreisbaurat Hans-Hermann Bode geht es um geschützte Fledermausarten, die durch die Windräder möglicherweise gefährdet sind. Die Rotoren sollen eine Flugroute der Tiere beeinträchtigen. Der Landkreis hält der Samtgemeinde allerdings eine Hintertür offen: Wenn diese den Nachweis erbringe, dass keine Gefahr für die Fledermäuse besteht, werde dem Bau des Windparks nicht widersprochen.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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