Große politische Mehrheit für Bau der Harsefelder "Golden Gate"

So soll der Brückenschlag aussehen   Skizze: Flecken Harsefeld
  • So soll der Brückenschlag aussehen Skizze: Flecken Harsefeld
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jd. Harsefeld. Voraussichtlich im Oktober 2019 werden die ersten Radfahrer und Fußgänger auf ihr unterwegs sein: Harsefeld erhält die umstrittene Brücke über die EVB-Bahnlinie, die von manchen Spöttern auch schon als die "Golden Gate der Geest" bezeichnet wurde. Wie berichtet, hat der Rat beschlossen, das rund 3,4 Mio. Euro Bauprojekt umzusetzen. Letztlich ausschlaggebend war die Zusage des Bundesumweltministeriums, den Brückenbau mit 1,9 Mio. Euro zu unterstützen. Diese Mittel stammen aus einem bundesweiten Wettbewerb zur Förderung des Radverkehrs, an dem sich Harsefeld erfolgreich beteiligt hatte. Genau bei diesem Punkt setzte auf der entscheidenden Ratssitzung der Brückenbau-Gegner Ralf Poppe (Grüne) seine Kritik an: Er warf Rathauschef Rainer Schlichtmann vor, die Politik durch die Teilnahme am Wettbewerb ohne Not in Zugzwang gebracht zu haben.

Grundsätzlich habe er nichts gegen den Bückenschlag, so Poppe: Doch die Maßnahme komme mindestens ein Jahr zu früh. Noch immer fehle das von ihm mehrfach angemahnte Radverkehrskonzept. Es heiße immer, die Brücke werde das i-Tüpfelchen sein, was den Fahrradverkehr im Ort anbelange, so Poppe: "Dabei fehlt doch der ganze Rest vom I, nämlich ein durchdachtes Konzept für Harsefelds Radfahrer." Der Flecken hätte erst ein Radverkehrskonzept erstellen müssen und dann im Rahmen eines solchen Konzeptes womöglich die Brücke bauen können.

Nach Meinung von Poppe habe es Rathauschef Rainer Schlichtmann zu verantworten, dass in Sachen Radverkehr Nachholbedarf bestehe: Im Frühjahr 2015 habe ein Planungsbüro eine umfangreiche Untersuchung zu diesem Thema vorgenommen, so der Grünen-Politiker: "Doch zwei Tage vor der Präsentation der Ergebnisse seien die Experten von Schlichtmann zurückgepfiffen worden - mit der Begründung, die Untersuchung gehe zu weit. Er bestehe vor diesem Hintergrund auf sein Nein zur Brücke, so Poppe: "Auch wenn andere Ratsmitglieder Schwierigkeiten damit haben, andere Meinungen zu akzeptieren und ich persönlich angegriffen werde."

Dass Poppes Ansichten selbst von einigen Parteifreunden nicht geteilt werden, bewies das Statement seines Fraktionskollegen Hartwig Holthusen: "Ich bewerte den Brückenbau positiv." Er hoffe, dass dadurch die Zahl der Radler im Ort steige. Für die Sichtweise der anderen Parteien war die Äußerung der FWG-Politikerin Susanne de Bruijn exemplarisch: "Die Brücke ist ein wichtiges Zukunftsprojekt." Auch beim Bau der Eissporthalle vor fast 40 Jahren habe es im Vorfeld heftige Diskussionen gegeben. Am Ende habe sich gezeigt: Die Entscheidung sei richtig gewesen - und das werde auch bei der Brücke der Fall sein.
Selbst die skeptischen liberal-konservativen Reformer (LKR) stimmten zu - allerdings "mit Bauchschmerzen", wie deren Ratsherr Jens Paulsen bekundete.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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