Leader-Aus für das Alte Land und Horneburg: Unbefriedigende Antwort aus Hannover

Erinnert an schöne "Leader"-Zeiten: der Aussichtsturm in Nottensdorf
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jd. Horneburg/Lühe/Jork. Nach dem endgültigen Aus für die Leader-Region Altes Land/Horneburg herrschte an den Gemeinden entlang der Lühe Katzenjammer: Die Beteiligten hatten gehofft, mit einem nach ihrer Ansicht guten Konzept punkten zu können. Zum Frust gesellte sich der Ärger: In der vergangenen Woche berichtete das WOCHENBLATT über den Unmut der Bürgermeister. Die sind sauer, weil aus dem Landwirtschaftsministerium in Hannover bislang keine Begründung für das Förder-Aus kam. Jetzt reagierte das Ministerium auf eine WOCHENBLATT-Anfrage.

Die Antwort klingt ernüchternd: Dem Leader-Bewerbungsverfahren habe der Wettbewerbs-Gedanke zugrunde gelegen, so Ministeriums-Sprecher Klaus Jongebloed. Das heißt im Klartext: Das Konzept der Altländer und Horneburger war nicht gut genug. Laut Jongebloed wurde die Entscheidung mittels eines Rankings getroffen und dabei habe die Region an der Lühe eben zu wenig Punkte erreicht. Ausschlaggebend für das Ranking sei die Summe aller Einzelaspekte gewesen.

Zu diesen Aspekten zählt unter anderem, ob eine Handlungsstrategie schlüssig ist oder die Finanzierung einzelner Vorhaben auf solider Basis steht. Nun jeden dieser rund 30 Einzelaspekte zu betrachten, habe aber keine Aussagekraft, so Jongebloed. Mit anderen Worten: Die 25-köpfige Experten-Jury muss nicht begründen, warum sie für ein Projekt wie viele Punkte vergab. Die Bewerber wurden lediglich über ihren Punktestand informiert. Da verwundert es nicht, wenn Kritik an mangelnder Transparenz aufkommt.

Das WOCHENBLATT wollte vom Ministerium auch wissen, ob die Entscheidung nicht als Verwaltungsakt zu betrachten und damit anfechtbar sei. Sprecher Jongebloed verneint das: "Die Bewertung ... und das darauf basierende Ranking ... entspricht nicht den Merkmalen eines Verwaltungsaktes. Deshalb ist ein förmlicher Ablehnungsbescheid in diesem Fall nicht geboten."

Fazit: In Horneburg und im Alten Land wird man nie erfahren, warum die Bewerbung nicht gut genug war. Daher wären Expertentipps, wie man es das nächste Mal besser machen könnte, sicher hilfreich gewesen.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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