Landkreis Harburg: 750 Ehrenamtliche helfen
Dank an die Mobilen Retter

Landrat Rainer Rempe bedankte sich bei den ehrenamtlich tätigen Mobilen Rettern | Foto: Landkreis Harburg
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Tatverdächtiger Fatih G. hat sich erhängt
Mutmaßlicher Stader Sechsfachmörder begeht Suizid

Der mutmaßliche Täter, der die tödlichen Schüsse in einer Stader Mutter-Kind-Einrichtung abgegeben haben soll, ist tot. Fatih G. hat nach bisherigen Informationen während seiner Untersuchungshaft in der  Justizvollzugsanstalt Bremervörde Suizid durch Erhängen begangen. Der Inhaftierte wurde in der JVA in seiner Einzelhaft-Zelle im Rahmen der morgendlichen Lebend- und Vollzähligkeitskontrolle am Dienstagmorgen um 6.05 Uhr leblos aufgefunden. Zu diesem Zeitpunkt wies er bereits keine...

Blaulicht
Das Unfallfahrzeug war im Seitengraben gelandet, was die Rettungsmaßnahmen erschwerte | Foto: Feuerwehr Buchholz
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Schwerer Rettungseinsatz
Verkehrsunfall auf dem Nordring – Feuerwehr befreit eingeschlossene Person

Die Ortsfeuerwehr Buchholz wurde am Mittwochnachmittag, 22. Juli, um 14.45 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf den Nordring alarmiert. Aus bislang ungeklärter Ursache war ein PKW nach einer Kollision mit einem LKW von der Fahrbahn abgekommen und in einen Straßengraben geschleudert worden. Die Fahrerin bzw. der Fahrer des Pkw war im Fahrzeug eingeschlossen. Nach einer ersten Erkundung stimmten die Einsatzkräfte das weitere Vorgehen eng mit dem Rettungsdienst ab. Da sich das Fahrzeug im Straßengraben...

Blaulicht

Überreste an Feuerstelle entdeckt
Schaf von Weide gestohlen und über Feuer gegrillt

Ein besonders verstörender Fall beschäftigt derzeit die Polizei in Salzhausen: Unbekannte haben ein Schaf von einer Weide in Oelstorf gestohlen und offenbar über einer Feuerstelle gegrillt. Gegen einen 23-jährigen Mann besteht inzwischen Tatverdacht. Das Schaf verschwand nach Angaben der Geschädigten in der Nacht zu Freitag, 17. Juli, von einer Weide an der Straße Am Osterbach in der südlichen Feldmark von Oelstorf. Nachdem das Tier zunächst vermisst worden war, machten sich die Halter auf die...

Blaulicht

Polizei warnt vor schweren Folgen
Polizei stoppt E-Roller mit Tempo 85 in Stade

Mit einem offenbar stark getunten E-Roller war am Donnerstagabend eine 23-Jährige in Stade unterwegs. Polizeibeamte kontrollierten die Fahrerin gegen 18.30 Uhr in der Straße „Am Bahnhof“. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der Roller laut eigenem Tacho eine Höchstgeschwindigkeit von 85 Stundenkilometern erreichen konnte. Im gedrosselten Normalmodus zeigte das Fahrzeug dagegen 22 Stundenkilometer an. Polizei stellt E-Roller sicher Die Polizei stellte den E-Roller sicher. Gegen die...

Blaulicht

Staatsanwaltschaft ermittelt nicht gegen Tote
Nach Suizid: Strafverfahren gegen mutmaßlichen Stader Sechsfachmörder Fatih G. wird eingestellt

Das strafrechtliche Verfahren gegen den mutmaßlichen Stader Sechsfachmörder Fatih G. wird nach dessen Suizid eingestellt. Nach deutschem Recht ermittelt die Staatsanwaltschaft nicht gegen Tote. Der 45-Jährige hat sich während seiner Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Bremervörde das Leben genommen – offenbar durch Erhängen.  Der Fall ist damit jedoch keineswegs abgeschlossen: Die Mordkommission arbeitet weiter, um den Ablauf der Tat vom 29. Juni aufzuklären und eine mögliche...

Blaulicht

Zeugen gesucht
Dieseldiebe schlagen in Hittfeld und Tostedt zu: Rund 1.250 Liter Kraftstoff gestohlen

Unbekannte Täter haben in der Nacht von Montag, 20. Juli, auf Dienstag, 21. Juli, auf mehreren Baustellen im Landkreis Harburg große Mengen Diesel aus Baumaschinen gestohlen. Betroffen waren Baustellen in Hittfeld und Tostedt. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise. Auf einer Baustelle im Meyermannsweg in Hittfeld zapften die Täter aus einem Bagger rund 350 Liter Diesel ab. Wie die Täter auf das Baustellengelände gelangten, ist Gegenstand der Ermittlungen.Auch auf...

Blaulicht
Für Frank Mierwaldt Glück im schweren Unglück: Hündin Lola konnte durch die aufmerksamen Nachbarn schnell gerettet werden. | Foto: Frank Mierwaldt
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Feuer-Drama am Stover Strand
Tinyhouse zerstört: Hilfe für Frank

Ein verheerender Brand hat das Mobilheim von Pferdetrainer Frank Mierwaldt am Stover Strand komplett zerstört. Während der Besitzer beim Zahnarzt saß, retteten Nachbarn in letzter Sekunde seine Hündin Lola aus den Flammen. Jetzt erfährt der Camper eine beispiellose Welle der Hilfsbereitschaft. Nach ersten Ermittlungen löste vermutlich ein überhitztes Elektrogerät das Feuer aus. Von dem Tinyhouse direkt am Elbufer ist nichts mehr übrig. Zum Glück waren die Nachbarn auf dem Campingplatz wachsam...

Blaulicht

Zeugen gesucht
Vorfall am Maschener See: Exhibitionist im Gebüsch belästigt junge Frau

Die Polizei Seevetal ermittelt nach einem Vorfall am Maschener See. Ein bislang unbekannter Mann soll am Dienstagnachmittag, 21. Juli, in einem Gebüsch sexuelle Handlungen an sich vorgenommen und dabei eine junge Frau beobachtet haben. Die Polizei bittet insbesondere einen bislang unbekannten Zeugen, sich zu melden. Nach Angaben der Polizei hielt sich eine 22-jährige Frau aus Hamburg gegen 17.20 Uhr in Badebekleidung auf einer Grünfläche südlich des Parkplatzes an der Hörstener Straße auf. Ein...

Blaulicht

UPDATE: Sperrungen wegen Fahrbahnschäden
Lkw mit Kakaobohnen brennt auf der A1 bei Glüsingen

Ein brennender Lastwagen hat am Donnerstagvormittag auf der Autobahn 1 bei Glüsingen einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Der mit Kakaobohnen beladene Sattelzug geriet in Fahrtrichtung Süden in Brand. Die Autobahn wurde voll gesperrt, es bildeten sich kilometerlange Staus. Gegen 9.05 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Feuerwehr ein. Nach bisherigen Erkenntnissen geriet der Lastwagen im Bereich Neuland in Fahrtrichtung Süden in Brand. Dem Fahrer gelang es offenbar noch, das Fahrzeug bis...

Blaulicht

Unfallflucht in Winsen
Polizei sucht Fahrerin eines schwarzen VW T-Roc

Nach einer Verkehrsunfallflucht im Ilmer Weg bittet die Polizei Winsen um Zeugenhinweise. Eine bislang unbekannte Fahrerin eines schwarzen VW T-Roc soll durch ihre Fahrweise einen Ausweichvorgang verursacht haben und anschließend weitergefahren sein. Der Vorfall ereignete sich bereits am Dienstag, 21. Juli, gegen 17 Uhr im Ilmer Weg. Nach Angaben der Polizei war ein BMW-Fahrer aus Richtung Osttangente unterwegs und passierte einen am Fahrbahnrand abgestellten Opel Adam. Zeitgleich kam ihm ein...

Im vergangenen Jahr erlitten schätzungsweise 136.000 Menschen in Deutschland einen plötzlichen Herz-Kreislaufstillstand außerhalb eines Krankenhauses – das sind durchschnittlich 370 Personen am Tag. Dann zählt jede Minute. Landrat Rainer Rempe dankte jetzt 750 ehrenamtlichen Mobilen Rettern im Landkreis Harburg. In mehr als der Hälfte der Fälle können sie noch vor dem Rettungsdienst helfen, weil sie schneller vor Ort sind.

Bereits nach nur drei bis fünf Minuten ohne Blutfluss beginnen Gehirnzellen unwiederbringlich zu sterben. Je schneller mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird, desto höher ist die Überlebenschance und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, Spätfolgen abzumildern. Genau an dieser Stelle leisten die Mobilen Retter  einen entscheidenden Beitrag dazu, Menschenleben zu retten.

Seit Mitte 2023 gibt es im Landkreis Harburg Mobile Retter. Sie werden gemeinsam mit dem Rettungswagen alarmiert, sofern sie sich in der Nähe des Kranken befinden. Sie übernehmen die Reanimation und führen sie fort, bis die Profis vom Rettungswagen übernehmen. Für diese Einsätze bringen sie Vorwissen und Erfahrung aus ihrem Beruf oder anderen Ehrenämtern, zum Beispiel bei der Feuerwehr oder den Hilfsorganisationen, mit, werden aber zusätzlich gezielt geschult.

Landrat Rainer Rempe nutzte jetzt die Gelegenheit, den Mobilen Retterinnen und Rettern bei einem gemeinsamen Abend im Katastrophenschutzzentrum in Winsen persönlich für ihren Einsatz zu danken. „Dass Sie sich für dieses wichtige Ehrenamt zur Verfügung stellen und Menschen in lebensbedrohlichen Situationen zur Seite stehen, ist alles andere als selbstverständlich“, so der Landrat. „Sie alle leisten das in Ihrer Freizeit, neben zeitintensiven Jobs, privaten Verpflichtungen und anderen Ehrenämtern. Damit gehen Sie mit bestem Beispiel voran und zeigen, dass man keine Angst davor haben muss, im Notfall einzugreifen und zu helfen. Ganz im Gegenteil: Das Schlimmste, was man im Ernstfall machen kann, ist nichts zu tun“, sagte Rempe.

Sein Dank ging auch an die Hilfsorganisationen DRK und JUH, die Notärzte im Kreis, die Freiwilligen Feuerwehren, die Kreisrettungsdienstgesellschaft, die DLRG und dem THW sowie den kreiseigenen Krankenhäusern Winsen und Buchholz, ohne die das Projekt nicht möglich wäre.

Den Worten des Landrats schloss sich Kai-Martin Pöllmann, Leiter der Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, ausdrücklich an. „Wir danken den Mobilen Retterinnen und Rettern für ihre Bereitschaft, rund um die Uhr erreichbar zu sein und für ihren Mut, Menschen in den vielleicht schwersten Minuten ihres Lebens beizustehen“, sagte Pöllmann, der als gemeinsames Ziel formulierte, das Netz der Mobilen Retter weiter auszubauen. Man peile die 1.000.Helfer-Marke an, so Pöllmann.

Dr. Annette Lorey-Tews, Fachärztin für Anästhesiologie und Rettungsmedizin sowie Ärztliche Leitung Notarztdienst Landkreis Harburg, machte in ihrer Rede noch einmal deutlich, welchen Unterschied die Hilfe der Mobilen Retterinnen und Retter im Ernstfall macht. Nicht nur die Tatsache, dass die Ehrenamtlichen häufig noch vor dem Rettungswagen vor Ort seien, sei hilfreich, auch während des Rettungsdiensteinsatzes seien sie eine wichtige Unterstützung. „Die Qualität der Ersten Hilfe bei einer Reanimation hat sich durch den Einsatz der Mobilen Retterinnen und Retter spürbar gesteigert“, so Lorey-Tews.

Seit Anfang November ist der Landkreis Harburg auch in eine regionsübergreifende Alarmierung eingebunden. Das bedeutet, dass Mobile Retter aus anderen teilnehmenden Landkreisen auch bei Notfällen im hiesigen Kreisgebiet alarmiert werden und umgekehrt. Vorteil: Helfer können nicht nur an ihrem Wohnort sondern auch rund um ihren Arbeitsort alarmiert werden, denn viele Berufstätige pendeln in benachbarte Kreise.

Wer sich selber ehrenamtlich als Mobiler Retter oder Retterin engagieren möchte, bringt im Idealfall medizinische Vorkenntnisse mit. Grundsätzlich können aber alle Erwachsenen Mobile Retter oder Retterin werden. Interessierte werden mit einer Ersthelferausbildung und Reanimationstrainings, die regelmäßig aufgefrischt werden müssen, auf den Einsatz vorbereitet. Als Ansprechpartner für „Mobile Retter“ im Landkreis Harburg steht Florian Fietz (E-Mail: mobileretter@lkharburg.de), stellvertretender Leiter der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der Kreisverwaltung, zur Verfügung. Mehr Informationen zum Projekt Mobile Retter sind unter portal.mobile-retter.org zu finden.

Landrat Rainer Rempe bedankte sich bei den ehrenamtlich tätigen Mobilen Rettern | Foto: Landkreis Harburg
Landrat Rainer Rempe | Foto: Landkreis Harburg
Insgesamt gibt es 750 Mobile Retter im Landkreis Harburg. Nicht alle waren zur Feier im Katastrophenschutzzentrum Winsen gekommen | Foto: Landkreis Harburg
Redakteur:

Gabriele Poepleu aus Seevetal

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