Landkreis Harburg nimmt Anlage in Jesteburg Ende September in Betrieb
Bis zu 88 Schutzsuchende sollen im Hotel Niedersachsen untergebracht werden

Von 2015 bis 2018 war das Hotel Niedersachsen schon einmal Unterkunft für Flüchtlinge Foto: mum
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as. Jesteburg. Das Hotel Niedersachsen wird als Flüchtlingsunterkunft reaktiviert. Das teilt der Landkreis Harburg jetzt mit. Von 2015 bis 2018 waren dort bereits bis zu 100 Geflüchtete untergebracht. Nach zwischenzeitlichem Leerstand soll das Hotel erneut als Unterkunft für geflüchtete Menschen genutzt werden. In Abstimmung mit Samtgemeinde und Gemeinde sollen dort ab Ende September bis zu 88 Menschen Zuflucht finden. Betreiber ist die Living Quarter GmbH, die auch für die anderen Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis zuständig ist.

Im Hotel Niedersachsen werden Heimleiter und Sozialarbeiter die Geflüchteten betreuen, um ihnen Unterstützung als Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten und Perspektiven zu entwickeln, damit ihnen im Sinne eines positiv verlaufenden Integrationsprozesses ein späteres selbstständiges Leben außerhalb einer Flüchtlingsunterkunft ermöglicht wird. Das Hotel ist nicht die einzige Flüchtlingsunterkunft in Jesteburg. Am Sandbarg werden bereits jetzt bis zu 29 Schutzsuchende betreut.

Mit der neuen Unterkunft reagiert der Landkreis auf den zunehmenden Bedarf an Plätzen aufgrund gestiegener Zuweisungen. Aktuell kommen etwa 30 Flüchtlinge pro Woche in den Landkreis Harburg. Das sind fast doppelt so viele wie vor einem Jahr. Diese Entwicklung führte in den vergangenen Monaten dazu, dass ein bisher vorgehaltener Puffer von 150 Plätzen nahezu aufgebraucht ist und weitere Unterkünfte benötigt werden, die in Abstimmung mit den Kommunen geschaffen werden.

Seit dem Frühjahr wurden im Landkreis Harburg bereits mehrere Flüchtlingsunterkünfte in Betrieb genommen: Im Mai wurden in Moisburg 60 Plätze geschaffen, in Nenndorf Ende Juni 60 Plätze und in Hollenstedt sind seit Ende Juli 25 Plätze belegt.

Grundsätzlich wird laut Kreissprecher Andres Wulfes eine allgemeine Belegung von 80 bis 85 Prozent der Plätze angestrebt, um neu ankommende Flüchtlingen ihrem Kulturkreis entsprechend unterbringen zu können und Umzüge aus persönlichen Gründen zu ermöglichen. Insgesamt sind in den Unterkünften des Landkreises 2.182 Geflüchtete untergebracht (Stand: 31. August).

Hilfe bei der Integration

Um den Schutzsuchenden, die in Jesteburg untergebracht werden, die Integration zu erleichtern, engagieren sich seit 2015 Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit. Jetzt suchen die Flüchtlingshelfer noch weitere Mitstreiter (Infos bei Melanie Backhaus, Mo., Di. und Do. unter Tel. 04183-974737).

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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