Jesteburger Bauausschuss beschließt:
Bossard-B-Plan endgültig vom Tisch
- Auch das Bossard-Wohnhaus gehört zum Museum. Vorne Museumsleiterin Heike Duisberg-Schleier
- Foto: Archiv/pöp
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Der Beschluss für einen neuen Bossard-B-Plan aus dem Jahr 2020 wird aufgehoben. Das empfahl jetzt der Bauausschuss der Gemeinde Jesteburg dem Verwaltungsausschuss, der darüber - nicht öffentlich - abschließend befindet.
Damals hatte der Gemeinderat beschlossen, einen neuen Bebauungsplan für das Bossard-Gelände aufzustellen, damit die Kunststätte entsprechend dem Konzept "Bossard neu denken" u. a. mit einem neuen Ausstellungsgebäude erweitert werden könnte. Als dann herauskam, dass Johann Michael und Jutta Bossard engere Verbindungen als angenommen zu den Nationalsozialisten gehabt hatten, u.a. war im Fußboden-Mosaik ein Hakenkreuz entdeckt worden, nahm man davon Abstand.
Der geplante städtebauliche Vertrag war nicht abgeschlossen worden. Seit 2021 ruht das ganze Verfahren. Die Verwaltung hat inzwischen bei der Kunststätte nachgefragt, ob man am damaligen Antrag festhalte. Im Mai hatte Museumsleiterin Heike Duisberg-Schleier mitgeteilt, das Konzept "Bossard neu denken" werde nicht weiterverfolgt, der B-Plan werde unnötig. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass es "zu einem späteren Zeitpunkt" neue Erweiterungskonzepte gebe, die dann neu beantragt würden.
Deshalb konnte der Beschluss zur Aufstellung des Planes nun auch formal wieder aufgehoben werden. Eine öffentliche Bekanntmachung des Aufhebungsbeschlusses muss nicht erfolgen, erklärte die Verwaltung, da schon der Aufstellungsbeschluss nicht mehr bekanntgegeben worden war.
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