Gemeinsam an einem Strang ziehen

Wollen gemeinsam das Dorffest organisieren (v. li.): Sven Hatesuer (Schützenverein), Helmut Meyer (VfL Jesteburg), Paul-H. Mojen (Bürger- und Gewerbeverein), Bernd Jost (Naturbühne) und Michael Schröder (Bürger- und Gewerbeverein)
  • Wollen gemeinsam das Dorffest organisieren (v. li.): Sven Hatesuer (Schützenverein), Helmut Meyer (VfL Jesteburg), Paul-H. Mojen (Bürger- und Gewerbeverein), Bernd Jost (Naturbühne) und Michael Schröder (Bürger- und Gewerbeverein)
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Jesteburger Vereine wollen das Dorffest rund um das Schützenfest organisieren.

mum. Jesteburg. Das klingt nach einem echten Plan! In Jesteburg haben sich jetzt Vertreter von mehreren Vereinen zusammengefunden, um gemeinsam das Dorffest zu organisieren. Im Gespräch sind unter anderem ein "Tag der offenen Tür" aller Vereine auf dem Gelände des VfL Jesteburg, ein Open-Air-Konzert sowie "Spiele ohne Grenzen".
Stattfinden soll das Fest rund um das Jesteburger Schützenfest vom 31. Mai bis zum 3. Juni.
"An diesem Wochenende werden bereits viele Schausteller mit ihren Fahrgeschäften im Ort sein", sagt Sven Hatesuer, Vize-Präsident des Schützenvereins. Das heißt, ein großer Besuchermagnet sei bereits im Ort. Die Schausteller würden zudem davon profitieren, dass vermutlich noch mehr Besucher als sonst zum Festplatz am Alten Moor strömen. Wichtiger sei Hatesuer aber, dass der Schützenverein sich den Bürgern von einer anderen Seite präsentieren kann. "Auch bei Schützenfesten sind alle Bürger willkommen, doch bei einem Dorffest ist die Hemmschwelle geringer."
2014 - im Zuge der Feierlichkeiten anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Schützenvereins - gab es bereits ein ähnliches Event. Damals war es eine von allen Seiten gelobte Veranstaltung. Zwei Jahre zuvor - Anlass war das 100-jährige Bestehen des VfL - wurde ebenfalls mit dem ganzen Dorf an gleicher Stelle gefeiert.
"Wir wünschen uns, dass alle Vereine, Verbände und Initiativen dabei sind", sagt VfL-Urgestein Helmut Meyer. Niemand sei ausgeschlossen. "Ziel ist ein Fest von allen für alle." Natürlich sei es schön, rund um das "Heimathaus" im Dorfzentrum zu feiern. Aus Sicht des Orga-Teams hätte eine Party auf dem Sportplatz jedoch viele Vorteile. "Die gesamte Logistik ist dort bereits vorhanden - inklusive Bühne und Stromanschlüssen", so Bernd Jost, Vorsitzender des Vereins "Naturbühne". Das würde viel Geld sparen.
Das Konzept der Organisatoren sieht vor, dass am Samstag ein "Tag der Vereine" auf dem VfL-Sportplatz stattfindet. Viele Vereinsvertreter hätten bereits ihr Interesse signalisiert. Am Abend soll dann gefeiert werden: Auf der "Naturbühne" könnten unter anderem eine Marius-Müller-Westernhagen-Coverband sowie "Pashflow" (Rock-Coverband) auftreten. Parallel dazu findet im Schützenhaus eine Disco statt. Der Sonntag würde mit einem ökumenischen Gottesdienst starten. "Danach wäre Zeit für Spiele ohne Grenzen", sagt Hatesuer. "Es wäre ein großer Spaß, wenn beispielsweise Feuerwehr, VfL-Sportler und Reiter gegeneinander antreten."
Mit dem Konzept bringt das Orga-Team allerdings den Jesteburger Gemeinderat in eine Zwickmühle. Bislang hatte nur Loretta Wollenberg sich um die Ausrichtung des Dorffests beworben. Sie war bereits im vorigen Jahr für die Veranstaltung rund um das "Heimathaus" verantwortlich. Wollenbergs Antrag lag dem zuständigen Ausschuss bereits Ende vergangenen Jahres zur Abstimmung vor. Muss die Politik einen Bewerber vor den Kopf stoßen? "Das sehe ich nicht so", sagt Meyer. "Vielleicht können wir uns ja mit Loretta Wollenberg arrangieren. Warum sollten wir im Sinne des Dorfes nicht alle an einem Strang ziehen?"

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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