"Hauch von Schulleben"
Oberschulen in Hanstedt und Jesteburg in Corona-Zeiten

Ein Blick in den Klassenraum der 10b an der Oberschule Hanstedt. Zwischen den einzelnen Schülern wurde auf Abstand geachtet
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mum. Hanstedt/Jesteburg. "Seit fast drei Wochen - konkret seit dem 27. April - erleben wir wieder einen Hauch von Schulleben", sagen Anke Drewes und Iris Strunk, die Schulleiterinnen der Oberschulen in Hanstedt und Jesteburg. Die Wiedereröffnung der Schulen hat begonnen und so durften die Schüler der Abschlussjahrgänge in Hanstedt und Jesteburg in kleinen Gruppen im Wechselmodell (ein Tag Schule, ein Tag Homeschooling) wieder mit dem Unterricht starten.

Strenge Hygieneregeln

Mit einem umfassenden Hygienekonzept und weitreichenden Schutzmaßnahmen hatten beide Schulen den Start vorbereitet. So nutzt jede Lerngruppe einen eigenen Eingang in das Gebäude und einen eigens definierten Bereich auf dem Schulhof, die Wege im Schulgebäude sind vorgegeben und feste Sitzplätze in den Klassenräumen markiert. "Die Schüler werden von den Lehrkräften an ihrem Eingang abgeholt", so Anke Drewes (Hanstedt). "Dann geht es erst einmal vor dem Unterricht gemeinsam zum Händewaschen."

Die Pausen finden zeit- beziehungsweise ortsversetzt statt, so dass sich die Lerngruppen nicht begegnen. Im Gebäude sind Abstandsmarkierungen zu sehen, so dass die Schüler den Mindestabstand von eineinhalb Metern ohne Schwierigkeiten einhalten können. Auf den Fluren sowie in den Waschräumen werden Behelfsmasken getragen.

Prüflingen Sorgen genommen

"Die Lehrkräfte haben ihre Schüler mit viel Empathie und Fingerspitzengefühl in der Schule empfangen", so Strunk (Jesteburg). "Dadurch konnten den Prüflingen viele Sorgen genommen werden und ein intensives Arbeiten ist möglich." Dafür bedanken sich beide Schulleitungen bei ihren Kollegen. "Die Schüler arbeiten im Unterricht engagiert und motiviert mit und sind froh, ein bisschen Alltag zu haben."

Es gibt einige schöne Momente beziehungsweise Aussagen, die ermutigend sind. "Auch wenn es sehr ungewohnt ist, bin ich doch sehr froh, wieder zur Schule gehen zu dürfen", sagt etwa Florian Haupt, Schüler der 9. Klasse in Hanstedt. "Auch viele Eltern gaben eine positive Rückmeldung", ergänzt Anke Drewes.

Neue Art des Schullebens

Insgesamt ist diese neue Art des Schullebens eine Herausforderung für alle, sowohl für die Schüler als auch für die Lehrkräfte und Eltern. "In der ersten Woche hat sich das Konzept bereits bewährt - nicht zuletzt durch die sehr disziplinierten und verständnisvollen Schüler, die die neuen Regeln gut angenommen und umgesetzt haben", bestätigen beide Schulleiterinnen. "Wir wünschen uns, dass alle gesund und munter bleiben, um bald ihre Prüfung erfolgreich absolvieren zu können. Und natürlich freuen wir uns, wenn wir bald immer mehr Schüler wieder in der Schule begrüßen können."

Homeschooling für jüngere Jahrgänge

Für die unteren Jahrgänge findet der Unterricht zurzeit ausschließlich über Homeschooling, also das Lernen von zu Hause, statt. Jeder Schüler hat einen eigenen IServ-Account. IServ ist eine digitale Plattform für das digitale Lernen. Über IServ erhalten die Schüler regelmäßig Aufgaben von den Lehrkräften. Außerdem finden zwischen ihnen und den Lehrkräften Videokonferenzen statt. Die Lehrkräfte geben Rückmeldungen und Feedback zu den bearbeiteten Aufgaben. Eine weitere Herausforderung für die Schulen ist zurzeit, dass noch nicht alle Lehrkräfte wieder unterrichten können, da auch sie Notbetreuungsplätze in den Kindergärten und Schulen für ihre eigenen Kinder brauchen oder selbst einer Risikogruppe angehören. Auch die Nutzung der Schulbusse bleibt ein wichtiges Thema. Die Auslastungszahlen im Hinblick auf die Hygieneanforderungen werden mit dem Landkreis und den Grundschulen ausgetauscht.
• Mehr Informationen zu den beiden Schulen gibt es online unter www.hrs-hanstedt.de sowie unter www.obs-jesteburg.de.

Heute beginnen die Prüfungen

Am heutigen Mittwoch, 20. Mai, beginnen in Hanstedt die Abschlussprüfungen. Insgesamt werden 63 Schüler aus dem neunten und zehnten Jahrgang daran teilnehmen. "Allein für die Durchführung der Prüfung im Fach Deutsch werden bei uns 18 Kollegen und 13 Räume benötigt", so Anke Drewes.

Vor der Prüfung werden - wie jeden Tag - die Klassenräume professionell gereinigt. Eine Lehrkraft verteilt mit Handschuhen die Prüfungsaufgaben und das Belehrungsformular. Dort muss jeder Prüfling bescheinigen, dass er gesund die Prüfung antreten möchte. Die Schüler werden von Treffpunkten abgeholt. Nachdem alle ihre Hände gewaschen haben, geht die Gruppe gemeinsam in den Prüfungsraum.

Während der Arbeiten wird für eine kontinuierliche Belüftung gesorgt. Die Türen bleiben geöffnet. In den Prüfungsbereichen halten sich nur Personen auf, die direkt an der Prüfung beteiligt sind. Schüler, die zu einer Risikogruppe gehören, werden auch an diesen Tagen ihre Prüfungen ablegen, allerdings jeweils in einem separaten Raum.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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