Jesteburg
Anwohner fordern Anpassung des B-Plans "Seevekamp-Süd"

Deutlich zu sehen: Das Baugebiet Seevekamp/Schierhorner Weg liegt etwa 1,5 Meter höher als der Seevekamp. "Darauf noch ein elf Meter hohes Haus zu setzen, ist zu viel", sagt Heike Paulick-Stein Foto: as
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  • Deutlich zu sehen: Das Baugebiet Seevekamp/Schierhorner Weg liegt etwa 1,5 Meter höher als der Seevekamp. "Darauf noch ein elf Meter hohes Haus zu setzen, ist zu viel", sagt Heike Paulick-Stein Foto: as
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as. Jesteburg. "Wir sind nicht gegen die Bebauung, sondern wir sind für eine moderate Planung", betont Heike Paulick-Stein. Die Jesteburgerin wohnt am Seevekamp und setzt sich gemeinsam mit weiteren Anwohnern dafür ein, dass die geplanten Mehrfamilienhäuser auf dem Areal zwischen Seevekamp, Waldwinkel und Schierhorner Weg an den Bestand angepasst werden.

Auf den 49.452 Quadratmetern zwischen Seevekamp, Waldwinkel und Schierhorner Weg möchte Investor Steffen Lücking insgesamt 106 Wohneinheiten errichten, darunter auch zwei Mehrfamilienhäuser mit je zehn Wohneinheiten. Die Erschließung soll über die Straßen "Waldwinkel" und "Schierhorner Weg" erfolgen. Der Bebauungsplan (B-Plan) "Seevekamp-Süd" wird derzeit von der Politik diskutiert.

Am Seevekamp gibt es bereits einige Mehrfamilienhäuser. Heike Paulick-Stein wohnt in einem dieser Fachwerkgebäude, die je sechs Wohneinheiten umfassen. Die eingeschossigen Gebäude sind je neuneinhalb Meter hoch. Das wünschen sich die Anwohner auch für die Neubauten. Angrenzend an die bereits bestehenden Mehrfamilienhäuser sollen laut städtebaulichem Entwurf die geplanten zwei zehn-Parteien-Häuser entstehen, jeweils elf Meter hoch. "Die fangen aber schon zwei Meter höher als wir an", sagt Heike Paulick-Stein und zeigt auf einen etwa 1,5 Meter hohen Wall am Feldrand. Denn während das Plangebiet sich vom Schierhorner Weg aus auf absteigendem Gelände befindet, steigt das Höhenniveau vom Seevekamp aus an.

Als Ende 2019 die Pläne des Investors bekannt wurden, haben sich die Anwohner organisiert und Kontakt zur Politik aufgenommen. Sie sehen wichtige Fragen noch ungeklärt: Wie sieht das Verkehrskonzept aus? Die Kreuzung Schierhorner Weg/Seevekamp und ihre Einmündung in die Schützenstraße ist bereits jetzt überlastet. Reicht die der Gemeinde vom Investor überlassene Kita-Fläche von 3.500 Quadratmetern überhaupt aus? Und auch, dass der Investor der Gemeinde das Grundstück für den Kreisel an der Lüllauer Straße überlässt, hat für sie ein "Geschmäckle". "Da stellt sich doch die Frage, ob er nicht dafür eine Gegenleistung erwartet - zum Beispiel, bei diesem B-Plan die maximale Bebauung herauszuholen", sagt Paulick-Stein.

Das Argument, dass ein Teil der Mehrfamilienhäuser für sozialen Wohnungsbau vorgesehen ist, sei in Ordnung. Aber auch die Ansicht der Anwohner sollte beim Planungsprozess berücksichtigt werden, fordern Paulick-Stein und ihre Mitstreiter. Sie fühlen sich von der Politik ein Stück weit im Stich gelassen. "Wir müssen einen Konsens finden - für die Leute, die hier schon wohnen, und mögliche Neubürger für den Ort."

Paulick-Stein hat deshalb mit Nachbarn Unterschriften gesammelt bei den direkten Anliegern des geplanten Neubaugebietes. 100 Unterstützer haben sie bereits, weitere sollen folgen. Wer sich der Forderung nach reduzierter Bebauung mit seiner Unterschrift anschließen möchte, schickt eine E-Mail an mikanaju@web.de.

  • Der Bauausschuss der Gemeinde Jesteburg berät am Mittwoch, 10. März, in der Schützenhalle über den B-Plan "Seevekamp-Süd". Die Plätze sind begrenzt, im Gebäude gilt die Maskenpflicht.
Deutlich zu sehen: Das Baugebiet Seevekamp/Schierhorner Weg liegt etwa 1,5 Meter höher als der Seevekamp. "Darauf noch ein elf Meter hohes Haus zu setzen, ist zu viel", sagt Heike Paulick-Stein Foto: as
Die Anwohner fordern, dass sich die geplanten Mehrfamilienhäuser am Bestand orientieren: sechs Wohneinheiten, 9,5 Meter hoch und eingeschossig
Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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