Die Zukunft des Einzelhandels?

Dittmer-Inhaber Paul Steinkraus freut sich mit seiner Frau Luise, den Kunden dank des Terminals noch mehr Vielfalt bieten zu können
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Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Service

Zeitnahe Benachrichtigung nicht mehr möglich
Corona: Gesundheitsamt im Kreis Stade kommt nicht mehr hinterher

jd. Stade.  Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Stade steigen weiter – und das Gesundheitsamt kommt nicht mehr hinterher. Eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung bzw. Benachrichtigung von Personen, die positiv getestet wurden, ist seit dieser Woche nicht mehr möglich. „Wir schieben derzeit rund 1.000 Betroffene vor uns her, die wir nicht mehr – wie bisher üblich – binnen 24 Stunden angerufen haben“, sagt Landrat Kai Seefried. Die Masse der Infizierten sei einfach zu groß, um alle Fälle innerhalb...

Panorama
Auch während der Rastzeit vollführen die Kraniche ihre imposanten Tänze mit lauten trompetenartigen Rufen
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Vogelbestand im Aufwind
70 Kranich-Paare im Landkreis Stade gezählt

sv/nw. Landkreis Stade. In den 1990er Jahren war der Kranich nur ein sehr seltener Gast im Landkreis Stade. 1996 konnte lediglich ein Brutpaar nachgewiesen werden – inzwischen haben 70 Kranichpaare ihr Revier im Landkreis. Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes: „Dieser große Erfolg ist der Renaturierung und Wiedervernässung in den Naturschutzgebieten Feerner Moor und Hohes Moor sowie in den Kehdinger Mooren zu verdanken.“ Die Zahl der Kraniche nimmt zuWährend der Zugzeit der Kraniche...

Panorama
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Corona-Warnapp
Was tun bei einer Begegnung mit erhöhtem Risiko?

(sv). Die Corona-Zahlen befinden sich seit Anfang des Jahres in einer steilen Aufwärtskurve. Durch die sich schnell verbreitende Corona-Variante Omikron schlägt vieler Orts nun die Corona-Warnapp häufiger aus und meldet Begegnungen mit niedrigem oder hohem Risiko. Aber was bedeuten die Risikowarnungen und was ist in einem solchen Fall zu tun? Das RKI erklärt die Meldungen folgendermaßen: Begegnung mit niedrigem Risiko"Zeigt die Corona-Warnapp ein 'niedri­ges Risiko' an und listet gleich­zeitig...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Ist das die passende Antwort des lokalen Einzelhandels auf die Online-Konkurrenz? Paul und Luise Steinkraus, Inhaber des Mode- und Kaufhauses Dittmer in Hanstedt, nehmen an einem Pilotprojekt teil, bei dem Kunden via Bildschirm-Terminal im Geschäft auf mehr als 12.700 Artikel zurückgreifen können.

mum. Hanstedt. Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen, doch Paul Steinkraus, Inhaber des Mode- und Kaufhauses Dittmer in Hanstedt, ist sicher, dass das neue Kiosk-System dem Einzelhandel im Wettbewerb gegen die Online-Versandhäuser helfen wird. Um dies deutlich zu machen, war er Ende vergangenen Jahres einer von nur zehn Unternehmen, die sich als erstes einen Online-Terminal ins Geschäft holten. Inzwischen sind es deutschlandweit 31 Einzelhändler. „Und die Zahl wird steigen“, ist sich Steinkraus sicher.
Über ein Terminal, das bei Dittmer im zweiten Obergeschoss steht, haben Kunden die Möglichkeit, auf mehr als 12.700 Artikel zurückzugreifen. Gelistet sind Produkte verschiedener Hersteller aus den Bereichen „Zuhause“, „Elektroklein- und großgeräte“, „Baby“ und „Spielzeug“. Partner ist unter anderem Vedes. Der Fachhandelsorganisation für Spiel und Freizeit gehören etwa 1.000 Einzelhändler in Europa an. Außerdem ist der Kaffeemaschinen-Hersteller „Jura“ dabei. Wer möchte, kann über einen großen Bildschirm allein durch das Sortiment stöbern. „Aber natürlich sind unsere Mitarbeiter geschult und können jederzeit helfen“, erklärt Steinkraus. Auf 2.700 Quadratmetern Fläche bietet das Mode- und Kaufhaus bereits eine große Auswahl. „Doch natürlich sind uns Grenzen gesetzt“, so der Inhaber des Traditionshauses. Wenn ein Kunde bislang mit einem besonderen Wunsch nach einem Artikel ins Geschäft kam, der nicht vorrätig war, haben Mitarbeiter danach in Katalogen gesucht und beim Großhändler angerufen. Das hat Zeit gekostet. Dank des Terminals gehört dies nun der Vergangenheit an. Auf dem Terminal werden die Produkte angezeigt. Viele Fotos und sogar eine 360-Grad-Ansicht helfen bei der Entscheidung. Zusätzlich sind die Produkte gut beschrieben. Über Suchbegriffe lassen sich die einzelnen Produktgruppen ansteuern.
Der Bestellvorgang ist einfach. Nachdem der Kunde das Produkt in den virtuellen Warenkorb gelegt hat, muss er seine persönliche Daten eingeben und eine Bestätigung ausdrucken. Mit diesem Bon geht es dann zur Kasse. Bezahlt wird in bar oder via EC-Karte. Erst dann löst ein Dittmer-Mitarbeiter die Bestellung aus. Der Kunde kann zudem entscheiden, ob die Ware zu ihm nach Hause geschickt wird (gegen Porto) oder er sie im Geschäft abholt. „Wichtig ist, dass wir sämtliche Reklamationswünsche übernehmen“, so Steinkraus. „Wir bleiben der erste Ansprechpartner für unsere Kunden.“
Paul Steinkraus ist ehrlich: „Es würde sich für uns nicht lohnen, einen eigenen Online-Shop einzurichten. Doch dank des neuen Terminals können wir unseren Kunden echte Vielfalt bieten.“ Nebenbei ist dies ein unkomplizierter, einfacher Weg, Ware zu zeigen, die gerade nicht im Laden vorrätig ist. „Sätze wie 'Nein, haben wir nicht' oder 'Nein, können wir nicht' gehören der Vergangenheit an.“
Die ersten Erfahrungen mit dem neuen Online-Terminal sind positiv. Anfangs seien die Kunden noch etwas vorsichtig mit dem Gerät umgegangen. „Inzwischen aber trauen sich immer mehr Leute.“ Bestellt wurden unter anderem Haushaltsgeräte und Kindersitze für das Auto. „Ich bin sicher, dass die 'verlängerte Ladentheke' auf Sicht immer besser ankommen wird“, so Steinkraus.

Dittmer-Inhaber Paul Steinkraus freut sich mit seiner Frau Luise, den Kunden dank des Terminals noch mehr Vielfalt bieten zu können
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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