Offizieller Termin auf dem Obsthof
Lühe-Rathauschef Timo Gerke kam in Altländer Tracht zum Start der Apfelsaison
- Lühe-Rathauschef Timo Gerke mit Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte und der Altländer Blütenkönigin Anna Faby
- Foto: tg
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Die neue Apfelsaison ist offiziell eingeläutet: Auf einer Apfelanlage wurden symbolisch die ersten Früchte der neuen Saison geerntet. Mit dabei war Lühe-Samtgemeindebürgermeister Timo Gerke. Der parteilose Rathauschef machte auch optisch deutlich, wo seine Heimat liegt: Gerke erschien in seiner typisch Altländer Tracht.
Auf dem Obsthof von Stephan Eckhoff in Cuxhaven-Lüdingworth kamen Vertreter aus Obstbau, Politik und Ehrenamt zusammen, um gemeinsam den Startschuss für die Erntesaison 2026/2027 zu geben. Mit dabei waren unter anderem Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne), Stades Landrat Kai Seefried (CDU) und die amtierende Altländer Blütenkönigin Anna Faby aus Grünendeich (Samtgemeinde Lühe).
- Die Apfelsaison ist eröffnet
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Ein Altländer Trio fürs Erinnerungsfoto
Ein gemeinsames Foto durfte da nicht fehlen: Gerke ließ sich in seiner Tracht zusammen mit Ministerin Staudte und Blütenkönigin Anna Faby ablichten. Ein schönes Bild mit durchaus ernstem Hintergrund. Denn für den Lühe-Bürgermeister war die Veranstaltung weit mehr als ein gesellschaftlicher Termin. Bei dem Termin wurde gleich die Gelegenheit genutzt, auf die Sorgen und Nöte der Obstbauern aufmerksam zu machen.
Besonders freute sich Gerke über den intensiven Austausch zwischen Staudte und Claus Schlieker, dem Vorsitzenden der Fachgruppe Obstbau im Landvolk Niedersachsen. „Genau diesen direkten Dialog zwischen Politik und Praxis brauchen wir, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Branche zu entwickeln“, betonte Gerke.
Gerke bat Ministerin um Hilfe
Dass dem Samtgemeindebürgermeister die Situation der Obstbauern am Herzen liegt, hatte er in diesem Sommer bereits deutlich gemacht. Nach den schweren Hagelschäden in Teilen des Alten Landes wandte er sich direkt an Staudte und bat die Ministerin um Unterstützung und einen persönlichen Austausch.
Zweimal innerhalb weniger Tage hatten im Juni heftige Hagelschauer die Region getroffen. Nach damaligen Angaben waren rund 700 Hektar Obstbaufläche erheblich geschädigt worden. Auf manchen Höfen waren bis zu 70 Prozent der Äpfel betroffen. Der Gesamtschaden wurde auf rund zehn Millionen Euro beziffert. Gerke machte darauf aufmerksam, dass die Unwetter eine Branche trafen, die ohnehin mit niedrigen Erzeugerpreisen, steigenden Produktionskosten und einer verhaltenen Nachfrage zu kämpfen hat.
Auch zum Start der neuen Saison bleiben die Herausforderungen groß. Neben wirtschaftlichem Druck beschäftigen Wetterextreme und die Folgen klimatischer Veränderungen die Betriebe. Für das Alte Land wird 2026 trotz Hitze und Trockenheit zwar mit einer soliden Apfelernte gerechnet. Hagelschäden beeinträchtigen allerdings einen Teil der Früchte, während zugleich noch Äpfel aus dem Vorjahr auf ihre Vermarktung warten.
„Obstbau gehört zur Identität unserer Region“
Für Gerke steht fest, dass die Zukunft der Branche eine Gemeinschaftsaufgabe ist. „Der Obstbau ist ein prägender Bestandteil unserer Region. Er sichert Arbeitsplätze, erhält unsere Kulturlandschaft und gehört ganz wesentlich zur Identität des Alten Landes und der angrenzenden Obstbauregionen“, sagt der Samtgemeindebürgermeister. Bund, Land, Kommunen und Landwirtschaft müssten gemeinsam verlässliche Rahmenbedingungen schaffen. Die Saisoneröffnung habe gezeigt, dass der notwendige Dialog zwischen Politik und Praxis stattfinde. Nun müssten daraus konkrete Lösungen entstehen.
Nach den politischen Gesprächen ging es schließlich dorthin, wo an diesem Tag alles zusammenlief: Gerke verbindet damit einen klaren Wunsch für seine Heimatregion: „Ich wünsche unseren Obstbäuerinnen und Obstbauern eine erfolgreiche Erntesaison, gute Erträge und vor allem die notwendige Unterstützung, damit der Obstbau auch in Zukunft ein starkes Fundament unserer Region bleibt.“
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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