DLRG Horneburg/Altes Land rüstet kräftig auf
Neue „Föhr Wied“ mit 600 PS
- Mehr Möglichkeiten für die Wasserrettung: Die neue „Föhr Wied“ ist mit moderner Navigations-, Sonar- und Wärmebildtechnik ausgestattet
- Foto: DLRG Horneburg/ Altes Land
- hochgeladen von Stefanie Schimanski
600 PS auf dem Wasser, Wärmebildtechnik an Bord und Drohnenbilder direkt im mobilen Lagezentrum: Die DLRG Horneburg/Altes Land ist für Rettungseinsätze und größere Schadenslagen künftig deutlich besser ausgestattet. Am Samstag, 29. August, stellte die Ortsgruppe im Gewerbepark Grünendeich ihr neues Motorrettungsboot „Föhr Wied“ und einen neuen Einsatzleitwagen offiziell in Dienst.
Das neue Boot ersetzt ein rund 30 Jahre altes Einsatzboot. Zwei Motoren mit zusammen 600 PS ermöglichen eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 45 Knoten. Für Rettungseinsätze ist vor allem die neue Ausstattung entscheidend: Verletzte oder gerettete Personen können künftig auf einer Krankentrage liegend und geschützt transportiert werden. Ein überdachter und beheizbarer Fahrerstand verbessert zudem die Arbeitsbedingungen bei längeren Einsätzen und schlechtem Wetter.
Zur Technik gehören Radar, moderne Navigationssysteme, Sonar sowie eine 360-Grad-Kamera mit Wärmebildfunktion. Damit lassen sich Personen und Gegenstände auf oder im Wasser besser erkennen – auch bei eingeschränkter Sicht.
„Für uns ist dieses Boot ein Quantensprung, ein Riesenschritt und etwas, das uns sehr stolz macht“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Robert Rink.
Drohnenbilder direkt für die Einsatzleitung
Mit dem neuen Einsatzleitwagen kann die DLRG Drohnenbilder direkt vor Ort auswerten und für die Einsatzführung aufbereiten. Über den ELW können die Erkenntnisse außerdem schneller mit anderen Einsatzkräften und Führungsstellen geteilt werden.
Der Wagen kann nicht nur bei Wassernotfällen eingesetzt werden. Auch bei Wald- und Vegetationsbränden, Personensuchen oder Hochwasserlagen liefern Luftbilder wichtige Informationen. Große oder schwer zugängliche Einsatzstellen lassen sich schneller überblicken, Suchgebiete eingrenzen und Schäden besser einschätzen.
„Ohne die breite Unterstützung aus Politik, Verwaltung und von privaten Förderern wären beide Projekte nicht möglich gewesen“, sagte der Vorsitzende Rainer Bohmbach.
Eine halbe Million Euro für neue Einsatztechnik
In das Motorrettungsboot und den Einsatzleitwagen wurden zusammen rund 500.000 Euro investiert. Rund 200.000 Euro kamen vom Landkreis Stade, weitere 90.000 Euro aus Fördermitteln des Landes Niedersachsen. Weitere Mittel steuerten unter anderem die Samtgemeinde Lühe, die Gemeinde Jork, Stiftungen, Sparkassen, der Lions Club „Das Alte Land“ sowie Sponsoren und private Spender bei.
Bei der offiziellen Indienststellung waren rund 150 Gäste dabei. Die Altländer Blütenkönigin taufte das neue Motorrettungsboot auf den Namen „Föhr Wied“.
Landrat Kai Seefried würdigte vor allem das ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte: „Jeder Euro, der hier investiert wird, ist ein gut investierter Euro, weil er durch das Ehrenamt so sehr vervielfältigt wird.“ Mit Boot und Einsatzleitwagen verfügt die DLRG Horneburg/Altes Land nun über deutlich bessere Möglichkeiten bei Wasserrettung, Personensuche und größeren Schadenslagen.
Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
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