2020: 258 Feuerwehreinsätze und Anschaffungen für neues Waldbrandkonzept
Großbrände und Unwetter in der Gemeinde Neu Wulmstorf

Die Feuerwehren waren mit mehr als 30 Kräften beim Brand in Bachheide-Elstorf im Einsatz
  • Die Feuerwehren waren mit mehr als 30 Kräften beim Brand in Bachheide-Elstorf im Einsatz
  • Foto: Bruhn/Feuerwehr
  • hochgeladen von Susanne Laudien

sla. Neu Wulmstorf. Trotz der Corona-Pandemie hatten die Feuerwehren der Gemeinde Neu Wulmstorf 2020 einiges zu leisten, sagt Finn Griehl, Gemeindepressewart der Freiwilligen Feuerwehren Neu Wulmstorf. Insgesamt gab es 258 Einsätze, darunter auch Großbrände und spektakuläre Einsätze wie etwa im April, als die Feuerwehren aus Neu Wulmstorf, Elstorf und Rade zu einem Schuppenbrand in den Ortsteil Bachheide gerufen wurden, wo ein unmittelbar neben dem Wohnhaus stehender Schuppen lichterloh brannte. Durch den schnellen und massiven Feuerwehreinsatz wurde ein Übergreifen auf das Wohnhaus verhindert.
Im Sommer zog eine Unwetterfront über die Gemeinde und sorgte innerhalb von sechs Stunden für über 60 Einsätze. Alle vier Ortsfeuerwehren der Gemeinde waren beschäftigt, um Wohn- und Geschäftshäuser von den Wassermassen zu befreien oder Objekte vor Fluten zu schützen. Über 80 Einsatzkräfte waren bis weit in die Nacht beschäftigt.
Aufgrund der Vielzahl gemeldeter Einsatzstellen wurde erstmals die Kommunale Einsatzleitung (KEL) in Betrieb genommen, dabei handelt es sich um eine eigene Einsatzleitzentrale, die im Feuerwehrhaus Neu Wulmstorf besetzt wird. Diese disponiert bei Großschadenslagen unabhängig von der Rettungsleitstelle in Winsen die Fahrzeuge innerhalb der Gemeinde, um die Feuer- und Rettungsleitstelle zu entlasten, damit sich diese weiter um den Regelbetrieb kümmern kann.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit in den Sommermonaten mussten immer wieder Flächen- und Vegetationsbrände in den Waldgebieten rund um das ehemalige Truppenübungsgelände gelöscht werden. Zudem gab es dort mehrere Einsätze, bei denen geländegängige Fahrzeuge benötigt wurden. Im Herbst galt es, einen verunglückten Mountainbikefahrer aus unwegsamem Gelände mit Unterstützung des Rettungsdienstes zu retten.
Obwohl Corona zu vielen Einschränkungen in den Feuerwehren geführt hat, wurden zwei neue Kommandowagen angeschafft. Die beiden "Ford Ranger Pickup" bieten deutliche Erleichterung bei Einsätzen im schwierigen Terrain wie auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz und den Waldgebieten innerhalb der Gemeinde. Mit den Fahrzeugen wurde ein erster Grundstein für ein in Zukunft folgendes Waldbrandkonzept gelegt. Für dieses Jahr stehen weitere Fahrzeuglieferungen an: Die Feuerwehr Rübke erhält im ersten Quartal ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, die Feuerwehr Neu Wulmstorf ein neues Löschgruppenfahrzeug. Im weiteren Jahresverlauf folgen ein neuer Einsatzleitwagen sowie ein Abrollbehälter, dieser wird durch die Kreisfeuerwehr des Landkreises Harburg beschafft und in Neu Wulmstorf stationiert.
Auch im Gebäudebestand hat sich einiges getan. Nachdem Anfang des Jahres das alte Feuerwehrhaus in Rübke abgerissen wurde, entsteht derzeit an selber Stelle ein modernes Feuerwehrhaus. Die stetig wachsende Gemeinde sowie die derzeit im Bau befindliche A26 waren letztendlich ausschlaggebend für den Neubau. Aber auch bei anderen Feuerwehrhäusern gab es Erneuerungen, etwa in Elstorf und Rade wurden neue Hallentore eingebaut.
Zudem gibt es erstmals eine Instagramseite unter:@gemeindefeuerwehr_neuwulmstorf mit Einblicken und Informationen zu allen vier Ortsfeuerwehren.

Toter (62) bei Wohnungsbrand in Buchholz
Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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