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Container-Kita geplant

Auf dem Sportplatz der Hauptschule soll die Kita errichtet werden (Foto: mi)
Provisorium soll auf Schulsportplatz

mi. Neu Wulmstorf. Die Gemeinde Neu Wulmstorf benötigt mehr Kindergartenplätze. Sowohl im Elementar- als auch im Krippenbereich besteht Platzbedarf. Um Kurzfristig Abhilfe zu schaffen, schlägt die Verwaltung die Einrichtung von vier Gruppen in Containern auf dem Sportplatz der Hauptschule Vossbarg vor.
Miriam Rathmann, bei der Verwaltung zuständig für die Bereiche Ordnung und Soziales, wozu auch Schule und Kinderbetreuung gehören, machte der Politik deutlich, dass die Gemeinde schnell neue Betreuungsplätze schaffen müsse, das Warten auf die in der Planung befindlichen Kindergärten in den Baugebieten Lessingstraße und den Flächen am Bahnhof werde das Problem nicht lösen. Vor allem auch deswegen nicht, weil die Kitas, die dort entstehen, im Wesentlichen dazu dienen sollen, die Kinder aufzufangen, die durch die neuen Wohngebiete neu dazu kommen.
"Die einzige Möglichkeit, schnell eine Lösung zu finden, ist das Aufstellen von Containern", machte Rathmann deutlich.
Als Standort für die neue Container-Kita schlug die Verwaltung den Sportplatz der Hauptschule Vossbarg vor.
Hintergrund: Die Hauptschule geht im neuen Schuljahr in der neuen Oberschule auf. Das ehemalige Hauptschulgebäude soll dann von der Grundschule am Moor weiter genutzt werden. Hier sollen die ersten Minischulen der Gemeinde entstehen (das WOCHENBLATT berichtete). "Wir haben mit der Schulleitung der Grundschule gesprochen, man hat uns versichert, dass die Schule auch mit dem halben Sportplatz auskommt", sagte Rathmann.
Der Vorschlag der Verwaltung lautete daher, die Errichtung einer vier Gruppen-Kita. Kostenpunkt für das Mieten der Container plus Herrichtung des Grundstücks: rund 920.000 Euro. Die jährlichen Betriebskosten der Containeranlage bezifferte die Verwaltung mit jährlich 400.000 Euro. Für die Realisierung hat die Verwaltung sich dabei einen straffen Zeitplan verordnet. "Vorausgesetzt wir bekommen hier heute einen Beschluss, soll die neue Kita im Frühjahr 2019, spätestens im Sommer, fertig sein.", stellte Rathmann in Aussicht. Der gewünschte Beschluss erfolgte einstimmig. Vorher hatte die Politik jedoch noch Diskussionsbedarf.
So schlug Gerhard Peters (CDU) vor, doch zu prüfen, ob wenn - was derzeit diskutiert wird - auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule ein neues Schulgebäude gebaut wird, dort nicht auch eine Kita untergebracht  werden könnte. Dem erteilte die Verwaltung aber mit Hinweis auf das neue Schulkonzept eine Absage. Eine weitere Frage war die Anzahl der Gruppen und ihre Aufteilung in Krippen- und Elementargruppen. Die Anwesenden Kita-Leitungen machten dabei deutlich, dass eine Fiftiy-fifty Aufteilung praktisch keinen Sinn ergebe. Die Politik favorisierte statt vier deswegen fünf Gruppen. Dazu sagte Miriam Rathmann: "Der Gesetzgeber lässt mehr als vier Gruppen nur in Ausnahmefällen zu."  In der Politik war man sich einig, dass Neu Wulmstorf versuchen sollte, in den Genuss einer solchen Ausnahme zu kommen. Die Empfehlung an den Gemeinderat sah deswegen die Errichtung einer Kindertagesstätte mit mindestens vier Gruppen vor.