Corona-Warnapp
Was tun bei einer Begegnung mit erhöhtem Risiko?

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(sv). Die Corona-Zahlen befinden sich seit Anfang des Jahres in einer steilen Aufwärtskurve. Durch die sich schnell verbreitende Corona-Variante Omikron schlägt vieler Orts nun die Corona-Warnapp häufiger aus und meldet Begegnungen mit niedrigem oder hohem Risiko. Aber was bedeuten die Risikowarnungen und was ist in einem solchen Fall zu tun? Das RKI erklärt die Meldungen folgendermaßen:

Das empfiehlt die Corona-Warnapp im Falle einer Begegnung mit niedrigem Risiko
  • Das empfiehlt die Corona-Warnapp im Falle einer Begegnung mit niedrigem Risiko
  • Foto: sv/Corona-Warnapp
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Begegnung mit niedrigem Risiko

"Zeigt die Corona-Warnapp ein 'niedri­ges Risiko' an und listet gleich­zeitig Risiko­be­gegnun­gen auf, gab es zwar Kontakt mit einer Corona-posi­tiven Person, die Be­gegnung war jedoch so kurz oder die Distanz so groß, dass höchst­wahr­schein­lich kein erhöh­tes An­steckungs­risiko be­stand", schreibt das RKI. In diesem Fall sei kein eigenes Handeln gefordert, es werde nur über die geltenden Abstands- und Hygiene­regeln informiert.

Das empfiehlt die Corona-Warnapp im Falle einer Begegnung mit erhöhtem Risiko
  • Das empfiehlt die Corona-Warnapp im Falle einer Begegnung mit erhöhtem Risiko
  • Foto: tk/Corona-Warnapp
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Begegnung mit erhöhtem Risiko

Erscheint die Status­anzeige „erhöhtes Risiko“, gab es in den ver­gan­ge­nen 14 Tagen min­destens eine Be­gegnung mit einer später posi­tiv ge­testeten Person. Hier fordert die App auf, persön­liche Kontakte zu redu­zieren und sich mit dem Hausarzt oder dem Gesund­heits­amt in Verbindung zu setzen. Der Arzt wird nach Sympto­men, rele­vanten Kon­takten und Risiko­indi­ka­tionen fragen und dann ent­schei­den, ob getestet werden soll. Getestet wird nicht unbedingt mit einem PCR-Test, es kann auch ein Schnelltest im Testzentrum, beim Arzt oder zur Eigenanwendung unter Aufsicht sein.

Wie funktioniert die Erfassung?

Über die Bluetooth-Funktion kann die Corona-Warnapp die Dauer einer Begegnung und die Distanz zwischen den Nutzern erfassen. "Kommt es zu einem Zusammentreffen, werden zwischen den betreffenden Nutzern kurzlebige, Zufallscodes ausgetauscht", erklärt die Bundesregierung auf ihrer Website. "Diese Zufallscodes werden für 14 Tage ausschließlich auf den Smartphones der betreffenden Nutzer gespeichert, die sich begegnet sind." Dabei vertraut die App darauf, dass Positiv-Getestete ihre Corona-Erkrankung in die App eintragen.

Wie lange und nah muss die Begegnung sein?

Laut den Entwicklern der Corona-Warnapp werden die Begegnungen in Zeitfenstern von 30 Minuten erfasst. Die Entfernung wird aus der gemessenen Abschwächung des Bluetooth-Signals errechnet, die in Dezibel (dB) angegeben wird. In den 30-minütigen Zeitfenstern muss die Signaldämpfung des Smartphones für mindestens fünf Minuten unter 79dB gelegen haben (ca. 10 Meter). Außerdem muss das Übertragungsrisiko mindestens 3 betragen. (Auf einer Skala von eins bis acht und basierend auf den wissenschaftlichen Erfahrungswerten wird eingeordnet, wie hoch das Übertragungsrisiko des Positivgetesteten an dem Tag war). Es wird beim Teilen der Diagnoseschlüssel pro Tag gemäß definierter Kriterien wie Symptomstatus und/oder Symptombeginn festgelegt. Sind diese Kriterien nicht erfüllt, erfolge keine Zählung innerhalb der App. 

Liegt die Summe der Kontaktzeiten unter fünf Minuten, wertet die App die Begegnung als Nicht-Risiko-Begegnung und bleibt grün. Zwischen fünf und neun Minuten Kontaktzeit, meldet die App eine Begegnung mit niedrigem Risiko und bleibt weiterhin grün. Ab neun Minuten meldet die App ein erhöhtes Risiko.

Autor:

Svenja Adamski aus Buchholz

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