Mit Hightech auf Lecksuche
Spürnasen für die Sicherheit: Gasspürer überprüfen 640 Kilometer Gasleitungen
- Gasspürer mit hochsensibler Technik im Einsatz: Unterirdische Gasleitungen werden so auf Lecks überprüft
- Foto: Presse HanseWerke
- hochgeladen von Julia Paepcke
Mit modernster Messtechnik sind derzeit Gasspürer im Auftrag von ElbEnergie unterwegs, um das Gasnetz in Nordniedersachsen auf mögliche Undichtigkeiten zu kontrollieren. Insgesamt werden im Jahr 2026 rund 640 Kilometer unterirdisch verlegte Gasleitungen überprüft. Ziel ist es, selbst kleinste Leckagen frühzeitig zu erkennen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Die Überprüfungen finden 2026 unter anderem in Neu Wulmstorf, Rosengarten, Seevetal, Stelle, Harmstorf, Bendestorf, Jesteburg, Buxtehude, Apensen, Dohren, Harsefeld, Appel, Beckdorf, Bliedersdorf, Halvesbostel, Hollenstedt, Moisburg, Regesbostel, Sauensiek und Wenzendorf sowie den jeweiligen Ortsteilen statt.
Die Kontrollen sind Teil der regelmäßigen Maßnahmen zur Sicherung des Gasnetzes und dienen dazu, mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen und die zuverlässige Gasversorgung in der Region dauerhaft sicherzustellen.
Hightech erkennt kleinste Gasaustritte
Die speziell ausgebildeten Fachkräfte untersuchen die Leitungen zu Fuß mit hochempfindlichen Messgeräten. Diese analysieren kontinuierlich die Umgebungsluft und erkennen bereits geringste Mengen Erdgas, lange bevor Menschen diese wahrnehmen könnten.
„Das in den Leitungen transportierte Erdgas ist geruchlos. Aus Sicherheitsgründen wird ihm ein Geruchsstoff beigemischt, sodass es bei einem Austritt nach verfaulten Eiern riecht. Unsere Messgeräte schlagen jedoch schon bei Konzentrationen an, die für den Menschen nicht wahrnehmbar sind“, erklärt Joshua Klande, Leiter des Netzcenters Hittfeld.
Wird eine Undichtigkeit festgestellt, kann die Austrittsstelle genau lokalisiert werden. Anschließend sorgt ElbEnergie für eine schnelle Instandsetzung. Da die Tätigkeit hohe Anforderungen stellt, müssen alle eingesetzten Gasspürer ihre Zertifizierung regelmäßig erneuern.
Kilometer für Kilometer zu Fuß
Die Kontrolle erfolgt größtenteils zu Fuß. Pro Saison legen die Gasspürer dabei bis zu 700 Kilometer zurück. Über Tablets können sie den Verlauf der unterirdischen Leitungen nachvollziehen. Um auch Hausanschlüsse zu überprüfen, betreten die Fachkräfte bei Bedarf Grundstücke. Ein Zugang zu Wohngebäuden ist dafür jedoch nicht erforderlich. Alle Mitarbeitenden können sich entsprechend ausweisen.
Ergänzend kommt Spezialfahrzeug zum Einsatz
Neben den Fußkontrollen werden rund 140 Kilometer Gasleitungen mit einem Spezialfahrzeug der Firma Regiocom überprüft. Das Fahrzeug ist mit Lasersensoren ausgestattet, die selbst kleinste Mengen Methan und Ethan in der Umgebungsluft erfassen können. Gleichzeitig werden Windrichtung und Messdaten ausgewertet und digital kartiert, sodass mögliche Leckstellen schnell eingegrenzt werden können.
„Beim Pilotprojekt im Kreis Steinburg haben wir sehr gute Erfahrungen mit der fahrzeuggestützten Überprüfung gemacht. Das System ermöglicht eine Abdeckung von bis zu 15 Metern und eignet sich sowohl für Versorgungsleitungen als auch für Hausanschlüsse“, erläutert Florian Schäfe aus der Netzüberwachung.
Die Fahrzeugtechnik ergänzt die turnusmäßigen Kontrollen durch Gasspürer sowie weitere Inspektionen mithilfe spezieller Drohnen und unterstützt die Einhaltung der Vorgaben des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW).
ElbEnergie kontrolliert 2026 rund 640 Kilometer unterirdische Gasleitungen, um selbst kleinste Undichtigkeiten frühzeitig zu erkennen und die Versorgungssicherheit dauerhaft zu gewährleisten. Speziell ausgebildete Gasspürer untersuchen die Leitungen zu Fuß mit hochempfindlichen Messgeräten, die bereits geringste Mengen Erdgas in der Umgebungsluft erkennen. Ergänzend kommt ein Spezialfahrzeug mit Lasersensoren zum Einsatz, das Methan und Ethan digital erfasst und mögliche Leckstellen kartiert. Die Kontrollen finden unter anderem in Neu Wulmstorf, Rosengarten, Seevetal, Stelle, Harmstorf, Bendestorf, Jesteburg, Buxtehude, Apensen, Harsefeld, Hollenstedt, Moisburg, Wenzendorf sowie weiteren Gemeinden und Ortsteilen in Nordniedersachsen statt. Nein. Die Fachkräfte betreten bei Bedarf Grundstücke, um Hausanschlüsse zu kontrollieren. Ein Zugang zu Wohngebäuden ist dafür jedoch nicht erforderlich. Alle Mitarbeitenden können sich entsprechend ausweisen. Neben tragbaren Messgeräten setzt ElbEnergie ein Spezialfahrzeug der Firma Regiocom mit Lasersensoren ein. Zusätzlich ergänzen Drohnen und weitere Inspektionen die turnusmäßigen Kontrollen nach den Vorgaben des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Wird eine Leckage festgestellt, wird die Austrittsstelle mithilfe der Messtechnik genau lokalisiert. Anschließend veranlasst ElbEnergie eine schnelle Instandsetzung, um Schäden zu beheben und die sichere Gasversorgung aufrechtzuerhalten.Warum überprüft ElbEnergie 2026 das Gasnetz in Nordniedersachsen?
Wie werden Gasleitungen auf Undichtigkeiten überprüft?
Welche Städte und Gemeinden sind von den Gaskontrollen betroffen?
Müssen Anwohner den Gasspürern Zutritt zu ihrem Haus gewähren?
Welche Technik nutzt ElbEnergie zur Lecksuche im Gasnetz?
Was passiert, wenn bei der Kontrolle eine Undichtigkeit im Gasnetz entdeckt wird?
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.