Weihnachtsdörfer tauschen sich in Himmelpforten aus
- Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Treffens vor der Villa von Issendorff in Himmelpforten
- Foto: Reimers
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Wo landen eigentlich die Wunschzettel an Christkind, Weihnachtsmann und Nikolaus – und wer sorgt dafür, dass die Kinder eine Antwort erhalten? Hinter den bekannten Weihnachtspostämtern steckt viel ehrenamtliches Engagement. Am vergangenen Wochenende kamen Vertreter mehrerer deutscher Weihnachtsdörfer im Christkinddorf Himmelpforten zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und über Veränderungen bei der Weihnachtspost zu sprechen.
Angereist waren Vertreter aus St. Nikolaus im Saarland, Himmelstadt bei Würzburg sowie aus Himmelreich und Himmelsthür in Niedersachsen. Nur Himmelpfort in Brandenburg konnte der Einladung in den Landkreis Stade nicht folgen.
Für die Beteiligten war es eine besondere Zusammenkunft. „Das letzte Treffen fand 2018 bei uns in Himmelpforten statt“, berichtet Bernd Reimers vom Team Christkinddorf. Nach der Corona-Zeit sei es nun die erste Zusammenkunft gewesen. „Nach acht Jahren waren viele Vertreter zum ersten Mal dabei.“
Entsprechend viel Raum nahmen das gegenseitige Kennenlernen und der Erfahrungsaustausch ein. Schließlich verbindet die Weihnachtsorte eine besondere Aufgabe: Sie sorgen mit ihren ehrenamtlichen Helfern dafür, dass die Weihnachtspost von Kindern beantwortet wird.
Änderungen bei der Weihnachtspost
Ein wichtiges Gesprächsthema waren geplante Veränderungen bei der Deutschen Post beziehungsweise DHL. Das Unternehmen unterstützt nach Angaben von Reimers weiterhin alle Weihnachtsdörfer bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Einige Abläufe sollen jedoch ab diesem Jahr verändert und vereinfacht werden.
Das betrifft auch Details, die für die Weihnachtsdörfer einen großen Unterschied machen. „Beispielsweise sollen die Briefmarken für die Post an die Kinder nicht mehr aufgeklebt, sondern aufgedruckt sein“, erläutert Reimers.
Noch kritischer sehen die Himmelpfortener eine Änderung bei der persönlichen Ansprache. Künftig sollen die Kinder in den vorbereiteten Schreiben nicht mehr mit ihrem Vornamen angesprochen werden. Stattdessen heißt es einheitlich „Liebes Kind“. „Das kommt bei uns nicht so gut an, vorher war es persönlicher“, sagt Reimers. Gerade diese persönliche Note sei schließlich ein wichtiger Bestandteil der besonderen Weihnachtspost.
Die Vertreter der Weihnachtsdörfer wollen die Neuerungen nun zunächst während der kommenden Weihnachtssaison in der Praxis beobachten. Anschließend soll Bilanz gezogen werden. Für Januar ist eine gemeinsame Videokonferenz geplant. Dann wollen die Beteiligten zusammentragen, was sich bewährt hat und an welchen Stellen aus ihrer Sicht Verbesserungsbedarf besteht.
Damit soll der Austausch nach der achtjährigen Pause nicht wieder einschlafen – und die Weihnachtsdörfer künftig auch über die Entfernung hinweg enger miteinander verbunden bleiben.
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