Morsche Kaimauer an der Oste

Rostige Spundwände und morsche Holzpflöcke
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Uferbefestigung in Gräpel stark reparaturbedürftig / Geschätzte Baukosten: 400.000 Euro / "Finanzierungspaket schnüren"

tp. Gräpel. Dringend sanierungsbedürftig ist rund 100 Meter lange Kaimauer im Hafen des Oste-Dorfes Gräpel in der Gemeinde Estorf. Offen ist, wer die Kosten der von der Verwaltung auf rund 400.000 Euro geschätzten Instandsetzung trägt und wann die Reparatur beginnt.

Estorfs Bürgermeister Hans-Werner Hinck (SPD) teilte auf der jüngsten Ratssitzung mit, die Konstruktion aus Holzpflöcken (Dalben) und Spundwänden aus Metallplatten und Brettern sei verrottet und wackelig. Schwierigkeiten gebe es zudem mit mit dem weichen Boden am Oste-Ufer. Ergebnissen von Probebohrungen zufolge, befinde sich stellenweise erst in neun Metern Tiefe fester Untergrund.

Das Sanierungsvolumen übersteigt die finanziellen Kapazitäten der kleinen Geest-Gemeinde Estorf. Auf WOCHENBLATT-Nachfrage signalisiert daher der Chef der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten, Holger Falcke, die Bereitschaft zu einer Kostenbeteiligung. Falcke strebt eine Co-Finanzierung aus vielen verschiedenen Quellen an. Unter anderem hat der Samtgemeinde-Chef Fördertöpfe der Metropolregion Hamburg-Niedersachsen und Zuschüsse aus dem "Leader"-Projekt der EU für strukturschwache ländliche Regionen im Blick: "Wir wollen ein Finanzierungspaket schnüren."

Holger Falcke und Hans-Werner Hinck hoffen in diesem Zusammenhang auf eine Wiederaufnahme der Region Kehdingen-Oste, zu der Estorf gehört, in das "Leader"-Programm. Die Bewerbung ist bereits erfolgt. Falcke erwartet im Frühjahr 2015 einen Bescheid.

Bürgermeister Hinck rechnet frühestens Anfang 2016 mit einem Baubeginn. Bis dahin muss sich die Kommune mit provisorischen Sicherungsmaßnahmen begnügen, die jetzt schon bei Bedarf von Mitarbeitern des zuständigen Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) durchgeführt werden.

Übrigens: Der Betrieb der Prahmfähre in Gräpel ist von dem Sanierungsstau an der Ufermauer nicht direkt betroffen. Die bei Radfahrern beliebte Oste-Fähre legt in einigen Metern Entfernung vom baufälligen Kai an, um Passagiere an Bord zu lassen. Wohl aber wird die Fähre, die während der Sommermonate verkehrt, über Nacht an der Kaimauer befestigt.

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Thorsten Penz aus Stade

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