Waldumbau und Pflanzungen
Holzernte in Himmelpforten startet Anfang Juni
- In den Wäldern bei Himmelpforten beginnt im Juni die Holzernte
- Foto: Niedersächsische Landesforsten
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Ab Anfang Juni beginnen die Niedersächsischen Landesforsten im Forstort Himmelpforten der Revierförsterei Beverns mit umfangreichen Holzerntemaßnahmen. Auf einer Fläche von rund 25 Hektar werden dabei verschiedene Waldbestände bearbeitet. Die Arbeiten erfolgen mit modernen Holzerntemaschinen und werden sich voraussichtlich bis Anfang Juli erstrecken.
Arbeiten bewusst in der trockenen Jahreszeit
Die Holzernte findet bewusst in der aktuell trockenen Jahreszeit statt. Hintergrund sind die empfindlichen Waldböden sowie die zahlreichen Wander- und Wirtschaftswege im Bereich Himmelpforten. Würden die Arbeiten erst in den niederschlagsreichen Herbst- oder Wintermonaten durchgeführt, wären die Schäden an Rückegassen und Wegen deutlich größer.
„Viele Menschen verbinden Holzernte eher mit Herbst und Winter. In einigen Bereichen ist es aber sinnvoller und schonender für den Boden, die Arbeiten in trockenen Frühjahrsphasen durchzuführen“, erklärt der zuständige Revierförster Hauke Klattenberg. „Gerade auf den hier empfindlicheren Standorten können wir so Wege und Waldboden besser schützen und gleichzeitig die Voraussetzungen für den kommenden Waldumbau schaffen.“
Lärchenholzernte und Vorbereitung neuer Pflanzungen
In der diesjährigen Holzernte wird vor allem Lärchenholz geerntet. Zusätzlich werden jüngere Laubholzbestände mit Bergahorn, Eiche und Buche gepflegt. Ein Teil der bearbeiteten Flächen wird anschließend für neue Pflanzungen vorbereitet. Insgesamt sollen rund vier Hektar im sogenannten Voranbau entwickelt werden – also durch den gezielten Anbau junger Bäume unter dem schützenden Schirm eines bestehenden Altbestandes. Geplant sind Pflanzungen von Weißtanne, Lärche und Buche im Spätsommer und Herbst.
Waldumbau als Reaktion auf den Klimawandel
Der Waldumbau spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Niedersächsischen Landesforsten reagieren mit widerstandsfähigeren Mischwäldern auf die zunehmenden Herausforderungen durch Trockenheit und Klimawandel. Besonders die trockenen Frühjahrsmonate der vergangenen Jahre haben Auswirkungen auf die Pflanzzeiten. Kleinere Ballen- und Containerpflanzen müssen mittlerweile häufig bereits im September gesetzt werden, damit sie noch ausreichend Feuchtigkeit für ein gutes Anwachsen nutzen können.
Naturschutz und Brutzeiten werden berücksichtigt
Auch während der Brut- und Setzzeit dürfen die Niedersächsischen Landesforsten Holzerntearbeiten durchführen, wenn bestimmte naturschutzfachliche Vorgaben eingehalten werden. Dazu zählen unter anderem der konsequente Schutz von Horst- und Höhlenbäumen sowie die Aussparung besonders strukturreicher Waldbereiche mit vielen Alt- und Habitatbäumen. Solche sensiblen Bereiche werden außerhalb der Brut- und Setzzeit bearbeitet.
Zudem werden sämtliche Maßnahmen eng mit dem betriebsinternen Naturschutz abgestimmt. Vor Beginn der Arbeiten werden die Flächen intensiv geprüft und bewertet. Ziel ist es, notwendige Waldpflege, Verkehrssicherung und Waldumbau mit den Anforderungen des Arten- und Naturschutzes in Einklang zu bringen.
Einschränkungen für Waldbesuchende möglich
Für Waldbesuchende kann es während der Arbeiten zeitweise zu Einschränkungen auf einzelnen Wegen kommen. Die Niedersächsischen Landesforsten bitten darum, Absperrungen und Hinweisschilder aus Sicherheitsgründen unbedingt zu beachten. Holzerntearbeiten mit schweren Maschinen zählen zu den gefährlichsten Tätigkeiten im Wald.
Brennholz kann bestellt werden
Anfallendes Brennholz kann nach Vorlage eines gültigen Motorsägenscheins direkt bei der Revierförsterei per E-Mail bestellt werden. „Wir freuen uns immer, wenn das Holz aus unseren heimischen Wäldern auch regional genutzt wird“, sagt Hauke Klattenberg. „Wer Interesse an Brennholz hat, kann sich gerne frühzeitig bei uns melden.“
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