Baumaßnahmen für den Naturschutz
Mehr Wasser für das Hohe Moor
- Hochmoor-Bläuling im Hohen Moor
- Foto: ÖNSOR
- hochgeladen von Pauline Bellmann
Ohne Wasser kein Moor. Deshalb setzen das Naturschutzamt Stade und die Ökologische NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) im Naturschutzgebiet Hohes Moor im Landkreis Stade gezielt auf Wasserrückhalt. Ziel ist es, die typische Moorvegetation zu stärken und bedrohte Tierarten zu schützen. Während der Arbeiten kann es auf dem Wegeabschnitt „Königsmoordamm“ zu Einschränkungen kommen.
Im Mittelpunkt steht die sogenannte „Blumenthaler Moorfläche“, eine der bedeutendsten Flächen im Gebiet. „Es handelt sich um eine Feuchtheidefläche mit kennzeichnenden Zwergsträuchern wie Glockenheide, Rosmarinheide oder Moosbeere“, erklärt Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes in Stade. Auch spezielle Torfmoose kommen hier vor.
Untersuchungen zeigten jedoch problematische Wasserverluste, etwa durch Torfsackungen oder Fahrspuren. „Die ermittelten Leckagestellen bedingen vor allem im Sommer eine Unterversorgung der nässebedürftigen Moorvegetation mit Wasser“, so Dr. Hans-Bert Schikora, wissenschaftlicher Mitarbeiter der ÖNSOR. Verminderte Torfbildung und ein erhöhtes Aufkommen von Gehölzen, die die empfindliche Fläche beschatten, stellen ebenfalls ein Problem dar.
Um dem entgegenzuwirken, wird ein Damm saniert und stellenweise erhöht. Dafür müssen Gehölze entfernt und Torf bewegt werden. „Das ist aufwendig und sieht im ersten Augenblick etwas gewaltig aus“, so Andreas. „Aber manchmal müssen im Naturschutz umfangreiche Maßnahmen durchgeführt werden, um selten gewordene Lebensgemeinschaften mit zahlreichen gefährdeten Arten zu schützen.“
Redakteur:Pauline Bellmann aus Buxtehude |
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