Auf Müll verzichten

Elisabeth Dallmann verkauft die Milch ihrer Kühe in Mehrwerg-Verpackungen
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Zwar gibt es in der Region keinen Unverpackt-Laden, Plastikmüll lässt sich aber trotzdem vermeiden

(as). Nicht nur in den Unverpackt-Geschäften in Großstädten lässt sich beim Lebensmitteleinkauf Plastikmüll vermeiden. Auch die vielen Hofläden in der Region bieten ihre Produkte unverpackt an. Z.B. der Hofladen vom Hof Wörme Nr. 2 (in Wörme, Landkreis Harburg), der Trockenfrüchte, Körner und einige Süßigkeiten seit etwa einem halben Jahr unverpackt im Sortiment hat. Gerne würde Betreiberin Christina von Hörsten mehr Produkte unverpackt anbieten, das ist aber schwierig. „Einige Waren dürfen nicht zu lange stehen. Man braucht einen gewissen Durchlauf im Unverpackt-Laden, den haben wir hier nicht.“ Zwar kommen einige Stammkunden vorbereitet mit ihren Gläsern und Dosen zum Einkaufen. „Aber bei uns kaufen auch viele Touristen ein - die haben natürlich keine Behälter dabei.“ Unverpackt-Geschäfte würden eher in Großstädten funktionieren, meint sie.
Wenn es mal schnell gehen muss oder keine Lust zum Kochen da ist, bietet das Restaurant Meyers Linde aus Ehestorf Mahlzeiten im Weckglas an. Die aus regionalen Produkten hergestellten Eintöpfe zum Mitnehmen sind im Restaurant und in einem Unverpackt-Laden in Hamburg erhältlich.
Joghurt, Milch, Butter oder Käse vom Milchbauern direkt nach Hause - das bietet der Hof Dallmann aus Dohren an. Der Familienbetrieb beliefert private Haushalte, Kindergärten, Schulen und Hofläden. Dabei setzt Familie Dallmann u.a. auf ein Pfandsystem mit leichten, umweltfreundlichen Mehrweg-Behältern. 500 Gramm Joghurt, ein oder zwei Liter Milch bieten Dallmanns in wiederverwendbaren Bechern und Flaschen an. „Unsere Kunden spülen die Behälter nach Gebrauch einfach kurz aus, bei der nächsten Bestellung nehmen wir sie dann mit, reinigen sie und befüllen sie von Neuem“, erklärt Elisabeth Dallmann, die gemeinsam mit ihrem Mann Henrik den Hof betreibt. Die Behälter werden zwar aus dem Kunststoff Tritan hergestellt, aber „Tritan ist BPA-frei, säure- und laugenbeständig und geschmacksneutral“, sagt Dallmann. Einige Behälter sind seit über zehn Jahren im Umlauf. „Wir beliefern viele Kindergärten, da ist es wichtig, dass die Flaschen robust und nicht zu schwer sind - deshalb und wegen des hohen Wasserverbrauchs bei der Herstellung haben wir auf Glasflaschen verzichtet“, so Elisabeth Dallmann. Bei der Verpackung ihrer Milch spiele die Herstellung und Umweltverträglichkeit der Behälter eine große Rolle. „Auch für unser eigenes Gewissen“, sagt Elisabeth Dallmann. Das kommt an: Auch auf den Ständen des Hof Dallmanns auf den Wochenmärkten in Buchholz, Harburg und Tostedt sind die Mehrwegbehälter gefragt. „Wir haben immer mehr Kunden, die auf Müll verzichten wollen“, stellt Elisabeth Dallmann fest.

Elisabeth Dallmann verkauft die Milch ihrer Kühe in Mehrwerg-Verpackungen
Fotos: as
Die Pfandbecher und -flaschen bestehen aus Tritan und werden seit über zehn Jahren wiederverwendet
Autor:

Anke Settekorn aus Rosengarten

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