Schüler der Oberschule Rosengarten organisieren Spendenaktionstag für Menschen mit Beeinträchtigung
Dieser Unterricht hat Vorbildfunktion

Anna Rusch (li.) und Natalia Biscan organisieren den
Spenden-Aktionstag
  • Anna Rusch (li.) und Natalia Biscan organisieren den
    Spenden-Aktionstag
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mi. Nenndorf. Mathematik-Olympiade und Zukunftswerkstatt - Schulaktionstage im sogenannten MINT-Bereich (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) gibt es viele. An der Oberschule Rosengarten zeigen jetzt Schüler des Kurses Gesundheit und Soziales, dass auch die sozialwissenschaftlichen Fächer das Potenzial für interessante Projekte und Veranstaltungen jenseits des normalen Schulunterrichts bieten. An der Schule findet am Montag, 27. Mai, von 15.30 bis 17.30 Uhr ein Aktionstag zum Thema Leben mit Beeinträchtigung statt. Daran angeschlossen ist eine Spendenaktion.

"Der Aktionstag wird von den Schülern selbstständig organisiert", erklärt Politiklehrerin Anke Roost, die den Kursus Gesundheit und Soziales an der Schule leitet.
Federführend dabei sind die Schülerinnen Anna Rusch und Natalia Biscan. "Mit dem Aktionstag wollen wir die Menschen dafür sensibilisieren, was es bedeutet, mit einer Beeinträchtigung zu leben", erklären die Schülerinnen. An verschiedenen Mitmachstationen simulieren sie deswegen unterschiedliche Beeinträchtigungen. "Was bedeutet es, wenn das Supermarkt-Regal für Rollstuhlfahrer viel zu hoch ist? Wie lässt sich der Alltag mit Sehbeeinträchtigung oder Taubheit meistern? Diese Fragen und Gefühle wollen wir den Besuchern des Mitmach-Tags näher bringen", erklärt Natalia Biscan. Im Rahmen des Schulunterrichts sei sie selbst einmal im Rollstuhl in einem Supermarkt einkaufen gewesen. "Das war für mich einen sehr lehrreiche Erfahrung und hat uns auf die Idee zu dem Aktionstag gebracht", so die Jugendliche. Den notwendigen medizinischen und sozialen Hintergrund erfahren die Besucher auf verschiedenen Präsentationen zu den Beeinträchtigungen. Eingebettet ist das Ganze in eine Spendenaktion zugunsten der Alsterpalette. Die Alsterpalette gehört unter dem Dach der Diakonie Hamburg zur gemeinnützigen Alsterdorf Assistenz West GmbH, die im Rahmen der Tagesförderung Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung betreibt. Spenden wollen die Schüler durch einen Flohmarkt sowie den Verkauf von Kaffee und Kuchen einnehmen, natürlich sind auch Spenden darüberhinaus willkommen. Bereits im Vorfeld der Aktion hatten die Kurs-Teilnehmer durch verschiedene Aktionen rund 900 Euro für die "Alsterpaletten" gesammelt.
Für Anna Rusch und Natalia Biscan ist die Aktion mehr als nur eine Schulveranstaltung: "Wir haben uns für dieses Projekt entschieden, weil es uns wichtig ist, Menschen, denen es nicht möglich ist am alltäglichen Berufsleben teilzuhaben, zu unterstützen."

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