Ein Original ist für immer gegangen

So kannte man ihn: Heimatforscher Werner Voß im Sottorfer Forst vor einem alten Begrenzungsstein
  • So kannte man ihn: Heimatforscher Werner Voß im Sottorfer Forst vor einem alten Begrenzungsstein
  • hochgeladen von Mitja Schrader

Werner Voß, Hobby-Archäologe und Urgestein der Heimatforschung, verstarb im Alter von 88 Jahren

mi. Sottorf. Sottorf trauert um Werner Voß. Der umtriebige Heimatforscher starb jetzt im Alter von 88 Jahren. Wohl keiner kannte die Historie der Region besser als er. Warum heißt Sottorf Sottorf oder was sind das für alte Steine im Wald - wenn jemand die Antwort wusste, war es Werner Voß. Durch seine zahlreichen Werke zur regionalen Geschichte war der Heimatforscher über die Region hinaus bekannt.
Werner Karl Otto Voß erblickte in Rastow, Mecklenburg-Vorpommern, am 14. November 1925 das Licht der Welt. Nach der Schule folgten Fronteinsatz und bis 1949 Gefangenschaft in Russland. Seine Erlebnisse dort verarbeitete Werner Voß später in seiner Autobiographie „Jahrgang 1925 - Was meine Kinder wissen wollen“.
Nach dem Krieg versuchte Werner Voß in der DDR Fuß zu fassen. Er scheitert. Für den jungen Mann, der sich nicht Konventionen pressen lassen will, gibt es keinen Platz im Arbeiter- und Bauernstaat. Am 3. Oktober 1950 floh Werner Voß über die Elbe in die Bundesrepublik, fand in Hamburg Arbeit als Weber und lernte dort seine Frau Inge kennen. Nach dem Studium arbeitete er als Geschäftsführer bei der Hamburger Hochbahn. Eine Krawatte trug er dabei nie. Denn Uniformierung war ihm nach seinen Kriegserfahrungen auf Lebenszeit zuwider.
Werner Voß war heimatverbunden, er liebte seinen Garten und die Natur. 1978 gründete er die Plattdeutsche Bühne „Bickbeern Schweizer Speeldeel“. Dort engagierte er sich lange Jahre als Regisseur. Es ist wohl auch sein Verdienst, dass die Gruppe bis heute besteht.
Über die Ortsgrenzen hinaus bekannt war Werner Voß durch seine Arbeit als Heimatforscher. Zielstrebig, gewissenhaft mit unglaublicher Akribie und einem guten Schuss Selbstüberzeugung, widmete er sich nach seiner Pensionierung der Historie seines Wohnorts Sottorf und der näheren Umgebung. Er gab eine heimatgeschichtliche Reihe heraus, avancierte bald zum Kenner der lokalen Geschichte. Es folgten zahlreiche Publikationen und Aufsätze in lokalen Zeitungen. War ein Projekt abgeschlossen, hatte der unermüdliche Forscher bereits das nächste in der Pipeline. Sein letztes Werk erschien erst im vergangenen Jahr.
In Erinnerung bleiben wird seinen Mitmenschen aber nicht nur der umtriebige, wissbegierige und zielstrebige Forscher, sondern auch der großzügige, gewissenhafte und stets humorvolle Ehemann, Vater, Freund, Opa und Uropa, der, so sagen die Menschen die ihn gut kannten, oft „den Schalk im Nacken“ hatte.
Werner Voß hinterlässt seine Frau Inge, fünf Kinder, 15 Enkel und drei Urenkel.

Panorama
Fieberambulanzen könnte eine Anlaufstelle für Grippe- und Corona-Verdachtsfälle sein

Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn
Fieberambulanzen gegen Corona und Grippe

(tk). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schlug angesichts der beginnenden Grippewelle und der weiter bestehenden Gefahr einer Ausbreitung von Corona vor, dass es Fieberambulanzen geben sollte. In diesen Praxen werden vor allem diejenigen behandelt, die mit klassischen Atemwegserkrankungen zum Arzt wollen und wo noch unklar ist, ob es eine Erkältung, ein fieberhafter Infekt oder doch das neuartige COVID-19-Virus ist. Fieberambulanzen sollen nach Spahns Meinung dabei helfen, dass...

Politik
Oliver Grundmann (2.v.re.) erhielt deutlich mehr Stimmen als Katharina Merklein (re.)

Stader setzt sich deutlich gegen Kontrahentin durch
Oliver Grundmann als CDU-Direktkandidat für die Bundestagswahl 2021 nominiert

jd. Stade. Oliver Grundmann wird im kommenden Jahr erneut Direktkandidat der CDU für die Bundestagswahl sein. Am Donnerstagabend wurde der Jurist aus Stade mit großer Mehrheit für die im Herbst stattfindende Wahl nominiert. Grundmann tritt damit nach 2013 und 2017 zum dritten Mal im Wahlkreis Stade I / Rotenburg II an. Auf der Nominierungsversammlung im Stadeum setzte sich Grundmann mit 174 zu 55 Stimmen gegen seine Gegenkandidatin Katharina Merklein aus Zeven durch. Auf Grundmann entfielen...

Panorama
Vorläufiges Konzept: Ähnlich wie in diesem Entwurf stellt sich die "Calluna-Bike"-Gemeinschaft der Zweirad-Freunde die Mountainbike-Strecken mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden rund um den Paaschberg vor
3 Bilder

Initiative hat spektakuläre Pläne
Mekka für Mountainbiker in Salzhausen?

ce. Salzhausen. Mit dem "Projekt Bergrettung" befassen sich derzeit die Kommunalpolitiker in Salzhausen. Was zunächst irreführend klingt wie eine Kooperation zwischen Salzhäusern und Schweizern bei einer Hilfsaktion in den Alpen, ist tatsächlich ein spektakuläres Vorhaben in hiesigen Gefilden: Mehrere Fahrradfreunde haben sich zusammengeschlossen, um den Salzhäuser Paaschberg als "Ort der Freizeitgestaltung und Lernort" zu einem Besuchermagneten zu machen. Auf dem von einem Wald dicht...

Panorama
"Hier sind alle sehr wachsam": (v. li.) Dr. Werner Raut (Chefarzt Medizinische Klinik), Astrid Schwemin (leitende Amtsärztin Landkreis Harburg) und Norbert Böttcher (Geschäftsführer Krankenhäuser Buchholz und Winsen)

Zwei Ärzte und zwei Pflegekräfte betroffen / Gesundheitsamt und Geschäftsführung beruhigen
Vier Corona-Fälle im Krankenhaus Buchholz

os. Buchholz. Im Buchholzer Krankenhaus sind vier Corona-Fälle aufgetreten. Betroffen seien zwei Ärzte und zwei Pflegepersonen, erklärten Astrid Schwemin, leitende Amtsärztin des Landkreises Harburg, und Dr. Werner Raut, Chefarzt der Medizinischen Klinik am Krankenhaus Buchholz, im Gespräch mit dem WOCHENBLATT. Man habe die "klassischen Maßnahmen" ergriffen, erklärt Schwemin. Die Betroffenen wurden in Quarantäne geschickt, und zwar für zunächst zehn Tage, wie es bei unkomplizierten Verläufen...

Blaulicht
Die Zahl der Autodiebstähle steigt im Landkreis Harburg rasant an. Der Schaden liegt innerhalb weniger Wochen bei mehr als 750.000 Euro (Szene gestellt)   Foto: polizei-beratung.de
2 Bilder

750.000 Euro Schaden in drei Monaten
Landkreis Harburg: Eine Hochburg für Autodiebe

thl. Winsen. Die Zahl der Autodiebstähle im Landkreis Harburg nimmt immer weiter zu - und stellt die Ermittler der Polizei vor nahezu unlösbare Aufgaben. Denn die Täter hinterlassen so gut wie keine Spuren. "Im August wurden im Landkreis Harburg drei Komplettentwendungen von Pkw angezeigt, im September waren es bis heute vier", bestätigt Polizeisprecher Jan Krüger auf Nachfrage. "In insgesamt vier weiteren Fällen blieb es beim Versuch, entsprechende Spuren waren an betroffenen Fahrzeugen zu...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen