Tiergestützte Arbeit aus Vahrendorf
Vom WOCHENBLATT in die NEUE POST
- Leckerlis und ganz viel Zuneigung: Für Herkules und Cerberus gehört beides dazu. Gemeinsam mit Gabriele Staatz-Duckert schenken die beiden Support Dogs anderen Menschen besondere Momente
- Foto: tml
- hochgeladen von Tina Lüecke
Manchmal zieht eine Geschichte Kreise. Nachdem das WOCHENBLATT über Gabriele Staatz-Duckert und ihre Arbeit mit den SupportDogs Herkules und Cerberus berichtet hatte, wurde Journalistin Christine Wollmann auf die Vahrendorferin aufmerksam. Über Sabine Neumann-Heiden von der Hundeschule DOGSCODE in Winsen kam der Kontakt zustande. Es folgten ein Fototermin und ein langes Interview. Das Ergebnis: eine Reportage in „Auf einen Blick“. Am 26. August erscheint die Geschichte außerdem in der „NEUE POST“.
Plötzlich selbst im Mittelpunkt
Für die Reportage begleiteten Journalistin und Fotograf Staatz-Duckert bei einem Einsatz im BeneVit-Haus Kiekeberg in Nenndorf. Fünf Bewohnerinnen machten bei den Aufnahmen mit. „Die waren alle total vorbereitet, das muss ich wirklich sagen“, erzählt Staatz-Duckert. Dass diesmal sie selbst im Mittelpunkt steht, ist für die Vahrendorferin ungewohnt. Doch sie sieht darin vor allem eine Chance: zu zeigen, was hinter der tiergestützten Arbeit tatsächlich steckt. „Ganz viele denken tatsächlich immer noch, da kommst du irgendwo hin und lässt ihn streicheln, und dann ist gut“, sagt sie. Tatsächlich bereitet Staatz-Duckert jeden Einsatz vor, entwickelt Spiele und stimmt sie auf die Menschen und deren Tagesform ab. Hinzu kommen Ausbildung, Nachbereitung, Zeit und eigene Kosten. „Man macht das obendrauf“, sagt sie und lacht. „Nicht, weil man nichts zu tun hat.“
Wenn auf einmal ein Lächeln kommt
Warum sich dieser Einsatz lohnt, erlebt Staatz-Duckert immer wieder. Da ist etwa die Frau im Rollstuhl, die nicht mehr sprechen kann und deren Gesicht meist regungslos bleibt. Kommt Herkules zu ihr, verändert sich das: „Dann ist mit einem Mal alles weg, und sie lächelt nur noch diesen Hund an.“ Eine andere Bewohnerin, die früher still im Raum saß, lässt heute schon einmal ihren Rollator stehen, um schneller zu den Hunden zu kommen. Auch im Waldkindergarten erlebte Staatz-Duckert, wie schnell anfängliche Zurückhaltung verschwand. Bald wollten die Kinder Cerberus nur noch „füttern, streicheln, füttern, streicheln“.
Inspiration für Andere
Dass der Wochenblatt-Bericht auch andere ermutigt hat, freut sie besonders. Eine frisch ausgebildete Kollegin aus dem Raum Uelzen meldete sich in der gemeinsamen WhatsApp-Gruppe: Der Artikel habe ihr den Anstoß gegeben, nun ebenfalls loszulegen.
Für Staatz-Duckert ist die unerwartete Aufmerksamkeit damit vor allem eines: eine besondere Form der Anerkennung für ein Ehrenamt, in das sie viel Zeit, Herz und Energie steckt. Denn Menschen, die sich selbstverständlich für andere einsetzen, stehen nur selten selbst im Mittelpunkt. Diesmal ist es anders – und das darf auch einmal so sein.
Gabriele Staatz-Duckert und ihre Hunde sind am Sonntag, 16. August, beim Sommerfest des BeneVit-Hauses Kiekeberg in Nenndorf zu Gast. Das Fest läuft von 11 bis 17 Uhr
Redakteur:Tina Lüecke aus Buchholz |
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