CDU Rosengarten lud zur Podiumsdiskussion
Die Mobilität stärken

Diskutierten über den Schienennahverkehr (v. li.): die stv. Fraktionsvorsitzende der CDU Rosengarten, Anke Grabe, Verkehrsminister Bernd Althusmann, Verkehrskoordinatorin Dr. Susanne Dahm, Fahrgastbeirat Stefan Kindermann und Karsten Leist, Geschäftsführer der Nord Ost Niedersachsen Bahn
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  • Diskutierten über den Schienennahverkehr (v. li.): die stv. Fraktionsvorsitzende der CDU Rosengarten, Anke Grabe, Verkehrsminister Bernd Althusmann, Verkehrskoordinatorin Dr. Susanne Dahm, Fahrgastbeirat Stefan Kindermann und Karsten Leist, Geschäftsführer der Nord Ost Niedersachsen Bahn
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as. Nenndorf. Die Schwierigkeiten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) waren jetzt Thema einer Podiumsdiskussion der CDU Rosengarten. Unter dem Titel "Fährt ein Zug nach nirgendwo" hatten die Christdemokraten in der Reihe "Politik im Dialog" namhafte Fachleute wie Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann, Dr. Susanne Dahm (Verkehrskoordinatorin des Landkreises Harburg), Karsten Leist (Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost Niedersachsen mbH) und Fahrgastbeirat Stefan Kindermann eingeladen, um mit den Bürgern Sorgen, Nöte und Wünsche an den ÖPNV zu diskutieren. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Anke Grabe, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion und Kleckens Ortsbürgermeisterin. Rund 120 Gäste aus dem gesamten Landkreis Harburg waren der Einladung gefolgt.
Die größten Probleme sahen die Bürger in der fehlenden Zuverlässigkeit im Bahnverkehr. "Warum soll man auf die Bahn umsteigen, wenn im Berufsverkehr morgens und abends die Bahn durch Zugausfälle und Verspätungen glänzt?", so der Tenor. Verkehrsminister Dr. Althusmann erläuterte die Situation der Bahn und stellte fest, dass die Hauptschwierigkeiten durch den Knoten Hamburger Hauptbahnhof entstehen. Fehlende Kapazitäten im Gleisbereich und ein in die Jahre gekommener Bahnhofsbereich führten immer wieder zu Problemen. Hinzu käme, dass die Gleise und Bahnhöfe eine dichtere Taktung oder längere Züge nicht aufnehmen könnten. Auch personelle Probleme, z.B. zu wenige Lokführer, verhinderten die Ausweitung des Verkehrs auf der Schiene.
Wie Bernd Althusmann betonte, sei Niedersachsen im ständigen Dialog mit Hamburg, um eine Verbesserung der Situation herbeizuführen. Althusmann konnte aber in diesem Punkt vor 2026 keine Lösung in Aussicht stellen.
Ein weiterer Diskussionspunkt war die Anbindung des ländlichen Raums an den Verkehr in der Metropolregion Hamburg. U. a. wurden die Taktung des Busverkehrs, fehlende Parkraumflächen an den Bahnhöfen und die Forderung nach individuellen Lösungen wie den Ridesharingservice Moia oder Anrufsammeltaxen angesprochen. Die Infrastruktur soll u.a. durch das 2019 verabschiedete Mobilitätskonzept Niedersachsens verbessert werden. Auch die Mobilität für kranke und ältere Menschen auf dem Land solle gestärkt werden.
Karsten Leist berichtete von Verbesserungen im Schienenbereich und moderneren Zügen. Er kündigte an, sich auch für sauberere Bahnhöfe einzusetzen.
Verkehrskoordinatorin Dr. Dahm informierte die interessierten Bürger, dass in der Koordination mit Hamburg schon darauf geachtet werde, dass im Richtungsverkehr Straße und Schiene nicht zur gleichen Zeit mit Baumaßnahmen belastet werden. Der Erfolg dieser Gespräche sei allerdings noch nicht merkbar bei den Verkehrsteilnehmern angekommen. Hier bestünde noch Luft nach oben zur Verbesserung der Situation. Insgesamt könne für die Metropolregion festgestellt werden, dass die Kommunikation der Bundesländer Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zum Thema Verkehr durch die handelnden Minister und Staatsräte deutlich verbessert worden sei und langsam aber stetig wirksame Methoden zur Steigerung der Nutzung des ÖPNV gemeinsam entwickelt würden.
Auf Missstände und Probleme im ÖPNV wies auch Stefan Kindermann als Mitglied des Fahrgastbeirates hin. Er vertritt die Interessen der Fahrgäste und setzt sich ehrenamtlich für eine Verbesserung des ÖPNV ein. Er berichtete von den Bemühungen, die Situation für die Bahn-Pendler zu verbessern. Gleichwohl sei nur langsam eine Verbesserung zu erwarten.
Auch das Thema der Elektromobilität wurde angesprochen. Allerdings waren viele Teilnehmer skeptisch, ob dieses im ländlichen Raum eine Lösung sein kann. Wegen fehlender Infrastruktur und langer Wege seien hier der Nutzung Grenzen aufgelegt.
Die Bürger nahmen interessiert an der Diskussionsrunde teil, wenn die Informationen auch nicht in allen Punkten zufriedenstellend waren.
Nach etwa zwei Stunden verabschiedete Anke Grabe alle Teilnehmer und versprach, dass die CDU Rosengarten auch in Zukunft dieses Thema im Fokus hält.

Diskutierten über den Schienennahverkehr (v. li.): die stv. Fraktionsvorsitzende der CDU Rosengarten, Anke Grabe, Verkehrsminister Bernd Althusmann, Verkehrskoordinatorin Dr. Susanne Dahm, Fahrgastbeirat Stefan Kindermann und Karsten Leist, Geschäftsführer der Nord Ost Niedersachsen Bahn
Rund 120 Gäste waren gekommen, um ihre Sorgen und Nöte zum Bahnverkehr zu schildern
Autor:

Anke Settekorn aus Rosengarten

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