Volkstrauertag
Gedenken und Mahnung

Nenndorfs Ortsbürgermeister Heiko Schacht hielt die Rede anlässlich des Volkstrauertags am Mahnmal
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bim. Nenndorf. Der Opfer der beiden Weltkriege wurde am Sonntag anlässlich des Volktrauertages in vielen Orten des Landkreises Harburg gedacht. So auch in Rosengarten-Nenndorf.
Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer habe die Soldatengräber als die großen Prediger des Friedens bezeichnet, erläuterte Nenndorfs Ortsbürgermeister Heiko Schacht in seiner Rede. Der Volkstrauertag sei dem Gedenken der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft gewidmet. Für die Angehörigen der im Zweiten Weltkrieg Getöteten sei es schmerzvoll und schwer zu ertragen gewesen, dass ihre Lieben für ein verbrecherisches Regime ihr Leben ließen. "So etwas darf sich nie wiederholen", so Heiko Schacht.
Der Volkstrauertag sei aber auch Mahnung zum Frieden in der Gegenwart, der nicht selbstverständlich sei. Auch wenn Europa kein Kontinent der Kriege mehr sei, werde es doch immer noch von Gewalt, Terror und neuen Diktatoren in der Welt erschüttert. Heiko Schacht sprach dabei den Krieg in Syrien, die Konflikte im Nahen Osten und die Terroranschläge in Europa an. Die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte mit Annäherungen und Völkerverständigung würden infrage gestellt.
Es gelte, ein friedliches Miteinander zu bewahren und sich ungeachtet von Religion oder Herkunft voller Toleranz und Hochachtung zu begegnen.
Neben verschiedenen Andersdenkenden fielen vor allem Juden dem nationalsozialistischen Terrorregime zum Opfer. Auf den bedenklichen, erstarkenden Antisemitismus ging Pastorin Katharina Behnke u.a. in ihrer Predigt ein. Ob man selbst unbewusste Vorurteile gegenüber Juden habe, könne man online mit dem sogenannten Vorurteile-Test der amerikanischen Harvard-Universität (www.implicit.harvard.edu/implicit/) herausfinden. Da die wenigsten heutzutage Juden wirklich kennen, vermittelt der Verein "Rent a Jew" jüdische Gesprächspartner an Schulen und Kirchen, um durch den Dialog das oft abstrakte Bild von Juden aufzubrechen und dabei zu helfen, Vorurteile abzubauen. "Was wir als Kirche gegen Ressentiments und Verschwörungstheorien tun können, werden wir tun", stellte Katharina Behnke klar.
Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier mit Kranzniederlegung am Mahnmal unter Beteiligung der Bürger, der Nenndorfer Vereine und Organisationen vom Fanfarenzug Nenndorf.

Nenndorfs Ortsbürgermeister Heiko Schacht hielt die Rede anlässlich des Volkstrauertags am Mahnmal
Der Fanfarenzug Nenndorf umrahmte die
Veranstaltung zum Volkstrauertag in Nenndorf
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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