++ EILMELDUNG ++

Erneuter Corona-Ausbruch in Stader Pflegeheim. Geplante Impfungen können nicht stattfinden!

Halbzeit für Dirk Seidler

Mit dem neuen Rathaus hat Bürgermeister Dirk Seidler die größte Investition, die die Gemeinde Rosengarten jemals getätigt hat, federführend begleitet
  • Mit dem neuen Rathaus hat Bürgermeister Dirk Seidler die größte Investition, die die Gemeinde Rosengarten jemals getätigt hat, federführend begleitet
  • Foto: as
  • hochgeladen von Anke Settekorn

as. Nenndorf. Vier Jahre ist es jetzt her, dass Rosengartens Bürgermeister Dirk Seidler (53) als parteiloser Kandidat zum Verwaltungschef gewählt wurde, seit dreieinhalb Jahren ist er im Amt. Halbzeit für Dirk Seidler. Das nimmt das WOCHENBLATT zum Anlass für eine Zwischenbilanz.
Bereits im Wahlkampf sei die Zusammenarbeit mit der Politik sehr gut gewesen, erinnert sich Dirk Seidler. Der Verwaltungsfachmann aus Hambühren wurde von Beginn an von einem Bündnis SPD, CDU, UWR und der FDP unterstützt.
Eines von Seidlers Themen war dabei eine "Politik der Sachlichkeit". "Das gelingt uns gut. Die Masse der Entscheidungen wird mit Mehrheitsbeschlüssen oder einstimmig gefasst", sagt Seidler. So habe der Gemeinderat mit großer Mehrheit für das Rathaus und für das Zukunftskonzept gestimmt.
"Ich konnte viele Projekte federführend weiterbringen, die zu meinem Amtsantritt z.T. schon angeschoben oder im Kern angelegt waren", sagt Seidler. Wie z.B. die Gemeindeentwicklungsplanung, das Zukunftskonzept Rosengarten 2030. In mehreren Workshops haben Bürger und Politik gemeinsam festgelegt, wie Rosengarten zukünftig aussehen soll und so einen Rahmen für die Entwicklung der Gemeinde geschaffen.
Der Rathausneubau für rund 5,8 Millionen Euro (inklusive Vorplatz und Inventar), der derzeit errichtet wird, ist nicht unumstritten. "Dass man bei einem solchen Investitionsvolumen Widerstände überwinden muss, ist vollkommen normal - es handelt sich schließlich um die größte Investition, die jemals von der Gemeinde Rosengarten getätigt wurde", sagt Dirk Seidler. Das ÖPP-Verfahren sieht er nach wie vor positiv, was die Kosten und die Umsetzung angeht.
Auch die Parksituation in Klecken war bereits ein Thema in seinem Wahlkampf. Im vergangenen Jahr wurde der neue Park-and-Ride-Parkplatz eröffnet, derzeit wird die Anbindung an den Bahnsteig geschaffen. "Es gab etliche Verzögerungen. Es war schwierig, einen Ansprechpartner bei der Bahn zu finden, auch die Ausschreibung lief nicht ganz nach Wunsch", räumt Seidler ein. Dennoch ist er froh, den seit 2013 diskutierten Parkplatz endlich zu Ende zu bringen.
"Dass nicht alles klappt, damit muss man leben", sagt Seidler. Als Beispiel nennt er die Lockerung der Baumschutzsatzung. Seidler war dagegen, seiner Meinung nach entspricht die Satzung nicht mehr dem eigentlichen Schutzzweck, der mit einer Änderung der Baumschutzsatzung verfolgt werden sollte. "Ich hätte mir eine andere Regelung gewünscht, aber die Politik hat so entschieden", so Seidler. Das Thema sei kontrovers diskutiert worden, auch innerhalb der Parteien. "Es gibt hier kein Lagerdenken." Auch beim umstrittenen Friedwald entschied die Politik gegen die Verwaltung. Seidler: "Entscheiden und dann abhaken."
Der Verwaltungschef hat in seiner Amtszeit das Benevit-Haus Kiekeberg eröffnet und die Voraussetzungen für eine Seniorenwohnanlage in Vahrendorf geschaffen. "Die hatten viele schon aufgegeben", so Seidler.
Der Bürgermeister hat das Ratsinformationssystem "Allris" für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und die Bürgermeister-Sprechstunde abgeschafft. "Ich habe keine feste Sprechstunde, jeder kann kommen. Wenn ich Zeit habe, steht meine Tür offen", betont der Bürgermeister.
Dass er keiner Partei angehört, könne manchmal von Nachteil sein, "ich habe keine Hausmacht." Insgesamt sei so aber eine offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Politik entstanden. Eine weitere Amtszeit sei nach heutigen Gesichtspunkten vorstellbar, so der Bürgermeister, "aber nur, wenn ich den entsprechenden Rückhalt von der Politik erhalte. Ohne geht es nicht." Die Gemeinde Rosengarten zeichnet laut Seidler aus, dass gemeinsam für die Sache entschieden werde, auch bei unterschiedlichen Ansichten.
Eine Herausforderung für die zweite Amtszeit ist der Ausbau der familiengerechten Ganztagsbetreuung in Schulen und Kitas. Die Gemeinde plant derzeit in Nenndorf und im nördlichen Rosengarten den Kitabau. Eine zusätzliche Belastung stellt die Beitragsfreiheit dar. "Da sind hohe Defizite programmiert."
Dennoch blickt Seidler positiv in die zweite Amtshälfte. "Rosengarten ist eine Gemeinde, in der man gestalten kann. Wir sind leistungsfähig und werden es auch bleiben", versichert er.

Verwaltung statt Visionen

Sachorientiert, so beschreibt Dirk Seidler seine Arbeit. Er gehört keiner Partei an, wurde von einer bunten Mehrheit in seinem Wahlkampf unterstützt.
Diese Sachlichkeit steht ihm jedoch auch manchmal im Weg. Seidler ist ein Verwaltungsmensch: Er verwaltet die Gemeinde. Zwar bringt er Projekte erfolgreich zu Ende, mitunter fehlen aber eigene Visionen, um Rosengarten voranbringen. Impulse kommen häufig von außen, z.B. im Naturschutz.
Andererseits nimmt er dank seiner Sachlichkeit oft auch eine vermittelnde Rolle ein. So ist es Seidler z.B. gelungen, mit dem TuS Westerhof und der Politik gemeinsam eine Lösung für die Sanierung des Sportplatzes herbeizuführen.
Anke Settekorn

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

Aktuelle Geschichten vom Tag!

Panorama
Die aktiven Fälle sind schlagartig zurückgegangen. So niedrig waren die Zahlen zuletzt am 26. Oktober (158 aktive Fälle)

Die aktuellen Corona-Zahlen vom 18. Januar
174 aktive Fälle: So wenig gab es im Landkreis Harburg zuletzt im Oktober

(sv). Gute Neuigkeiten aus dem Landkreis Harburg: Am heutigen Montag, 18. Januar, meldete das Gesundheitsamt 174 aktive Corona-Fälle - 79 weniger als am Sonntag und die niedrigste Zahl seit drei Monaten. Weniger aktive Fälle (158) gab es zuletzt am 26. Oktober 2020. Insgesamt waren im Landkreis Harburg seit Ausbruch der Corona-Pandemie 3.509 Menschen an Corona erkrankt, 3.276 Personen haben die Krankheit überwunden. Die Zahl der Menschen, die seit dem Ausbruch der Pandemie mit oder am...

Service

In einer Gemeinde haben sich die Corona-Zahlen innerhalb eines Monats mehr als verdoppelt
Corona-Fälle in den Kommunen des Landkreises Stade: Aktuelle Grafik zeigt Gesamtwerte und Steigerungsraten

(jd). Der Landkreis Stade bewegt sich bei den Corona-Zahlen wie viele norddeutsche Kreise und Kommunen eher im unteren Bereich. Im bundesweiten Vergleich liegt die Zahl der bisher positiv auf den Coronavirus getesteten Personen deutlich unter dem Durchschnitt. Aktuell hat der Landkreis Stade eine Gesamtinzidenz von 1.167 (Inzidenzwert der Gesamtfälle seit Beginn der Pandemie, bezogen auf 100.000 Einwohner). Der durchschnittliche Wert für Deutschland liegt derzeit bei 2.445, für Niedersachsen...

Panorama
Dieser Screenshot zeigt den Auslastungsgrad der Intensivstationen im Landkreis Stade. Diese Zahlen ohne jegliche 
Erläuterung in den sozialen Medien zu 
posten, ist fragwürdig

Intensivstationen im Landkreis Stade ausgelastet?
Belegung der Intensivbetten: Elbe Kliniken warnen vor Panikmache in sozialen Netzwerken

jd. Stade. In vielen Regionen ist die Zahl der COVID-19-Patienten auf den Intensivstationen in den vergangenen Wochen dramatisch gestiegen. Immer wieder wird in den Medien die Befürchtung thematisiert, dass die Krankenhäuser von dieser zweiten Corona-Welle überrollt werden und deren Behandlungskapazitäten nicht mehr ausreichen. Was andernorts vielleicht zutreffen mag, gilt für den Landkreis Stade derzeit jedenfalls nicht. Für alle Corona-Kranken, die in den Elbe Kliniken stationär aufgenommen...

Politik
Bringt mehr als 460.000 Euro ein: das Gelände, auf dem sich die alte Camper Feuerwache befindet

Verkaufte Gebäude bringen eine Million Euro
Ein Teil des Betongoldes versilbert: Stade trennt sich von Immobilien

jd. Stade. Die Stadt Stade ist einer der größten Immobilienbesitzer vor Ort. Ihr gehören rund 200 Gebäude, darunter das Rathaus sowie zahlreiche Schulen und Kitas und natürlich auch die Feuergerätehäuser. In städtischem Eigentum befinden sich aber auch Bürogebäude, Gewerbebauten und Wohnhäuser. Ein Teil dieses Betongoldes soll aber "versilbert" werden, um Geld in die Stadtkasse zu spülen. Einige Gebäude konnte die Stadt kürzlich verkaufen. Als "Ladenhüter" hingegen erweist sich offenbar die...

Panorama

Inzidenzwert sinkt weiter leicht
Corona-Zahlen: 2.000 Impfungen im Landkreis Harburg

(as). Die ersten 2.000 Impfdosen wurden verimpft, das teilt der Landkreis Harburg auf Nachfrage mit. Ab dieser Woche soll die Zweitimpfung der bereits Geimpften erfolgen.  Ende der vergangenen Woche wurde bereits die zweite Charge Impstoff mit weiteren 2.000 Impfdosen geliefert, die von den mobilen Impfteams ab sofort verimpft werden. "Geplant ist bislang, dass wir alle zwei Wochen 2.000 neue Impfdosen erhalten", sagt Kreissprecherin Katja Bendig. Parallel dazu werde der Impfstoff für die...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen