Buttersäure-Anschlag auf FKK-Club

Im FKK-Club "Harmony" ruht der Geschäfts-Verkehr seit dem Überfall
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thl. Seevetal. Ging des um Schutzgelder oder die Vorherrschaft im Rotlichtmilieu? Die Typen, die kürzlich den FKK-Club "Harmony" in Harmstorf stürmten, suchten keine sexuelle Entspannung. Wie das WOCHENBLATT aus gut unterrichteter Quelle erfuhr, rissen die Täter, die zur albanischen Mafia gehören sollen, u.a. Fernseher von der Wand und machten aus dem Laden Kleinholz. Im Anschluss an die massiven Zerstörungen sollen sie Buttersäure ausgekippt haben.
Die Polizei bestätigt auf WOCHENBLATT-Nachfrage einen Vorfall in dem Sex-Club. "Aus ermittlungstaktischen Gründen geben wir dazu aber keine Auskünfte", so Johannes Voskors, Sprecher der Polizeiinspektion Harburg.
Fakt ist: Seit dem Überfall ruht der Geschäfts-Verkehr in dem Etablissement. Auf der "Harmony"-Homepage ist zu lesen, dass die Frauen, die dort sonst arbeiten, derzeit abwesend sind. Wann sie wieder zur Verfügung stehen, sei derzeit noch unklar.
Ob die Polizei den Fall klärt, dürfte mehr als fraglich sein. Denn in der organisierten Kriminalität heißt das oberste Gesetz: "Rede nie mit den Bullen." Entsprechend dürften die Fahnder bei ihren Ermittlungen auf Mauern des Schweigens treffen. Wie auch schon beim Mord an einem albanischen Bauunternehmer im März 2010 in Meckelfeld, der bis heute ungeklärt ist.
Ungeklärt ist auch ein Vorfall, der sich vor gut einem Jahr in einem Restaurant in Bendestorf ereignet haben soll und der die gleiche "Handschrift" trägt, wie der Überfall jetzt im FKK-Club. Damals sei es um verweigerte Schutzgeldzahlungen gegangen, erzählt man sich im Dorf hinter vorgehaltener Hand. Mit gutem Grund: Keiner ist begeistert, dass das organisierte Verbrechen auf dem platten Land schon längst Einzug erhalten hat.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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