Feuerwehr aus dem Landkreis Harburg übt in Celle
Großübung mit Bränden und Vermissten
- Feuerwehrleute aus dem Landkreis Harburg übten in Celle
- Foto: Feuerwehr/Wille
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Brennende Industrieanlagen, vermisste Menschen, ein Waldbrand und eingeklemmte Personen: Einen Tag lang trainierte die Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Harburg bei einer groß angelegten Übung im Landkreis Celle. Vor allem sollten die Zusammenarbeit der Fachzüge, die Führung in unbekanntem Gebiet und die Wasserversorgung über lange Strecken trainiert werden.
Für die Einsatzkräfte begann der Tag bereits um 5.45 Uhr an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Hittfeld. Von dort ging es im Verband nach Lachendorf. Beteiligt waren die Fachzüge Brandbekämpfung 2, Wasserförderung, Verpflegung, Technische Hilfeleistung 2 sowie Führung und Kommunikation. Unterstützung kam von einem Brandbekämpfungszug aus dem Landkreis Celle.
Brand in Papierfabrik angenommen
Am Vormittag erwartete die Feuerwehr ein Szenario auf dem Gelände der Papierfabrik Drewsen in Lachendorf. Angenommen wurde ein Brand an einer Kühlanlage, der auf einen Gebäudekomplex überzugreifen drohte. Starker Rauch hatte sich ausgebreitet, rund zehn Menschen galten als vermisst oder eingeschlossen.
Die Feuerwehrleute mussten nach Personen suchen und den Brand bekämpfen. Gleichzeitig baute der Wasserförderzug wegen der angenommenen Trockenheit eine Löschwasserversorgung über eine längere Strecke auf.
Parallel übte der Fachzug Technische Hilfeleistung in Beedenbostel. Nach einer angenommenen Verpuffung mussten Verletzte gerettet werden. Personen waren unter Betonteilen eingeklemmt, zudem galt es, einen Menschen aus einem rund 30 Meter hohen Getreidesilo zu retten.
Waldbrand bedroht Häuser
Am Nachmittag folgte ein angenommener Waldbrand bei Nordburg. Die Flammen drohten, auf ein Wochenendhausgebiet überzugreifen. Die Einsatzkräfte errichteten eine Riegelstellung und bereiteten die Evakuierung der Bewohner vor. Das Löschwasser musste aus der Aller entnommen und über eine lange Wegstrecke zum Brandort gepumpt werden.
Für die technische Hilfeleistung stand unterdessen eine Unwetterlage auf dem Programm. Umgestürzte und in Baumkronen hängende Bäume mussten zunächst gesichert werden, bevor ein angenommener verletzter Fahrer einer Forstmaschine sowie eine unter Bäumen eingeklemmte Person gerettet werden konnten.
Auch die Führung der Bereitschaft wurde gefordert. Ein Ziel war es, Einsatzstellen in unbekanntem Gebiet zu koordinieren und mit den örtlichen Einsatzleitungen zusammenzuarbeiten.
Gegen 16.30 Uhr endeten die praktischen Übungen. Kreisbereitschaftsführer Stephan Schick zeigte sich zufrieden: „Mein großer Dank gilt der Kreisfeuerwehr Celle für die umfangreiche Ausarbeitung und die Durchführung der Übung.“
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