Hittfeld: Landkreis ehrte Mobile Retter
Oft schneller als die Profis
- Feierten die Retter (v. li.): Timo Reymers (stellvertretender Rettungsdienstleiter Landkreis Harburg), Rainer Wendt (Gemeindebrandmeister Seevetal), Martin Jürgs (Mobiler Retter, FFW Seevetal), Angelika Tumuschat-Bruhn (Vorsitzende des Ausschusses für Feuerschutz, Ordnung und Sicherheit), Marco Horstmann (Mobiler Retter, FFW Seevetal), Landrat Rainer Rempe, Marcel Lindackers (Mobiler Retter, FFW Seevetal), Erik Thiele (Mobiler Retter, FFW Seevetal) Elias Gruhn (Mobiler Retter, FFW Seevetal) und Emily Weede
- Foto: Gemeinde Seevetal
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Der Landkreis Harburg hatte zu einem Dankeschön-Abend für die Mobilen Retter in die Burg Seevetal eingeladen. 965 Menschen aus dem Landkreis Harburg machen bei diesem ehrenamtlichen Hilfssystem mit: Weil sie überall im Landkreis verteilt wohnen, können sie schnell an Unglücksorten sein und Menschenleben durch eine Herz-Lungen Wiederbelebung oder andere Sofortmaßnahmen retten.
Auch viele der 129 Mobilen Retter in Seevetal nahmen teil, darunter Mobile Retter der Feuerwehr Seevetal. Die Gemeinde beteiligt sich seit Jahren an dem System. „Dieser Abend ist eine große Wertschätzung“, freute sich Elias Gruhn. Gemeinsam mit weiteren 35 Ehrenamtlichen der Feuerwehr Seevetal hatte er im Sommer an einer Schulung zum Mobilen Retter teilgenommen.
„Hier kann man auch noch andere Retter kennenlernen“, erzählte Marco Horstmann, ebenfalls von der Feuerwehr. Viele nutzen den Abend, um sich auszutauschen und Fragen aus der Praxis zu besprechen. Landrat Rainer Rempe dankte ihnen: „Entscheidend sind die Menschen, die innerhalb weniger Minuten bereit sind, loszulaufen. Sie sind es, die das Mobile-Retter-System mit Leben erfüllen.“
In einem Notfall werden die Mobilen Retter per App geortet und parallel zum Rettungsdienst alarmiert. Oft sind sie schneller als der Rettungsdienst am Notfallort und können schon mit den lebensrettenden Maßnahmen beginnen. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommt es auf Minuten an. Schon nach nur 3 bis 5 Minuten ohne Kreislauf und Sauerstoff treten bereits irreversible Schäden im Gehirn auf.
Gänsehaut und feuchte Augen stellten sich bei vielen Anwesenden ein, als zwei Menschen aus Hanstedt und Meckelfeld davon erzählten, wie sie durch den Einsatz Mobiler Retter reanimiert wurden. Auch die Schulungen der Feuerwehr Seevetal in diesem Sommer haben sich bereits bewährt: Mobile Retter konnten den frisch installierten Defibrillator am Feuerwehrgerätehaus Glüsingen für die Widerbelebung nutzen. Innerhalb von nicht einmal vier Minuten war der erste Mobile Retter vor Ort, die Person wurde noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes reanimiert. Seevetals Bürgermeisterin Emily Weede kündigte an, dass sie auch die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung schulen lassen möchte, um das Netz der Ersthelfenden in Seevetal weiter zu verdichten.
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