Maschen: Vier Wohnblocks geplant
64 neue Wohnungen sollen gebaut werden
- Das neue Wohngebiet würde am Maschener Ortsrand liegen
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An der Kreuzung Alte Bahnhofstraße/Moorweidendamm in Maschen soll ein neues Wohngebiet entstehen. Auf einer bisherigen Wiese sollen vier Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Dafür soll jetzt der Bebauungsplan (B-Plan) „Maschen 59–Alte Bahnhofstraße/Moorweidendamm“ erstellt werden. Ein Entwurf liegt jetzt öffentlich aus. Bürger können noch bis zum Montag, 22. Juni, Bedenken und Einwendungen äußern.
Das Plangebiet umfasst rund 1,7 Hektar. Geplant ist eine dreigeschossige Wohnbebauung mit vier Mehrfamilienhäusern. Hier sollen insgesamt 64 Wohnungen mit "bezahlbaren" Mieten entstehen, womit üblicherweise Sozialwohnungen umschrieben werden. Durch die Lage relativ dicht beim Ortszentrum Maschen, der benachbarten Bushaltestelle sowie der Nähe zum Maschener Bahnhof sei das Gebiet gut erreichbar, heißt es in der Beschreibung der Gemeinde.
Damit dort überhaupt gebaut werden darf, muss neues Baurecht geschaffen werden. Parallel dazu ist eine Anpassung des Flächennutzungsplans 2000 notwendig: Die bisherige landwirtschaftliche Fläche soll im Rahmen der 25. Änderung des Flächennutzungsplans als Wohnbaufläche ausgewiesen werden.
Was genau geplant ist, erfahren Bürger aus den Entwurfsunterlagen, die sie bis Montag, 22. Juni, während der üblichen Öffnungszeiten (Mo, Mi, Do 8 bis 15 Uhr, Di 8 bis 18.30 Uhr, Fr 8 bis 12 Uhr) im Rathaus der Gemeinde Seevetal (Kirchenstraße 11) einsehen können. Vor Ort besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Stellungnahmen schriftlich oder zur Niederschrift abzugeben. Um eine Terminvereinbarung unter Tel. 04105-552415 wird gebeten. Online kann der Entwurf für Maschen 59 hier eingesehen werden. Die 25. Änderung des Flächennutzungsplans findet man hier.
Nicht alle sind mit der Planung einverstanden, zeigt sich schon jetzt: Zum Beispiel Helga Köhler aus der Maschener Nachbarschaft ärgert sich, dass im Maschener Ortskern einige Bauflächen brachliegen (das WOCHENBLATT berichtete) und stattdessen jetzt am Ortsrand gebaut werden soll. "Der Ortskern wirkt dadurch verwahrlost. Man sollte erst hier die Baulücken schließen", findet sie.
Außerdem passten die Häuser nicht in die vorhandene Bebauung aus maximal zweigeschossigen Einfamilienhäusern. Sie möchte die Sichtachse zum Maschener Moor erhalten: Es seien höchstens drei zweigeschossige Häuser möglich. "Das ist genug und es fügt sich in das Ortsbild ein.", sagt Helga Köhler. Sie sieht auch Probleme durch die Flächenversiegelung durch die 78 Parkplätze, Probleme durch zu viel Verkehr für Radfahrer auf der Alten Bahnhofstraße und dem Moorweidendamm.
Sozialwohnungen will sie eher nicht dort haben. Denn "viele bedürftige Menschen seien gar nicht in der Lage", sich um eine solche Wohnung zu bewerben. Es sei anzunehmen, dass die Sozialwohnungen zuerst "an Zuwanderer anderer Kulturen" vergeben würden, was wiederum "sozialen Sprengstoff" bedeute.
Was ist auf der Fläche an der Alten Bahnhofstraße und am Moorweidendamm in Maschen geplant?
Auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Kreuzung Alte Bahnhofstraße/Moorweidendamm in Maschen sollen vier dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 64 Wohnungen entstehen. Dafür wird der Bebauungsplan „Maschen 59 – Alte Bahnhofstraße/Moorweidendamm“ aufgestellt.
Wie groß ist das neue Wohngebiet in Maschen?
Das Plangebiet umfasst rund 1,7 Hektar. Die Gemeinde Seevetal plant dort eine Wohnbebauung mit vier Mehrfamilienhäusern und insgesamt 64 Wohnungen mit bezahlbaren Mieten.
Warum muss der Flächennutzungsplan für das Baugebiet in Maschen geändert werden?
Die Fläche ist bislang als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen. Im Rahmen der 25. Änderung des Flächennutzungsplans 2000 soll sie künftig als Wohnbaufläche dargestellt werden, um die rechtlichen Voraussetzungen für die Bebauung zu schaffen.
Wie können Bürger Einwendungen gegen das Bauprojekt in Maschen einreichen?
Die Entwurfsunterlagen liegen bis Montag, 22. Juni, im Rathaus der Gemeinde Seevetal in der Kirchenstraße 11 öffentlich aus. Bürger können die Unterlagen während der Öffnungszeiten einsehen, Fragen stellen sowie schriftliche Stellungnahmen oder Einwendungen zur Niederschrift abgeben.
Welche Kritik gibt es am geplanten Wohngebiet an der Alten Bahnhofstraße?
Anwohnerin Helga Köhler kritisiert, dass im Ortskern von Maschen weiterhin ungenutzte Bauflächen vorhanden seien, während nun am Ortsrand gebaut werde. Zudem hält sie die geplanten dreigeschossigen Gebäude für unpassend zur bestehenden zweigeschossigen Einfamilienhausbebauung.
Welche Auswirkungen befürchten Anwohner durch das neue Baugebiet in Maschen?
Kritiker befürchten unter anderem eine stärkere Flächenversiegelung durch 78 geplante Parkplätze, mehr Verkehr auf der Alten Bahnhofstraße und dem Moorweidendamm sowie Einschränkungen der Sichtachse zum Maschener Moor.