Nachruf auf Werner Görlich
"Ohne ihn wäre es lauter und ungemütlicher in Ramelsloh und Ohlendorf"

Werner Görlich im Jahr 2013 in seinem Garten
  • Werner Görlich im Jahr 2013 in seinem Garten
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  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

(ts). Stets bestens vorbereitet und mit der heute seltenen Fähigkeit zum Kompromiss setzte sich Werner Görlich als Vorsitzender des „Verein zur Erhaltung gesunden Lebensraumes“ für den Schutz der Bevölkerung vor Lärm und Landschaftszerstörung ein. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern erreichte er so die Errichtung einer Umgehungsstrecke für Kieslaster, verhinderte den Bau der Y-Trasse im Bereich Ohlendorf und setzte Lärmschutz an der Autobahn 7 durch. Nun ist er im Alter von 84 Jahren gestorben.
Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen erinnert an Werner Görlich: "Die Gemeinde Seevetal trauert um Herrn Werner Görlich, der am 3. Februar im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Mit Werner Görlich verliert die Gemeinde Seevetal eine große Persönlichkeit, die sich mit hohem Engagement über viele Jahrzehnte für die Belange der Bürgerinnen und Bürger in Seevetal und vor allem in den Gemeindeteilen Ohlendorf, Ramelsloh und Holtorfsloh eingesetzt hat. Insbesondere als Initiator des Vereins zur Erhaltung gesunden Lebensraumes setzte er sich seit der Vereinsgründung im Jahr 1995 über mehr als 20 Jahre für den Schutz der südlichen Gemeindeteile vor Lärmimmissionen und Landschaftszerstörungen ein. Auf vielen Veranstaltungen und politischen Sitzungen brachte er sachlich seine Argumente vor. In Ramelsloh, Ohlendorf und Holtorfsloh wäre es ohne sein Wirken heute lauter und ungemütlicher.
Für seine außerordentlichen Verdienste und persönlichen Leistungen wurde er am 16. Februar 2015 mit dem Ehrenring der Gemeinde Seevetal ausgezeichnet. Die bemerkenswerte Laudatio hielt damals der Hamburger Unternehmer Horst Dörner, einst ein Widersacher im Streit um Kiesabbaugebiete in Ohlendorf. Diese Geste zeugt vom Wirken Werner Görlichs: Hart kämpfend in der Sache, aber immer um einen fairen Ausgleich für beide Seiten bemüht. Ihm war es wichtig, nicht jemand 'zu besiegen', sondern einen Interessenausgleich zu erreichen.
Die Gemeinde Seevetal wird sein Andenken in Ehren halten und ihn schmerzlich vermissen. Das Mitgefühl gilt ganz besonders seiner Familie."

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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