Unfälle mit vielen Verletzten: Neues Handbuch erleichtert Einsätze

Bei der Übergabe des LNA-Handbuchs (v. li.): Dr. Jörn Jepsen, Landrat Joachim Bordt, Annette Lorey-Tews und Ulrich Beecken
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(kb). Für Unfälle mit vielen Verletzten, wie z.B. einer Massenkarambolage auf der Autobahn, hat die Kreisverwaltung im Oktober 2012 eine eigene "Örtliche Einsatzleitung" bestellt. Sie besteht aus den Feuerwehren, einer neun Personen starken "Leitenden Notarztgruppe" (LNA-Gruppe) und sechs Mitgliedern der Gruppe der "Organisatorischen Leiter Rettungsdienst" (OrgL). Jetzt übergaben LNA-Gruppen-Mitglied Dr. Jörn Jepsen, die LNA-Beauftragte Annette Lorey-Tews und OrgL-Sprecher Ullrich Beecken ein neues, selbst erarbeitetes Handbuch für die Bewältigung solcher Schadensereignisse an Landrat Joachim Bordt.
„Mit dem LNA-Handbuch macht uns die Leitende Notarztgruppe ein praktisches und handliches Geschenk", sagte Bordt. "Durch das Engagement unserer 'Leitenden Notärzte' sind wir besser aufgestellt, als es das Rettungsdienstgesetz vorschreibt“, so Bordt weiter. Das 87-seitige Handbuch basiert auf dem sogenannten ManV-Organisationskonzept, das der Landkreis 2012 – unterstützt von der Kreisfeuerwehr, dem DRK-Kreisverband Harburg-Land und der Johanniter-Unfall-Hilfe – erarbeitet hat. Außerdem sind Erkenntnisse aus Einsätzen und Übungen eingeflossen. Das Handbuch werden die "Leitenden Notärzte" künftig fortlaufend an die Erfahrungen im Einsatz und mögliche Änderungen im Rettungsdienstgesetz anpassen.
2013 war die "Örtliche Einsatzleitung" insgesamt 15-mal im Einsatz, insbesondere bei schweren Verkehrsunfällen. Daneben fand im Herbst eine große Lehrübung in Salzhausen statt. Außerdem nahmen die Mitglieder der "Örtlichen Einsatzleitung" an insgesamt 19 Schulungen, Übungen und Ausbildungslehrgängen teil.
„Bei allen Einsätzen hat sich die 'Örtliche Einsatzleitung' hervorragend bewährt", so Landrat Bordt. "In der erfolgreichen Zusammenarbeit aller drei Organisationen – Feuerwehr, Rettungsdienst und Notärzte – liegt der Schlüssel für den Erfolg ihrer Arbeit“.

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

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