Maschen: Eigentümer hält an Kündigung fest
Wald-Spielplatz der Grundschule Horst in Gefahr?
- Grundschule Horst
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Der Streit um den sogenannten Schulwald der Grundschule Horst ist weiterhin nicht beigelegt. Während Grundstückseigentümer Peter Kahnenbley an der Kündigung der bisherigen Nutzungsvereinbarung zum 30. September festhält, bereitet die Gemeinde Seevetal inzwischen eine eigene Fläche als Ersatz vor. Gleichzeitig soll es in der kommenden Woche ein weiteres Gespräch mit Kahnenbley geben.
Der an die Schule angrenzende Wald wird nach Angaben von Eltern seit rund 30 Jahren von den Grundschülern genutzt. Nachdem Kahnenbley die Nutzungsvereinbarung gekündigt hatte, informierte die Gemeinde über Gespräche zur Zukunft der Fläche.
Unterschiedliche Darstellung eines Gesprächs
Nach Darstellung der Gemeindeverwaltung hatten sich Bürgermeisterin Emily Weede, zwei leitende Verwaltungsmitarbeiter und Kahnenbley bei einem persönlichen Gespräch per Handschlag darauf verständigt, dass die Kinder das Waldgrundstück zunächst weiter nutzen können.
Dieser Darstellung widersprach Kahnenbley anschließend schriftlich. Bei dem Gespräch habe es Unstimmigkeiten gegeben, mehrere Punkte seien weiterhin offen. „Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt es bei der Kündigung zum 30.09.2026“, erklärte der Eigentümer. Bis zu einer abschließenden Klärung dürfe nicht der Eindruck entstehen, eine Fortführung der Nutzung sei bereits zugesichert.
Gemeinde richtet eigene Fläche her
Inzwischen treibt die Gemeinde deshalb ihre angekündigte Alternative voran. Direkt an der Grundschule besitzt sie ein eigenes Grundstück. Davon sollen rund 3.500 Quadratmeter für die Schule vorbereitet werden. Das gesamte Flurstück ist nach Angaben der Verwaltung noch größer.
Auf der vorgesehenen Fläche werden jetzt Unterholz und nicht standsichere Bäume entfernt. Zudem soll die Verkehrssicherheit hergestellt werden. Damit könne das Grundstück kurzfristig als „Plan B“ zur Verfügung stehen, falls keine Einigung über den bisherigen Schulwald erzielt wird.
Die Gespräche mit Kahnenbley sollen dennoch fortgesetzt werden. Nach Angaben der Gemeinde wurde ihm für die kommende Woche nach seiner Rückkehr ein Gesprächstermin vorgeschlagen. Eine Bestätigung liege bislang nicht vor. Die Verwaltung sei jedoch zuversichtlich, dass das Treffen zustande komme.
Kahnenbley war bis Redaktionsschluss für das WOCHENBLATT nicht erreichbar, sodass eine Stellungnahme zu den jüngsten Angaben der Gemeinde und dem geplanten Gesprächstermin nicht möglich war.
Eltern sorgen sich um den Schulwald
Die Auseinandersetzung beschäftigt auch Eltern der Grundschule. Mutter Maria G., deren vollständiger Name der Redaktion bekannt ist, kritisiert vor allem, dass die ungeklärte Situation zulasten der Schüler gehe. Der Wald sei seit Jahrzehnten Teil des Schulalltags. „Kinder haben keine Stimme in diesem Streit“, schreibt Maria G. in einem Leserbrief an das WOCHENBLATT. Sie fordert eine Lösung, bei der die Schüler nichts verlieren.
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