Integrierte Gesamtschule Seevetal
Wie Schüler sich gegen Mobbing im Internet wappnen

Sozialpädagogin Silke Scheiderer überreicht den Schülern 
Louisa und Jacob die Selbstverpflichtungsurkunde ihrer Klasse
  • Sozialpädagogin Silke Scheiderer überreicht den Schülern
    Louisa und Jacob die Selbstverpflichtungsurkunde ihrer Klasse
  • Foto: IGS Seevetal
  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

Schulklassen vereinbaren einen verantwortungsvollen Umgang miteinander in den sozialen Medien ts. Hittfeld. Vom Schulhof verlagert sich Mobbing heute nicht selten in den gemeinsamen Klassenchat. Was analog im Klassenzimmer beginnt, wird im Internet fortgesetzt. Private Chats werden weitergeleitet, Fotos ohne Einverständnis verschickt, einzelne Schüler ausgegrenzt, beleidigt und gedemütigt.
An der Integrierten Gesamtschule Seevetal in Hittfeld hat ein Team des Vereins Jugendsozialarbeit Buchholz Reso-Fabrik den 145 Schülern des siebten Jahrgangs in einer Projektwoche mit dem Titel "Ich bin on - und du?" gezeigt, wie sie sich gegen Mobbing im Internet schützen können.
Jede einzelne siebte Klasse hat am Ende einen verantwortungsvollen Umgang miteinander in den sozialen Medien vereinbart. Diese Selbstverpflichtung fand in einer Urkunde ihren Ausdruck. Jede siebte Schulklasse hat ihre jeweils eigenen Regeln aufgestellt. Das sind zum Beispiel die Verbote, Fotos, auf denen ein Klassenmitglied abgebildet ist, ohne dessen Einwilligung zu verbreiten oder jemanden im Klassenchat zu beleidigen.
Beim Mobbing im Internet werden häufig aus Opfern Täter. "Es kommt vor, das Schüler auf eine herbe Kritik oder eine unschöne Reaktion auf ihre Posts in den sozialen Medien mit einem vergleichbaren Kommentar reagieren und teilweise noch drastischer mobben", sagt die Lehrerin Christiane Sölter. Das könne eine Spirale von Beleidigungen auslösen.
In einem Rollenspiel ist den Schülern das Szenario bewusst geworden. Polizeibeamte spielten mit den Siebtklässlern eine mögliche Verhandlung vor Gericht nach. Denn Beleidigungen und das Demütigen anderer Menschen kann strafrechtliche Folgen haben.
Das Team der Reso-Fabrik unter der Leitung von Silke Scheiderer machte den Schülern die Gefahren deutlich, Datenschutzvereinbarungen leichtfertig schnell zu bestätigen. Die Jungen und Mädchen würden das Internet wie selbstverständlich nutzen, sagt Christiane Sölter. Sie besäßen aber nicht zwangsläufig das Wissen für einen sicheren Umgang mit der Vielfalt von Angeboten in der virtuellen Welt. Deshalb sei die Projektwoche so bereichernd und wichtig gewesen.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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