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Mächtiger Salzstock
Atommüll-Endlager in Meckelfeld ist denkbar

Ortspolitikerin Angelika Gaertner (Freie Wähler) an dem Plakat zur Endlagersuche an der 
Glüsinger Straße in Meckelfeld
  • Ortspolitikerin Angelika Gaertner (Freie Wähler) an dem Plakat zur Endlagersuche an der
    Glüsinger Straße in Meckelfeld
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ts. Meckelfeld. Bei den Wissenschaftlern der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat sich die Seevetaler Ortschaft Meckelfeld einen Namen gemacht: als sogenanntes identifiziertes Gebiet mit der Kennung "Teilgebiet 64_00TG_151_00IG_S_s_z-ro". Meckelfeld liegt über einem 1.090 Meter mächtigen Salzstock mit einer Fläche von sieben Quadratkilometern - und ist damit eines von 90 sogenannten Teilgebieten in Deutschland, die als Endlager für radioaktive Abfälle in Frage kämen.

Der Bevölkerung in Meckelfeld und im übrigen Seevetal sei das bis auf wenige Ausnahmen nicht bekannt, sagt Angelika Gaertner (Freie Wähler), die bei den Kommunalwahlen am 12. September als Ortsbürgermeisterin in Meckelfeld kandidiert. Sie warnt davor, die Möglichkeit eines Atommülllagers in Meckelfeld als unrealistisch abzutun.

"Ich halte es für einen Trugschluss, zu glauben, dass ein so dichtbesiedeltes Gebiet nicht in die engere Auswahl gelangen kann", sagt Angelika Gaertner. Das Kreistagsmitglied aus Meckelfeld beschäftigt sich intensiv mit der Endlagersuche. Das bundesweite Bürgerbeteiligungsverfahren ist in diesem Sommer in die Kritik geraten, gilt bei Umweltschutzorganisationen und Bürgerinitiativen als Zusammenkunft von Experten, die eine breite Bevölkerung nicht erreichen.

Ein dichtbesiedeltes Gebiet sei kein Ausschlussgrund für die Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen. Das habe ihr der BGE-Geschäftsführer Steffen Kanitz in einem Gespräch bestätigt. Geologische Aspekte gehen vor geografische Aspekte, habe dieser ihr gesagt. "Dass die Menschen als Entscheidungskriterium keine Bedeutung haben, finde ich erschreckend", sagt Angelika Gaertner.

Acht geowissenschaftliche Kriterien hat die Bundesgesellschaft zu dem Teilgebiet Meckelfeld untersucht. Sechs davon beurteilt sie als günstig, zwei als nicht günstig. Der Eingang zum Schacht des Endlagers soll mindestens 500 Meter von der Besiedelung entfernt sein. Der Atommüll soll voraussichtlich etwa 1.200 Meter tief vergraben werden. Bedingungen, die auch in Meckelfeld denkbar seien, sagt Angelika Gaertner. Zudem sei die Nähe zum Rangierbahnhof Maschen ein strategischer Vorteil.

Mit Genehmigungsverfahren für Großprojekte hat Angelika Gaertner Erfahrung. Sie ist die erste Vorsitzende der Bürgerinitiative, die ein Moratorium bei der Planung der Raststätte Elbmarsch bei Meckelfeld erzwungen hat. Jetzt denkt sie über die Gründung einer Bürgerinitiative nach, um die Endlagersuche kritisch zu begleiten, wie sie formuliert. Höchste Zeit sei es. Denn in zwei bis drei Jahren wird die Suche auf zehn Kandidaten fokussiert. "Das Verfahren geht jetzt rasant voran."

Betroffene bayerische Landkreise arbeiteten bereits zusammen und machten Front. Allein im Landkreis Harburg seien fünf Teilgebiete Kandidaten für ein Endlager: Meckelfeld, Otter-Todtshorn, Bahlburg, Egestorf-Soderstorf und die Elbmarsch. Von gemeinsamer politischer Initiative und breiter Information der Bevölkerung sei aber keine Spur. "Wenn wir die Möglichkeiten verschlafen, die wir heute haben, werden wir morgen mit dem atomaren Endlager konfrontiert", warnt Angelika Gaertner vor Untätigkeit.

Der Landkreis Harburg hat in diesem Jahr Geld des Niedersächsischen Umweltministeriums zur Öffentlichkeitsarbeit in dem Verfahren zur Endlagersuche nicht beantragt. Insgesamt 500.000 Euro sind es landesweit. Im nächsten Jahr besteht eine zweite Gelegenheit. Die Grünen im Kreistag wollen in einer Anfrage wissen, warum der Landkreis Harburg in diesem Jahr kein Geld beantragt habe. Die Antwort blieb in der Sitzung des Kreistags in dieser Woche aus.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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