Johanniter stellen Entwurf für Seniorenquartier in Hittfeld vor

So würde das Gebäude der vollstationären Pflege im Johanniter-Quartier nach dem Entwurf des Büros Frank Stüven aussehen Fotos: Architekturbüro Frank Stüven
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Die Johanniter haben im Planungsausschuss der Gemeinde Seevetal einen neuen, modifizierten Entwurf präsentiert. Das "Johanniter-Quartier" soll der letzte Wettbewerbsbeitrag sein, so der eindeutige Tenor im Planungsausschuss. "Aus meiner Sicht liegt alles auf dem Tisch", sagte Bauamtsleiter Gerd Rexrodt. So sieht es auch Klaus-Dieter Kirchhoff (SPD): "Ich denke, wir sind jetzt am Ende des Verfahrens."
In dem formlosen Verfahren, das anders als ein städebaulicher Wettbewerb nicht an feste Fristen gebunden ist, bewerben sich neben den Johannitern noch die Arbeiterwohlfahrt, die Senectus GmbH und die Specht/PGN um den Zuschlag.
Die Johanniter haben ihren bisherigen Vorschlag umfassend erweitert: Die Idee eines "Johanniter-Quartiers" sieht auf insgesamt 12.500 Quadratmetern ein vollstationäres Pflegeheim mit 75 Plätzen, 110 Wohnungen für Senioren, davon 18 sogenannte Stiftswohnungen, deren Bewohner innerhalb des Gebäudes der stationären Pflege in den eigenen vier Wänden leben, sowie eine Kindertagesstätte mit drei Gruppen (zwei Elementargruppen und eine Krippe) vor. Die Kindertagesstätte sei so konzipiert, dass sie bei Bedarf um eine zusätzliche vierte Gruppe erweitert werden könne, sagte Johanniter-Regionalvorstand Thomas Edelmann.
Die Johanniter würden das Quartier in Hittfeld als Eigentümer betreiben. "Wir favorisieren das Eigentumsmodell, würden uns einer Erbpachtlösung aber nicht verschließen", beantworte Michael Kruse von der Johanniter Seniorenhäuser GmbH die Frage aus dem Planungsauschuss.
Auch die Architektur haben die Johanniter verändert: Die von dem Stader Architekten Frank Stüven geplanten Gebäude sehen jetzt kleine Walmdächer vor. Die Entscheidung, von den ursprünglich vorgesehenen Flachdächern abzusehen, kam bei den Freien Wählern gut an. Flache Dachformen sind in Seevetal umstritten. Kritiker sind der Ansicht, sie würden nicht in das Ortsbild passen. Sie gelten als zu städtisch für ländliche Gemeinden.
Mit dem modifizierten Entwurf dürften die Wettbewerbschancen der Johanniter gestiegen sein. Daraus machte zumindest die AfD keinen Hehl: "Mit der Präsentation wird sich das Ranking der Entwürfe innerhalb unserer Fraktion entscheidend verändert haben", sagte der Fraktionsvorsitzende Knut-Michael Wichalski. Die übrigen Fraktionen äußerten keine Bewertung.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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