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Schulterschluss gegen Trassenpläne
Seevetaler Politiker bekommen bei Protest gegen ICE-Trasse Unterstützung von Bund und Land

Sind sich einig im Kampf gegen den Streckenneubau (v. li.): Seevetals CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Schmirek, Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann, CDU-Bürgermeisterkandidatin Emily Weede, CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Grosse-Brömer und stellvertretender Ortsbürgermeister Jan-Henning Schröder | Foto: Wolf Weede
  • Sind sich einig im Kampf gegen den Streckenneubau (v. li.): Seevetals CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Schmirek, Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann, CDU-Bürgermeisterkandidatin Emily Weede, CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Grosse-Brömer und stellvertretender Ortsbürgermeister Jan-Henning Schröder
  • Foto: Wolf Weede
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ce. Seevetal. Die Mitteilung des Hamburger Verkehrs-Senators Dr. Anjes Tjarks (Grüne), der Bund plane momentan eine neue ICE-Strecke von Maschen entlang der A7 nach Hannover, um die Fahrtzeit zwischen Hamburg und Hannover um 14 Minuten zu verkürzen (das WOCHENBLATT berichtete), sorgt weiter für Aufregung in betroffenen Kommunen. Bei der Seevetaler CDU-Bürgermeisterkandidatin Emily Weede und Frank Schmirek, CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, stößt der Vorstoß auf entschiedene Ablehnung.
"Der Neubau einer ausschließlich dem ICE vorbehaltenen Strecke zeigt, wie ressourcenschonend und bürgerfreundlich Grüne Politik wirklich ist. Für Seevetal wäre so eine Strecke verheerend und zwar in Bezug auf zusätzlichen Lärm und die weitere Zerschneidung der Landschaft mit immensem Flächenverbrauch in unserer Gemeinde", erklärt Emily Weede. "Hier soll die alte Trassenplanung für den Transrapid wieder aus der Schublade geholt werden. Die CDU hat diese Trasse schon vor 30 Jahren strikt abgelehnt", ergänzt Fraktionschef Frank Schmirek. "Seevetal braucht einen besseren Schienennahverkehr, wir fordern einen Haltepunkt an der Güterumgehungsbahn zwischen Horst und Ramelsloh und ein weiteres Gleis für eine bessere Taktung im Nahverkehr nach Buchholz und Winsen. Nur durch mehr Komfort können wir die Menschen dazu bewegen, auf die Bahn umzusteigen", so Weede.
Unterstützung erhalten Seevetals CDU-Politiker von Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann. „Zur Erreichung der Klimaziele benötigen wir mehr Verkehr auf der Schiene. Wir haben als Land mehrfach deutlich gemacht, wie wichtig es ist, dass auf den zentralen Routen zeitnah zusätzliche Kapazitäten im Schienenpersonen- beziehungsweise -güterverkehr zur Verfügung stehen", betont der Minister. Dies gelte insbesondere für den geplanten Ausbau der Strecke Hannover-Hamburg. "Im Sinne einer schnellen Umsetzung gehen wir nach wie vor davon aus, dass der Bund weiterhin den bestandsnahen Ausbau mit möglichen Ortsumfahrungen – die sogenannte Alpha-E-Variante – als Option prüft, damit die Planungen und Diskussionen der vergangenen Jahre hierzu nicht komplett hinfällig wären", sagt Dr. Althusmann.
Die Festlegung auf eine Neubaustrecke, wie es sich Hamburg offenbar wünsche, würde nicht nur neue Verunsicherung in der Bevölkerung schüren, sondern könnte auch bedeuten, dass mit Planungen in dieser Frage wieder bei Null angefangen werden müsste. Niedersachsens Vorzugsvariante bleibe daher Alpha-E.
Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Grosse-Brömer lehnt den Hamburger Vorstoß entschieden ab. "Die Alpha-E-Trasse in der erweiterten Form hat Berücksichtigung im Bundesverkehrswegeplan gefunden. Hierzu stehe ich seit jeher nicht nur im guten Austausch mit den Bürgerinitiativen vor Ort, sondern auch mit dem zuständigen Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann", so Grosse-Brömer. "Auf Nachfrage hat mir Herr Ferlemann noch einmal bestätigt, dass der Bund an der Alpha-E-Variante festhält. Lassen Sie es mich so formulieren: Solange es einen CDU-Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium gibt, wird es eine Bahnstrecke wie von Herrn Senator Tjarks vorgeschlagen nicht geben."
"Für Seevetal – insbesondere für Maschen, Horst, Ohlendorf und Ramelsloh – müssen wir alles tun, um so einen Streckenneubau zu verhindern", fordert auch Dr. Norbert Wilezich, Ortsbürgermeister von Ramelsloh-Ohlendorf-Holtorfsloh. "Es ist gut, dass unsere Vertreter in Hannover und Berlin fest an der Seite der Seevetaler Bürger stehen."

Projektbeirat Alpha-E kritisiert Planung für den Deutschlandtakt
Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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