Solarpark-Idee für Ramelsloh bereitet den Ortspolitikern Kopfzerbrechen

Photovoltaik-Freilandanlage auf einer früheren Deponie bei Neu Wulmstorf
  • Photovoltaik-Freilandanlage auf einer früheren Deponie bei Neu Wulmstorf
  • Foto: Stadtreinigung Hamburg
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Die Ortspolitiker sind hin- und hergerissen von dem Vorhaben: Sie befürchten, die Landschaft zu verbauen - und sehen die Möglichkeit, umweltfreundliche Stromgewinnung zu fördern

ts. Ramelsloh. Die Ortspolitiker in Ramelsloh und Ohlendorf zeigen sich hin- und hergerissen von dem Vorhaben der Hamburger Enerparc AG, an der Autobahn 7 bei Ramelsloh einen 13 Hektar großen Solarpark zu errichten. Einerseits sehen sie darin die Möglichkeit, einen Beitrag zur umweltfreundlichen Gewinnung von Strom zu leisten. Andererseits befürchten sie, mit dem Flächenverbrauch die Landschaft zu verbauen und die Entwicklungsmöglichkeiten der Ortschaften für Jahrzehnte einzuschränken.
Der Ortsrat Ramelsloh/Ohlendorf/Holtorfsloh hat die Projektidee vor Kurzem zum ersten Mal öffentlich diskutiert. Auf eine Stellungnahme für den Planungsausschuss der Gemeinde am Dienstag, 12. Februar, haben sich die Fraktionen nicht einigen können.
Die Ortspolitiker wollen erst die Präsentation des Projektentwicklers im Planungsausschuss abwarten und Antworten auf Fragen erhalten. Zum Beispiel wollen sie wissen, ob sich der Betreiber zu einem Rückbau der Photovoltaikanlagen verpflichtet. Zudem soll sich das Unternehmen dazu äußern, ob die Gemeinde Gewerbesteuereinnahmen erwarten darf. Seine Stellungnahme will der Ortsrat dann in der nächsten Sitzung im Mai abgeben.
Ortsbürgermeister Norbert Wilezich (CDU) stellt die Frage in den Raum, ob nicht andere wichtige Bauvorhaben, etwa in der Kinderbetreuung und im Wohnungsbau, zurückgestellt werden müssten, weil das Personal in der Gemeindeverwaltung knapp sei. Ramelsloh, Ohlendorf und Holtorfsloh leisteten bereits als Standorte von Windenergie einen überdurchschnittlich hohen Beitrag zur regenerativen Energiegewinnung.
"Gar nicht so einfach abzuwägen", sagt auch Hans-Dieter Peters (CDU). Immerhin bringe der Solarpark keine Flächenversiegelung mit sich. Der vorgesehene Zaun um das Gelände würde als Wildschutz zur Autobahn hin dienen. Wilfried Nickel (Freie Wähler) fordert aus ästhetischen Gründen eine Bepflanzung des Zauns, der hässlich sei.
Lars Teschke (Die Grünen) sieht zwar in der Sonnenenergie die "wundervollste Form der Energiegewinnung". Eine verbaute Landschaft in dichtbesiedeltem Raum wiege aber schwer. "Ich bin nicht überzeugt davon, dass wir das machen sollten", sagt er.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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