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Investor plant Park-Idyll mit Seniorenwohnungen in Fleestedt

Investor Steffen Lücking zeigt in der "Villa de Planque" die Baupläne des Architekten Hermann Schomburgh von 1911 (Foto: ts)

Steffen Lücking will Grundstück des verstorbenen Industriellen Hermann de Planque entwickeln. Die Gemeinde Seevetal müsste dazu den Bebauungsplan ändern.

ts. Fleestedt. Steffen Lücking aus Rosengarten-Langenrehm ist mit einem Bauvorhaben an die Öffentlichkeit getreten, das in Seevetal seinesgleichen sucht: Auf dem mehr als 10.000 Quadratmeter großen Areal des verstorbenen Industriellen Hermann de Planque in Fleestedt, das Lücking im vergangenen Jahr erworben hat, will der Bauinvestor und Landschaftsplaner 88 Seniorenwohnungen in einer Parklandschaft und 32 Eigentumswohnungen errichten.
"Fleester Sonnenschein" lautet der Projektname. Auf einer eigens für das Projekt entwickelten Internetseite und bei Facebook stellt der Investor das Vorhaben vor. Um die in Seevetal einzigartige Wohnlandschaft im Park errichten zu können, müsste die Gemeinde Seevetal den Bebauungsplan ändern.
Steffen Lücking appelliert an den Planungsausschuss des Seevetaler Gemeinderates, sich noch in diesem Jahr mit dem Projekt "Fleester Sonnenschein" zu befassen. Nach seinen Angaben wollen das Seevetals Politiker erst im nächsten Jahr darum kümmern. Steffen Lücking sieht das als verlorene Zeit an. Der rastlose Bauinvestor ist für seine Geschwindigkeit bekannt, die ehrenamtliche Politiker und Verwaltungen manchmal überfordert. Der aktuelle Bebauungsplan aus dem Jahr 1977 schütze das Grundstück, die Villa und den parkähnlichen Charakter nicht, sagt Steffen Lücking. Seit dem 1. Oktober sei es möglich, das Grundstück in kleinere Parzellen aufzuteilen und die Bauplätze zu verkaufen. "Das wäre die schnellere und lukrativere Lösung, aber für Fleestedt mit Sicherheit die schlechtere Lösung", sagt er.
Steffen Lücking und sein Architekt Johann Tipke aus Buchholz haben vor, in einem gestalteten Park die Jugendstilvilla des Industriellen Hermann de Planque in den Mittelpunkt zu stellen.
Das prächtige, an ein feudales Gutshaus erinnernde Gebäude soll Begegnungsstätte, ambulanter Pflegestützpunkt und Sitz der Verwaltung sein. In acht Gebäuden mit jeweils elf Wohnungen würden Senioren im Grünen leben.
Im Süden des Grundstücks plant der Investor zwei Wohngebäude mit insgesamt 32 Eigentumswohnungen, 60 bis 120 Quadratmeter groß. Das Gebiet sei über insgesamt drei Straßen zu erschließen, so dass kein Verkehrsproblem zu befürchten sei, sagt Steffen Lücking. In Seevetal fehle Wohnraum für Senioren. Lücking verweist dazu auf die Diplomarbeit von Lennart Erikson und David Foster von der Hafencity Universität, die zu diesem Ergebnis gekommen ist. Sein Vorhaben stehe deshalb nicht in Konkurrenz zu den Pflegeheim mit Seniorenwohnungen, das die Lindhorst-Gruppe in Fleestedt plant.