Tod eines 17-Jährigen steht offenbar in Zusammenhang mit Drogenkriminalität
Erneuter Einbruch nach Bluttat im Altländer Viertel

In diesem Mehrfamilienhaus ereignete sich die Tat  Foto: lt
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  • hochgeladen von Lena Stehr

lt. Stade. Nach dem Tod eines 17-Jährigen im Altländer Viertel in Stade am vergangenen Sonntag wird deutlich: Von den rund 3.000 Menschen, die in dem Multi-kulti-Stadtteil leben, hat die große Mehrheit nichts von der Bluttat und den nachfolgenden Polizeieinsätzen mitbekommen.
Inzwischen gilt es als wahrscheinlich, dass sowohl der getötete junge Räuber als auch dessen Komplize (24) und der Mann (37), in dessen Wohnung die beiden anderen gewaltsam eindrangen, dem Drogenmilieu zuzuordnen sind. Offenbar befanden sich auch alle drei Täter schon vor dem Vorfall im Visier der Polizei, die beiden Einbrecher waren aufgrund anderer Delikte bereits vorbestraft.
Dafür, dass die Tat in Zusammenhang mit Drogenkriminalität stehen könnte, spricht unter anderem auch, dass nur wenige Stunden nach der Tat mehrere Männer in die von der Polizei versiegelte Wohnung einbrachen. Nachbarn hatten die Polizei verständigt. Ein Großaufgebot an Polizisten konnte die Täter, die zunächst geflüchtet waren, schließlich festnehmen. Mehr wollte Polizeisprecher Rainer Bohmbach aber dazu nicht sagen.
Fest steht, dass gegen den 37-jährigen Wohnungsbesitzer wegen eines Tötungsdelikts (er hatte seine Angreifer mit einem Messer attackiert) und gegen den 24-jährigen Schwerverletzten wegen gemeinschaftlicher schwerer räuberischer Erpressung ermittelt wird. Gegen beide Männer liegt kein Untersuchungshaftbefehl vor.
Im Zuge der Ermittlungen hat die Polizei am Montag mehrere Wohnungen in der Nähe des Tatorts in der Hohenfriedberger Straße durchsucht. Ob dabei etwas gefunden wurde, ist nicht bekannt. Es finden weitere Vernehmungen und Befragungen statt und gesicherte Spuren werden ausgewertet.
Das Leben im Viertel geht derweil seinen gewohnten Gang. Die Tat scheint viele Bewohner nicht wirklich zu schockieren. Die Distanz ist groß zwischen den einen, die sich für den Stadtteil aufopfern, engagieren und für ein positives Image kämpfen, und denen, die anscheinend durch alle Raster fallen, immer wieder für traurige Schlagzeilen sorgen und denen das Viertel seinen Ruf als "Problem-Stadtteil" verdankt.

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