Nach Frontalzusammenstoß in Stade

Unfallopfer wird von Verursachern zusammengeschlagen und ausgeraubt

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Mehr Unfälle, aber weniger Tote: Stader Polizei stellt Verkehrsunfallstatistik 2016 vor

Andreas Kunath (li.) und Jan Horwege stellten die Unfallstatistik vor
  • Andreas Kunath (li.) und Jan Horwege stellten die Unfallstatistik vor
  • hochgeladen von Lena Stehr

Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Rosengarten / Autobahn A261 gesperrt
Sattelzug brannte vollständig aus / Ladung zerstört

Am Mittwoch, 1. Juli, war ein 33-jähriger Mann mit einem Sattelzug gegen 17.50 Uhr  auf der A261 von Hamburg in Richtung Bremen unterwegs. Kurz hinter der Anschlussstelle Tötensen geriet die Zugmaschine  vermutlich infolge eines technischen Defekts in Brand. Der Fahrer stoppte seinen Sattelzug und versuchte, den Brand zu löschen. Hierbei wurde er leicht verletzt. Nach Eingang des Notrufes wurde die A261 voll gesperrt. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Rade, Tötensen, Leversen-Sieversen und Neu...

Blaulicht

Autobahn A1
Sperrung zwischen Hamburg-Stillhorn und Hamburg-Harburg an diesem Wochenende

Die Niederlassung Nord der Autobahn GmbH erinnert an die bevorstehende Sperrung der A1 in Fahrtrichtung Bremen zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Stillhorn und Hamburg-Harburg. Die Richtungsfahrbahn Bremen wird von Freitag, 3. Juli, 22 Uhr, bis Montag, 6. Juli , 5 Uhr gesperrt. Die Sperrung ist erforderlich, um vorbereitende Maßnahmen für den Ersatzneubau der Süderelbbrücke durchzuführen. Neben Arbeiten an den Entwässerungsanlagen werden Leitungen verlegt. Außerdem werden Spundwände zur...

Blaulicht
Die Unfallstelle in Stade | Foto: Polizei
3 Bilder

Raub nach Frontalzusammenstoß in Stade
Polizei sucht drei flüchtige Täter

Ein schwerer Verkehrsunfall mit anschließendem Raubüberfall hat sich in der Nacht zu Samstag in der Straße „Am Mühlenteich“ in Stade ereignet. Ein 24-jähriger Stader wurde dabei leicht verletzt. Die Polizei ermittelt wegen eines mutmaßlich gezielt herbeigeführten Zusammenstoßes und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Frontalzusammenstoß kurz vor Mitternacht Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der 24-Jährige kurz vor Mitternacht mit seinem Mercedes auf der Straße „Am Mühlenteich“...

Blaulicht

Tragischer Autounfall in Buchholz
58-Jähriger stirbt nach schwerem Verkehrsunfall

Ein 58-jähriger Autofahrer ist am heutigen Mittwochmorgen, 2. Juli, nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Steinbecker Straße verstorben. Trotz umfangreicher Rettungsmaßnahmen erlag der Mann später in einer Klinik seinen schweren Verletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der 58-Jährige gegen 7.55 Uhr mit seinem Opel in Richtung Buchholzer Innenstadt unterwegs. Zeugen berichteten, dass das Fahrzeug plötzlich mehrfach den Bordstein touchierte. Kurz hinter der Einmündung...

Blaulicht

39-Jährige schwer verletzt
1,9 Promille: Tesla-Fahrerin verliert auf der A1 die Kontrolle

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A1 ist am Dienstagabend eine 39-jährige Autofahrerin schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei verlor die Frau gegen 22.15 Uhr auf der Richtungsfahrbahn Hamburg vermutlich aufgrund ihrer Alkoholisierung die Kontrolle über ihren Tesla. Auf Höhe der Gemarkung Horstedt kam der Wagen nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Rettungskräfte versorgten die Fahrerin zunächst an der Unfallstelle und brachten sie...

Blaulicht

Polizei Stade in Bremervörde
Schwerpunktkontrolle: E-Scooter-Fahrer im Fokus

Bei einer groß angelegten Schwerpunktkontrolle im Raum Bremervörde hat die Polizei am Dienstag zahlreiche Verstöße im Stadtgebiet festgestellt. Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Stade waren zur Unterstützung vor Ort. Knapp 100 Personen und 52 Fahrzeuge wurden kontrolliert. Im Fokus standen neben der Bekämpfung krimineller Strukturen insbesondere die Verkehrssicherheit und der Einsatz von E-Scootern. E-Scooter besonders häufig auffällig Gerade bei E-Scootern registrierten die Einsatzkräfte...

Blaulicht
In diesem Haus in der Stader Dankersstraße ereignete sich die Bluttat, der sechs Menschen zum Opfer fielen. Die Haustür ist polizeilich versiegelt. Auf der anderen Straßenseite legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an (kl. Foto) | Foto: jd
8 Bilder

Todesschütze G. wollte offenbar gezielt töten
Bluttat in Stade: Gericht erlässt Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes

Sechs Menschen sind am Montag bei einer beispiellosen Bluttat in einer Stader Mutter-Kind-Einrichtung erschossen worden. Gegen den mutmaßlichen Todesschützen Fatih G. hat das Amtsgericht Stade am Dienstagabend Haftbefehl wegen des Verdachts auf Mordes in sechs Fällen erlassen. Der 45-Jährige aus Garbsen bei Hannover hatte während eines Gesprächstermins in der Stader Wohneinrichtung plötzlich auf Beschäftigte der Einrichtung sowie Mitarbeitende des Jugendamtes geschossen, um diese gezielt zu...

Blaulicht
Löscharbeiten | Foto: Feuerwehr Horneburg
3 Bilder

Pkw brennt auf der A26 bei Dollern vollständig aus
Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Ein Pkw ist am Dienstagabend auf der Autobahn 26 zwischen Horneburg und Dollern vollständig ausgebrannt. Die Feuerwehr Horneburg wurde gegen 20.15 Uhr zu dem Fahrzeugbrand alarmiert. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Nach ersten Erkenntnissen bemerkte die Fahrerin während der Fahrt einen lauten Knall. Sie reagierte geistesgegenwärtig, hielt ihr Fahrzeug an und verließ es rechtzeitig, noch bevor sich die Flammen ausbreiteten. Wenige Augenblicke später stand der Pkw bereits in Vollbrand....

Blaulicht

Buchholz
Taschendiebe in der Innenstadt unterwegs

Am Donnerstag, 2. Juli, kam es in der Buchholzer Innenstadt zu zwei Taschendiebstählen mit anschließenden weiteren strafrechtlichen Verwendungen. In der Zeit zwischen 14.35 und 14.50 Uhr wurde eine 83-jährige Frau bestohlen, als sie in einem Geschäft an der Breiten Straße einkaufte. Der oder die Täter nahmen unbemerkt das Portemonnaie aus ihrer Jackentasche. Anschließend gelang es ihnen, mit der EC-Karte der Frau rund 1.700 Euro an einem Geldautomaten abzuheben. Gegen 18.15 Uhr wurde einer Frau...

Blaulicht
Übersichtsplan | Foto: Feuerwehr Jesteburg
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Erhöhtes Verkehrsaufkommen
Kreiszeltlager in Jesteburg

Das diesjährige Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Landkreis Harburg startet. In diesem Zusammenhang ist auf der K83 in Richtung Lüllau, insbesondere im Bereich des P+R-Parkplatzes, zeitweise mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Diese Verkehrssituation kann bis zum Ende des einwöchigen Zeltlagers und dessen Abbau andauern. Besonders am Anreisetag, Samstag, den 04. Juli 2026, ist ganztägig mit deutlich mehr Verkehr zu rechnen, da ca. 1700 Teilnehmer erwartet werden. Die offizielle...

lt. Stade. Mit einer guten und einer schlechten Nachricht stiegen Andreas Kunath und Jan Horwege von der Stader Polizei in ihren Bericht zum Verkehrsunfallgeschehen 2016 im Landkreis ein. Die schlechte Nachricht: Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg im Vergleich zu 2015 um 8,8 Prozent. Insgesamt nahmen die Beamten 4.462 Unfälle auf.
Der starke Anstieg beruhe hauptsächlich auf Unfällen mit Sachschaden, so Jan Horwege und leitete damit gleich zur guten Nachricht über: Die Zahl der Verkehrstoten sank auf den bisher niedrigsten Stand seit ca. 60 Jahren. Sieben Menschen verloren bei Unfällen ihr Leben, 2015 waren es 13. "Natürlich ist aber jeder Tote einer zuviel", betonten die Beamten.

150 Personen wurden schwer verletzt, befanden sich also länger als 24 Stunden in stationärer Behandlung, so Horwege. 766 Menschen verletzten sich bei Unfällen leicht. Bei den insgesamt 712 Unfällen mit Personenschaden war zu hohe Geschwindigkeit die häufigste Unfallursache, gefolgt von zu geringem Abstand, Vorfahrtnehmen und Fehlern beim Abbiegen.

Senioren (ab 65 Jahre) waren 196-mal an den Unfällen mit Personenschaden beteiligt und wurden 122-mal als Hauptverursacher ermittelt. Junge Fahrer (18-24 Jahre) waren 231-mal an Unfällen mit Personenschaden beteiligt und waren 159-mal die Hauptverursacher.

Zu beobachten sei, dass das Nervenkostüm der Autofahrer immer dünner werde. Vor allem, wenn viele Baustellen den Verkehr behindern und das Verkehrsaufkommen hoch sei, neigten viele Fahrer zum Drängeln. Die Überführung der Verkehrssünder sei meistens leider schwierig.

Ein weiteres Sorgenkind der Polizei bleibt das Thema Unfallflucht:
"Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt", sagt Polizeihauptkommissar Jan Horwege. Auch im vergangenen Jahr sei der Anteil der Unfallfluchten unverändert hoch. Bei 1.130 Unfällen, also etwas mehr als einem Viertel der insgesamt 4.462 registrierten Unfälle, entfernte sich ein Beteiligter unerlaubt vom Unfallort. In 58 Fällen kamen bei den Unfällen Personen zu Schaden. Die Aufklärungsquote insgesamt lag mit 46,11 Prozent etwas unter dem Vorjahresniveau. In der Hälfte der Fälle konnte die Polizei die Unfallfluchten aufklären, bei denen Personen zu Schaden gekommen waren.
Die Beamten appellieren an alle Verkehrsteilnehmer und Bürger, selbst verursachte oder beobachtete Unfälle zu melden. Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort kann eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren und den Entzug der Fahrerlaubnis zur Folge haben. Als Fahrerflucht gilt es auch, wenn der Verursacher seinen Namen z.B. an der Windschutzscheibe des beschädigten Autos hinterlässt und wegfährt.

Die Zahl der Unfälle, bei denen ein Beteiligter unter Alkoholeinfluss stand, stieg im Vergleich zum Vorjahr von 74 auf 92. Einfluss von Betäubungsmitteln (meist Cannabis) wurde bei acht Unfallbeteiligten festgestellt, das sind zwei weniger als 2015.

Die Fahranfänger (18 bis 24 Jahre) sind nach wie vor am häufigsten an den Unfällen mit Personenschaden beteiligt. Vier der insgesamt sieben Verkehrstoten 2016 gehörten dieser Altersgruppe an, darunter zwei Pkw-, ein Krad- und ein Radfahrer. Hauptgrund für die Unfälle war überhöhte, bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit. 21 Mal war bei den jungen Fahrern Alkohol im Spiel, fünf Mal standen sie unter Drogeneinfluss.

Bei den Senioren (ab 65 Jahre) waren im vergangenen Jahr mehr Verletzte zu beklagen. Insgesamt wurden 115 Personen verletzt, darunter 30 schwer und drei tödlich. Häufigste Unfallursachen bei Senioren sind Wenden, Rückwärtsfahren sowie Abstand.

Auffällig ist laut Polizei der Rückgang der Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern. Die Zahl sank von 138 auf 112. Die Zahl der Schwerverletzen stieg allerdings von 26 auf 30 an.
Radfahrer waren 2016 an insgesamt 219 Unfällen beteiligt, das sind 24 Unfälle mehr als 2015. Deutlich angestiegen ist auch die Zahl der an Unfällen beteiligten Pedelecs (Fahrräder mit Hilfsantrieb). 2016 zählte die Polizei insgesamt 16 Vorfälle, 2015 waren es nur drei. Vier Beteiligte wurden schwer, zehn leicht verletzt.
Die Polizei appelliert an alle Radfahrer, sich an die Verkehrsregeln zu halten und insbesondere an Fußgängerüberwegen abzusteigen.

Fußgänger waren 2016 an 75 Unfällen beteiligt, sieben weniger als im Vorjahr. Zu Tode kam glücklicherweise niemand.

Angestiegen sind die Zahl der Wildunfälle (von 695 auf 722) sowie die Zahl der Verkehrsunfälle auf der Autobahn 26 (von 69 auf 86). Die Polizei sieht einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Autobahnunfälle und der Öffnung der Strecke zwischen Jork und Horneburg in beide Richtungen im Sommer 2015. Auf der A 26 wurden 2016 fünf Personen schwer und 22 leicht verletzt.

Unfallschwerpunkte im Landkreis Stade seien nach wie vor die großen Kreuzungen an der Bundesstraße 73/74 oder beim Stader Gewerbegebiet "Am Steinkamp".
Und obwohl so mancher Autofahrer meint, auf den Umleitungsstrecken wie der L114 in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten würden sich gehäuft Unfälle ereignen, handele es sich in der Regel nur um eine Verschiebung des Unfallgeschehens, so Horwege.

Die Zahl der Schulwegeunfälle reduzierte sich von 35 auf 26. Insgesamt wurden 2016 bei 77 Unfällen 86 Kinder verletzt, davon elf schwer und 75 leicht. Bei durchgeführten Geschwindigkeitskontrollen im Bereich von Schulen entpuppten sich oftmals Eltern als Verkehrssünder, die zu schnell unterwegs waren.

Redakteur:

Lena Stehr

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