Mehr Unfälle, aber weniger Tote: Stader Polizei stellt Verkehrsunfallstatistik 2016 vor

Andreas Kunath (li.) und Jan Horwege stellten die Unfallstatistik vor
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht
Der Landkreis hatte am 1. Oktober zunächst einen Blitzer-Anhänger in Höhe des Friedhofs in Richtung Heidekreis aufgestellt | Foto: bim
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Welle
Nach tödlichem Unfall auf B3 - Behörden planen erste Verkehrssicherheitsmaßnahmen

Nach dem tödlichen Unfall am 18. September an der B3 in Welle gab es am Freitag, 9. Oktober 2026, einen Ortstermin mit Vertretern der Verkehrsbehörde des Landkreises Harburg, des Straßenbaulastträgers (Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Lüneburg) und der Polizei. "Wir haben uns ein umfassendes Bild der Lage vor Ort verschafft und insbesondere auch die Forderungen der Gemeinde Welle sowie der Anwohnerinnen und Anwohner berücksichtigt", teilt der Landkreis mit.  Dabei wurden sofortige und...

Blaulicht

Unfall auf B75
Traktor kippt bei Wistedt auf die Seite – Fahrer im Krankenhaus

Glück im Unglück hatte ein 54-jähriger Treckerfahrer am Sonntagvormittag, 11. Oktober, bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 75 in Höhe Wistedt. Sein Traktor kippte während eines Abbiegevorgangs auf die Seite. Der Fahrer wurde dabei leicht verletzt. Der Unfall ereignete sich gegen 9.45 Uhr, als der 54-Jährige mit seinem Trecker samt Anhänger von der B75 in die Straße Am Hermannhof abbiegen wollte. Aus bislang ungeklärter Ursache verlor der Traktor während des Abbiegevorgangs die...

Blaulicht
Eine verletzte Person wird zur medizinischen Versorgung gebracht | Foto: DLRG
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Von der Autobergung bis zur Personensuche
Großeinsatz im Alten Land: 115 Retter proben den Katastrophenfall

Vermisste Menschen auf der Elbinsel Lühesand, versunkene Container nach einem Starkregen, eine Evakuierung über die Lühe und ein schwerer Unfall an einem Baggersee: Was nach einer ganzen Serie dramatischer Ereignisse klingt, war glücklicherweise nur eine Übung. Bei der groß angelegten Katastrophenschutzübung stellten 115 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus dem Landkreis Stade ihr Können an verschiedenen Schauplätzen im Alten Land unter Beweis. Beteiligt waren der DLRG-Wasserrettungszug aus dem...

Blaulicht

Schläge mit Schlagstöcken und Holzlatten
Neue Erkenntnisse zur Massenschlägerei in Stade

(pau/jd). Blutüberströmte Männer hinter einer Sporthalle, brutale Schläger und ein Großeinsatz der Polizei: An der Berufsbildenden Schule III geriet am vergangenen Wochenende ein Streit beim Freizeitfußball völlig außer Kontrolle. Am Ende gab es mindestens sechs Verletzte, vier von ihnen mussten ins Krankenhaus. Und Stade steht erneut vor der Frage: Warum eskalieren Konflikte in der Hansestadt immer wieder derart heftig? Kurz vor 22 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein. Zeugen...

Blaulicht

Feuerwehr-Nachwuchs in Oldendorf-Himmelpforten
29 Einsatzkräfte bestehen QS1-Prüfung

Erfolgreicher Abschluss der Feuerwehr-Grundausbildung: 29 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner aus der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten haben den Kompetenznachweis der Qualifikationsstufe Einsatzfähigkeit (QS1) bestanden. Damit haben sie einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur voll ausgebildeten Feuerwehreinsatzkraft geschafft. Große Freude bei den Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten: Nach einer mehrwöchigen Ausbildung und einem abschließenden Prüfungstag haben...

Blaulicht
Unfallstelle auf der Kreisstraße 10 bei Schmalenfelde | Foto: Freiwillige Feuerwehr SG Hanstedt
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Kollision auf der K10
Unfall bei Marxen: 37-Jähriger schwer verletzt – Kind unter den Verletzten

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 10 zwischen Schmalenfelde und Marxen sind am Sonntagnachmittag vier Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Zwei Autos waren in einem Kurvenbereich zusammengestoßen. Gegen 15.55 Uhr kollidierten aus bislang ungeklärter Ursache ein VW Polo und ein Mercedes. Der 37-jährige Fahrer des VW Polo erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen. Er wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. In dem Mercedes befanden sich ein...

Blaulicht

Freiwillige Feuerwehr Hanstedt
Wahl zum Ortsbrandmeister und Funktionswahlen

Die Hanstedter Feuerwehr hatte ihre Mitglieder am Freitagabend zu ihrer diesjährigen Dienstversammlung ins Gerätehaus eingeladen. Zahlreiche Mitglieder aus der Einsatzabteilung und der Alters- und Ehrenabteilung waren der Einladung gefolgt. Als Gäste begrüßte der Ortsbrandmeister Peter Lege den Kreisbrandmeister Jörn Petersen, den Gemeindebrandmeister Sebastian Seier, den Hanstedter Bürgermeister Gunnar Hofmeister sowie den Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus und den künftigen...

Blaulicht
Der Schlauchlauf wurde durchgeführt | Foto: Feuerwehr
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43. Gruppen nahmen teil
40. Nachtmarsch der Feuerwehr war erneut ein Erfolg

Auch der 40. Nachtmarsch der Freiwilligen Feuerwehr Rottorf war wieder ein voller Erfolg. Insgesamt 43 Gruppen aus dem Landkreis Harburg, dem Herzogtum Lauenburg, dem Landkreis Lüneburg und aus Hamburg nahmen an dem Marsch teil. Bei dem Marsch mussten die Gruppen zwei Strecken von jeweils drei Kilometern absolvieren. Auf den beiden Strecken waren jeweils drei Kontrollpunkte anzulaufen. An den sechs Punkten waren dann Aufgaben zu lösen, die von Rottorfs Ortsbrandmeister Thomas Apel mit seinem...

Blaulicht

Schwerer Verkehrsunfall
Transporter prallt bei Tönnhausen gegen Baum – Fahrer verletzt

Auf der Kreisstraße 2 bei Tönnhausen hat sich am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Am Ortsausgang in Richtung Hunden streifte der Fahrer eines Mercedes-Benz Sprinters aus bislang ungeklärter Ursache einen Baum. Anschließend kam der Transporter am Fahrbahnrand zum Stehen. Da zunächst vermutet wurde, dass der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt sei, wurden neben dem Rettungsdienst die Feuerwehr Tönnhausen sowie das Hilfeleistungslöschfahrzeug und der Rüstwagen der...

Blaulicht

Buchholz
Brandstiftung in einem Mehrfamilienhaus?

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 10./11. Oktober,  wurde eine Rauchentwicklung im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses mitgeteilt, woraufhin die Feuerwehr und die Polizei ausrückten. Im Treppenhaus konnten vor einer Wohnungstür verkohlte Reste festgestellt werden. Die Tür wurde durch das Feuer beschädigt. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, ob der Rauch zuvor in die Wohnung gezogen war und dadurch eine Gefahr für die Personen bestand, wurde die Tür durch die Feuerwehr aufgebrochen. In...

lt. Stade. Mit einer guten und einer schlechten Nachricht stiegen Andreas Kunath und Jan Horwege von der Stader Polizei in ihren Bericht zum Verkehrsunfallgeschehen 2016 im Landkreis ein. Die schlechte Nachricht: Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg im Vergleich zu 2015 um 8,8 Prozent. Insgesamt nahmen die Beamten 4.462 Unfälle auf.
Der starke Anstieg beruhe hauptsächlich auf Unfällen mit Sachschaden, so Jan Horwege und leitete damit gleich zur guten Nachricht über: Die Zahl der Verkehrstoten sank auf den bisher niedrigsten Stand seit ca. 60 Jahren. Sieben Menschen verloren bei Unfällen ihr Leben, 2015 waren es 13. "Natürlich ist aber jeder Tote einer zuviel", betonten die Beamten.

150 Personen wurden schwer verletzt, befanden sich also länger als 24 Stunden in stationärer Behandlung, so Horwege. 766 Menschen verletzten sich bei Unfällen leicht. Bei den insgesamt 712 Unfällen mit Personenschaden war zu hohe Geschwindigkeit die häufigste Unfallursache, gefolgt von zu geringem Abstand, Vorfahrtnehmen und Fehlern beim Abbiegen.

Senioren (ab 65 Jahre) waren 196-mal an den Unfällen mit Personenschaden beteiligt und wurden 122-mal als Hauptverursacher ermittelt. Junge Fahrer (18-24 Jahre) waren 231-mal an Unfällen mit Personenschaden beteiligt und waren 159-mal die Hauptverursacher.

Zu beobachten sei, dass das Nervenkostüm der Autofahrer immer dünner werde. Vor allem, wenn viele Baustellen den Verkehr behindern und das Verkehrsaufkommen hoch sei, neigten viele Fahrer zum Drängeln. Die Überführung der Verkehrssünder sei meistens leider schwierig.

Ein weiteres Sorgenkind der Polizei bleibt das Thema Unfallflucht:
"Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt", sagt Polizeihauptkommissar Jan Horwege. Auch im vergangenen Jahr sei der Anteil der Unfallfluchten unverändert hoch. Bei 1.130 Unfällen, also etwas mehr als einem Viertel der insgesamt 4.462 registrierten Unfälle, entfernte sich ein Beteiligter unerlaubt vom Unfallort. In 58 Fällen kamen bei den Unfällen Personen zu Schaden. Die Aufklärungsquote insgesamt lag mit 46,11 Prozent etwas unter dem Vorjahresniveau. In der Hälfte der Fälle konnte die Polizei die Unfallfluchten aufklären, bei denen Personen zu Schaden gekommen waren.
Die Beamten appellieren an alle Verkehrsteilnehmer und Bürger, selbst verursachte oder beobachtete Unfälle zu melden. Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort kann eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren und den Entzug der Fahrerlaubnis zur Folge haben. Als Fahrerflucht gilt es auch, wenn der Verursacher seinen Namen z.B. an der Windschutzscheibe des beschädigten Autos hinterlässt und wegfährt.

Die Zahl der Unfälle, bei denen ein Beteiligter unter Alkoholeinfluss stand, stieg im Vergleich zum Vorjahr von 74 auf 92. Einfluss von Betäubungsmitteln (meist Cannabis) wurde bei acht Unfallbeteiligten festgestellt, das sind zwei weniger als 2015.

Die Fahranfänger (18 bis 24 Jahre) sind nach wie vor am häufigsten an den Unfällen mit Personenschaden beteiligt. Vier der insgesamt sieben Verkehrstoten 2016 gehörten dieser Altersgruppe an, darunter zwei Pkw-, ein Krad- und ein Radfahrer. Hauptgrund für die Unfälle war überhöhte, bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit. 21 Mal war bei den jungen Fahrern Alkohol im Spiel, fünf Mal standen sie unter Drogeneinfluss.

Bei den Senioren (ab 65 Jahre) waren im vergangenen Jahr mehr Verletzte zu beklagen. Insgesamt wurden 115 Personen verletzt, darunter 30 schwer und drei tödlich. Häufigste Unfallursachen bei Senioren sind Wenden, Rückwärtsfahren sowie Abstand.

Auffällig ist laut Polizei der Rückgang der Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern. Die Zahl sank von 138 auf 112. Die Zahl der Schwerverletzen stieg allerdings von 26 auf 30 an.
Radfahrer waren 2016 an insgesamt 219 Unfällen beteiligt, das sind 24 Unfälle mehr als 2015. Deutlich angestiegen ist auch die Zahl der an Unfällen beteiligten Pedelecs (Fahrräder mit Hilfsantrieb). 2016 zählte die Polizei insgesamt 16 Vorfälle, 2015 waren es nur drei. Vier Beteiligte wurden schwer, zehn leicht verletzt.
Die Polizei appelliert an alle Radfahrer, sich an die Verkehrsregeln zu halten und insbesondere an Fußgängerüberwegen abzusteigen.

Fußgänger waren 2016 an 75 Unfällen beteiligt, sieben weniger als im Vorjahr. Zu Tode kam glücklicherweise niemand.

Angestiegen sind die Zahl der Wildunfälle (von 695 auf 722) sowie die Zahl der Verkehrsunfälle auf der Autobahn 26 (von 69 auf 86). Die Polizei sieht einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Autobahnunfälle und der Öffnung der Strecke zwischen Jork und Horneburg in beide Richtungen im Sommer 2015. Auf der A 26 wurden 2016 fünf Personen schwer und 22 leicht verletzt.

Unfallschwerpunkte im Landkreis Stade seien nach wie vor die großen Kreuzungen an der Bundesstraße 73/74 oder beim Stader Gewerbegebiet "Am Steinkamp".
Und obwohl so mancher Autofahrer meint, auf den Umleitungsstrecken wie der L114 in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten würden sich gehäuft Unfälle ereignen, handele es sich in der Regel nur um eine Verschiebung des Unfallgeschehens, so Horwege.

Die Zahl der Schulwegeunfälle reduzierte sich von 35 auf 26. Insgesamt wurden 2016 bei 77 Unfällen 86 Kinder verletzt, davon elf schwer und 75 leicht. Bei durchgeführten Geschwindigkeitskontrollen im Bereich von Schulen entpuppten sich oftmals Eltern als Verkehrssünder, die zu schnell unterwegs waren.

Redakteur:

Lena Stehr

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