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Freiland oder Folientunnel
Saisonstart für heimische Himbeeren

Auf den Flächen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Langförden wird in zahlreichen Versuchen an der Qualität der heimischen Himbeeren gefeilt | Foto: LWK/Wolfgang Ehrecke
  • Auf den Flächen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Langförden wird in zahlreichen Versuchen an der Qualität der heimischen Himbeeren gefeilt
  • Foto: LWK/Wolfgang Ehrecke
  • hochgeladen von Pauline Bellmann

Während auf vielen Selbstpflückfeldern im Norden jetzt die Himbeerernte beginnt, läuft sie in Folientunneln und Gewächshäusern bereits seit einigen Wochen. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen verlagert sich der Anbau zunehmend in den geschützten Bereich. Der Grund: Ernten lassen sich so besser planen, Erträge steigern und die Qualität bleibt auch bei wechselhaftem Wetter konstant.

„Die Ernte in den Tunneln ist in vollem Gange – im Freiland in den Plantagen und in Selbstpflückanlagen hat die Ernte in diesen Tagen begonnen“, sagt Felix Koschnick, Leiter der Versuchsstation für Beerenobst der LWK in Langförden. Dank des sonnigen Wetters seien die heimischen Himbeeren derzeit besonders aromatisch. Durch neue Anbauverfahren reicht die Saison inzwischen von Mai bis in den September.

Geschützter Anbau

Vor allem Himbeeren für den Lebensmitteleinzelhandel stammen heute immer häufiger aus Folientunneln oder Gewächshäusern. Dort sind die Pflanzen besser vor Regen und anderen Witterungseinflüssen geschützt. Das ermöglicht gleichbleibende Qualitäten und zuverlässigere Erntemengen, heißt es von der LWK. Außerdem fielen die Erträge deutlich höher aus als im Freiland.

Zu den wichtigsten Anbaugebieten in Niedersachsen zählt unter anderem die Stader Geest südlich des Alten Landes.

Ernte in der Region beginnt

Himbeeren selbst pflücken

Wer die Früchte möglichst frisch genießen möchte, findet jetzt auch wieder zahlreiche Selbstpflückfelder in der Region. Besonders im Umland größerer Städte gibt es entsprechende Angebote. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer schneiden heimische Himbeeren gegenüber Importware aus Spanien, Marokko oder Portugal zudem bei CO₂-Bilanz und Wasserverbrauch besser ab.

Himbeeren in Zahlen

Im vergangenen Jahr wurden in Niedersachsen auf rund 30 Hektar Freilandfläche insgesamt 108 Tonnen Himbeeren geerntet. Im geschützten Anbau produzierten 17 Betriebe auf 65,3 Hektar dagegen rund 895 Tonnen. Mit 13,7 Tonnen pro Hektar liegt der Ertrag im Folientunnel fast viermal so hoch wie im Freiland (3,7 Tonnen pro Hektar).

Redakteur:

Pauline Bellmann aus Buxtehude

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