Er brennt für seine Aufgabe
"WOCHENBLATT-Urgesteine": Stefan Braun ist Pressesprecher der Kreis-Feuerwehr Stade

Stefan Braun ist mit Leib und Seele Feuerwehrmann
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(jd). Das WOCHENBLATT hat in der vergangenen Samstags-Ausgabe die neue Serie "WOCHENBLATT-Urgesteine" gestartet. Porträtiert werden Personen, die die Arbeit der Redaktion zum Teil über Jahrzehnte begleitet haben und immer zur Stelle sind, wenn es darum geht, die Redaktion mit verlässlichen Informationen zu versorgen. In der zweiten Folge wird ein Feuerwehr-Urgestein aus dem Landkreis Stade vorgestellt: Stefan Braun (61) ist in Personalunion Pressesprecher der Kreisfeuerwehr und der Ortsfeuerwehr Stade - und das seit mittlerweile 25 Jahren.

Dass er in diesem Jahr in seinem Amt als Feuerwehr-Pressesprecher ein Jubiläum begeht, wurde Braun erst bewusst, als sich das WOCHENBLATT bei ihm meldete. Es ist ein typisches Beispiel für seine bescheidene Art: Dem gebürtigen Stader, der im Mai 1977 der Ortsfeuerwehr seines Heimatortes beigetreten ist, ging es nie um seine Person, sondern stets um die Sache. Sein Hauptanliegen ist es, die Arbeit der Brandschützer vor Ort auf positive Weise in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken und den Bürgern bewusst zu machen, was sie an ihrer Feuerwehr haben. Für diese Aufgabe brennt Braun - und das spürt jeder, der mit ihm zu tun hat.

Wollte auf keine Fall als "Blaurock" 
bezeichnet werden: Stefan Braun in einem 
WOCHENBLATT-Artikel von 2001
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    bezeichnet werden: Stefan Braun in einem
    WOCHENBLATT-Artikel von 2001
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Der engagierte Vollblut-Feuerwehrmann war viele Jahre als Gruppenführer aktiv und kann im Laufe seiner Dienstzeit auf mehr als 5.000 Einsätze zurückblicken. Der Hauptlöschmeister saß dabei meist im ersten Wagen, der ausrückte. Denn bei einer Alarmierung nach Feierabend ist er schnell zur Stelle: Braun wohnt mit seiner Frau Angela direkt über der Stader Hauptfeuerwache an der Hansestraße.

Als Braun 1996 seinen ehrenamtlichen Posten als Kreis-Pressewart - wie dieses Amt damals hieß - antrat, war er noch allein auf weiter Flur. Seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass inzwischen jede größere Ortsfeuerwehr einen eigenen Pressesprecher hat. In der Anfangszeit habe er bei manchen älteren Ortsbrandmeistern allerdings auch Überzeugungsarbeit leisten müssen, bekennt Braun. "Vielen war damals gar nicht bewusst, wie wichtig Öffentlichkeitsarbeit auch für die Feuerwehr ist."

Um das Image der Feuerwehr ging es auch in einem WOCHENBLATT-Artikel aus dem Jahr 2001, bei dem Brauns Foto die Titelseite zierte. Gesucht wurde damals ein neues griffiges Synonym für die Bezeichnung Feuerwehrmann. Dabei ging es darum, Feuerwehrleute analog zum Begriff Grünröcke für die Schützen als Blauröcke zu bezeichnen. Brauns Kommentar dazu: "Blauröcke? Bloß nicht." Das WOCHENBLATT rief seinerzeit die Leser dazu auf, Vorschläge einzusenden. Braun erinnert sich daran: "Es gab einige interessante Wortschöpfungen wie etwa 112-Retter, aber keine davon setzte sich durch."

Inzwischen ist auch Brauns Auffassung von Pressearbeit überall in den Ortsfeuerwehren angekommen: Demnach sind nicht die Leser von Feuerwehrzeitungen und ähnlichen Fachpublikationen die Hauptzielgruppe, sondern vielmehr die Menschen im Landkreis Stade, die sich eine aktuelle und objektive Berichterstattung rund um die Feuerwehr und deren Einsätze wünschen.

Leidenschaftlicher Sammler aus Stade: Unter jedem seiner Helme steckte ein Retter

Und da sieht sich Braun, der beruflich als Redakteur beim Hamburger Fachblatt "Täglicher Hafenbericht" tätig ist, gefordert: "Am Ort des Geschehens ist er Ansprechpartner für Medien von der Lokalzeitung bis zum Boulevardfernsehen", hieß es vor ein paar Jahren in einem WOCHENBLATT-Artikel, in dem er mit folgenden Worten zitiert wurde: "Ich lege Wert darauf, die Öffentlichkeit ordentlich, schnell und souverän zu informieren."

Dazu gehört aber nicht nur der Lagebericht, der den Presseleuten am Einsatzort direkt in den Block diktiert wird. Braun ist auch auf den Jahreshauptversammlungen der größeren Ortsfeuerwehren präsent, um später die Zeitungen mit Zahlen, Daten und Fakten versorgen zu können. Bis zum Ausbruch der Pandemie war Brauns Terminkalender im ersten Quartal eines Jahres an den Wochenenden stets prall gefüllt. In dieser Zeit finden traditionell die Versammlungen statt.

Schließlich bleibt noch zu erwähnen, dass Braun bereits zweimal wegen seines ungewöhnlichen Hobbys im Fokus der WOCHENBLATT-Berichterstattung stand: Er sammelt Feuerwehrhelme. Mehr als 300 Exemplare aus aller Welt hat Braun bereits zusammengetragen.

"WOCHENBLATT-Urgesteine"
Sie sind unserer Zeitung oft über Jahrzehnte verbunden: Gemeint sind Menschen aus der Region, die an den unterschiedlichsten Positionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ihren Beitrag dazu leisten, dass im WOCHENBLATT fundierte Artikel mit lokalen Themen erscheinen. Sie sind für die Redaktion verlässliche Ansprechpartner und beantworten Anfragen prompt. Das WOCHENBLATT stellt einige von ihnen einer kleinen Serie mit dem Titel "Die WOCHENBLATT-Urgesteine" vor.

Stefan Braun ist mit Leib und Seele Feuerwehrmann
Wollte auf keine Fall als "Blaurock" 
bezeichnet werden: Stefan Braun in einem 
WOCHENBLATT-Artikel von 2001
Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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