Stader Seniorenheim ist derzeit "Corona-Hotspot"
Das dritte Corona-Todesopfer im Landkreis Stade: Eine weitere Bewohnerin des Johannisheims verstirbt

Im Pflegeheim lässt sich enger Kontakt nicht vermeiden  (Symbolfoto)
  • Im Pflegeheim lässt sich enger Kontakt nicht vermeiden (Symbolfoto)
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  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Stade. Im Landkreis Stade gibt es das dritte Corona-Todesopfer. Am Donnerstag ist eine weitere Bewohnerin des Stader Johannisheims an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. "Mit großer Bestürzung muss ich leider bekanntgeben, dass eine weitere Bewohnerin unseres Hauses verstorben ist. Die über 80-Jährige hatte schwere Vorerkrankungen", teilte der Kuratoriums-Vorsitzende der kirchlichen Einrichtung, Claus Hinrichs, mit. Nach seinen Angaben sind bisher 13 der 116 Bewohner positiv auf das Corona-Virus getestet worden, drei von ihnen werden nach wie vor im Elbe-Klinikum behandelt. Die anderen Bewohner befinden sich auf einer im Johannisheim eingerichteten Isolierstation. Außerdem sind drei Mitarbeiter positiv getestet wurden. Diese befinden sich in häuslicher Quarantäne  - ebenso wie sechs weitere Mitarbeiter, die mit infizierten Personen in Kontakt waren, aber keine Symptome zeigen.

Im Johannisheim gab es in der vergangenen Woche die ersten beiden Corona-Todesfälle im Landkreis Stade. Die 79 und 97 Jahre alten Seniorinnen waren zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Die personelle Situation stellte sich in den vergangenen Tagen laut Hinrichs als schwierig dar. Von den 69 Pflegekräften war zeitweise nicht einmal die Hälfte einsatzbereit. Zwischenzeitlich wurde das Pflegepersonal von Mitarbeitern aus der Küche unterstützt. Das war möglich, weil die Heimbewohner aktuell vom DRK mit Essen versorgt wurden.

Seit Donnerstag bereitet wieder das  eigene Küchenpersonal die Mahlzeiten zu. "Dafür übernehmen jetzt Betreuungskräfte Hilfsdienste im Haus, weil wir wieder genügend Schutzkleidung auch für die Betreuungskräfte im Haus haben", berichtet Hinrichs. 

Ein großes Problem stellt wie in vielen Senioren- und Pflegeheimen der Mangel an Schutzausstattung dar. Die Rotenburger Werke halfen mit Schutzkleidung aus und es gab auch Hilfe von privater Seite: Dem Heim wurden selbstgenähte Stoffmasken gespendet. Mit diesen Masken sei man nun ausreichend versorgt, so Hinrichs. Um die Pflegekräfte mit professionellen Schutzmasken auszustatten, hat das Johannisheim 500 FFP2-Masken über private Anbieter bestellt. Für eine Maske in dieser Schutzklasse zahle man jetzt einen Stückpreis von 6 Euro, so Hinrichs: "Diese Masken kosteten vor wenigen Wochen noch 50 Cent."

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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