Modernes Arbeitsschiff für die Oste
Dieser „Seehund“ sorgt auch im Landkreis Stade für sichere Deiche
- Die MS „Seehund“ verfügt über modernstes Equipment für die Unterhaltungsarbeiten auf und an der gesamten, fast 70 Kilometer langen unteren Oste zwischen der Mündung und Bremervörde
- Foto: Hartwig Meyer/NLWKN
- hochgeladen von Jörg Dammann
Ein neuer „Seehund“ ist auf der Oste unterwegs: Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat jetzt sein neues Unterhaltungsschiff MS „Seehund“ feierlich getauft und in Dienst gestellt. Heimathafen ist der NLWKN-Betriebshof Basbeck (Stadt Hemmoor) im Nachbarlandkreis Cuxhaven. Doch auch im Landkreis Stade wird das moderne Arbeitsschiff künftig regelmäßig zum Einsatz kommen.
Auch auf Stader Gewässern im Einsatz
Die „Seehund“ ist für die Unterhaltung der gesamten, knapp 70 Kilometer langen unteren Oste zwischen Bremervörde und der Elbmündung zuständig. Die Oste ist in weiten Teilen "Grenzfluss" zu den Landkreisen Rotenburg und Cuxhaven. Zwischen Gräpel und Brobergen gehören sogar beide Flussufer zum Landkreis Stade.
„Die Oste ist das größte landeseigene, tidebeeinflusste Gewässer in Niedersachsen und prägende Lebensader der Region“, betonte NLWKN-Verwaltungschefin und Taufpatin Sabrina Lorenz bei der Schiffstaufe.
Zu den wichtigsten Aufgaben des Schiffes zählen die Sicherung der Deichfüße, der Bau von Buhnen, die Gehölzpflege und die Unterhaltung von Schifffahrtszeichen. Gerade die Deichsicherheit hat entlang des tidebeeinflussten Flusses große Bedeutung.
1,7 Millionen Euro investiert
Das Land Niedersachsen hat mehr als 1,7 Millionen Euro aus Corona-Sondermitteln in den Neubau investiert. Das Schiff ersetzt die 1976 gebaute und inzwischen ausgemusterte alte „Seehund“, für die zuletzt kaum noch Ersatzteile verfügbar waren.
Gebaut wurde das neue Arbeitsschiff auf der Schiffswerft Hermann Barthel in Sachsen-Anhalt. Es ist mehr als 17 Meter lang und knapp fünf Meter breit. Mit dem seitlich geführten Arbeitsponton erreicht der Verband eine Länge von rund 24 Metern und eine Breite von elf Metern.
Moderne Technik für schwierige Einsätze
Ein Bugstrahlruder macht die „Seehund“ besonders wendig. Das Steuerhaus lässt sich um 1,30 Meter anheben, um bei den Arbeiten eine bessere Übersicht zu ermöglichen. Ein Kran am Heck dient unter anderem zur Bergung von Treibgut. Hydraulisch absenkbare Masten erleichtern die Durchfahrt unter Brücken. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von rund 8,6 Knoten (das entspricht etwa16 km/h) kann das Schiff Mitarbeiter, Baumaterial und Spezialgeräte zuverlässig an die jeweiligen Einsatzorte bringen.
„Die neue Seehund ist stark genug, um den Schubverband auch bei starker Strömung sicher auf Kurs zu halten“, erklärt NLWKN-Geschäftsbereichsleiter Jörn Drosten. Damit ist das neue Arbeitsschiff künftig auch auf den Stader Abschnitten der Oste ein wichtiger Helfer für den Hochwasserschutz und die Gewässerunterhaltung.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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