WOCHENBLATT-Artikel führte zu Facebook-Debatte
Diskussion in den sozialen Medien nach Bericht über "Impfschwänzer" in Stade

Unbeliebtes Vakzin: der Impfstoff von AstraZeneca
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Service

24.1.2022 - Inzidenz lag zeitweise über 600
Landkreis Stade: Wieder deutlich mehr Corona-Patienten in den Elbe Kliniken

jd. Stade. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist zu Wochenbeginn wieder in den 500er-Bereich gerutscht. Zuvor war sie am Wochenende erstmals über die Marke von 600 geklettert. Mit 514 weist der der Landkreis Stade am Montag, 24. Januar, den niedrigste Inzidenzwert aller Landkreise in der Region auf. Allerdings ist der verhältnismäßig geringe Wert mit Vorsicht zu betrachten. Aufgrund des sogenannten Meldeverzugs – Fallzahlen gehen dann erst mit einem zeitlichen Verzug von zwei, drei...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Panorama
Fan und Musiker-Legende backstage: Kai Holm (li.) traf Meat Loaf im Jahr 2003

Tod einer Rocklegende
Stader erinnert sich an seine persönliche Begegnung mit Meat Loaf

jd. Stade. jd. Stade. Eine Rocklegende ist tot: In der vergangenen Woche starb der US-amerikanische Musiker Meat Loaf (deutsch: "Hackbraten") im Alter von 74 Jahren. Er wird von Rockfans auf der ganzen Welt betrauert - auch in Stade. Dort trauert ein ganz besonderer "Edelfan" um ihn: Kai Holm. Der Stader, den viele Leser aus der WOCHENBLATT-Berichterstattung als SPD-Fraktionschef im Stader Rat und als Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Elbe Kliniken kennen, ist aus tiefstem Herzen ein...

Blaulicht
Auch über die Drehleiter löschte die Feuerwehr die brennende Wohnung
2 Bilder

Zwei Katzen sterben bei Wohnungsbrand in Winsen

thl. Winsen. Aus noch ungeklärter Ursache kam es am Montagvormittag gegen 11.15 Uhr zu einem Wohnungsbrand im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Straße Garthof in Winsen. Ölheizung fängt während Wartungsarbeiten Feuer Als mehrere Feuerwehren der Stadt Winsen anrückten, stand die Wohnung mit dem ausgebauten Dachgeschoss in Vollbrand. Die Bewohner hatten sich unverletzt ins Freie gerettet. Zwei Katzen wurden von der Feuerwehr aus der Wohnung geholt. Für die Tiere kam aber leider...

Service
Steuerexperten können helfen, Geld zu sparen

Etliche steuerliche Änderungen
Steuern: Das ändert sich 2022

Länger Corona-Bonus, weiterhin Homeoffice-Pauschale, mehr betriebliche Altersvorsorge, höhere Grenze für steuerfreie Sachbezüge: Für das Jahr 2022 stehen etliche steuerliche Änderungen an. Die Experten der Lohnsteuerhilfe zeigen, wo Arbeitnehmer sowie Rentner künftig besser Steuern sparen können. 1. Alleinerziehende Mütter und Väter Der höhere Entlastungsbetrag gilt unbefristet Alleinerziehende werden bei der Lohn- und Einkommensteuer entlastet: mit einem besonderen Freibetrag, dem sogenannten...

Wirtschaft
Der geplante Surfpark soll nicht nur von ambitionierten Sportlern genutzt werden. Er soll auch ein attraktives Freizeitangebot für alle Altersgruppen sein
Aktion

Nachhaltig oder umweltschädlich?
Ein umstrittenes Projekt: Der geplante Surfpark in Stade - Stimmen sie online ab!

+++ HINWEIS: Die Abstimmung ist seit Sonntag, 18 Uhr, beendet. +++ Nehmen Sie am Online-Voting teil. Das WOCHENBLATT möchte Ihre Meinung erfahren, liebe Leserinnen und Leser. Wie denken Sie über das Thema? jd. Stade. Er gehört zu den ungewöhnlichsten Bauprojekten, die im Landkreis Stade jemals geplant bzw. umgesetzt wurden: der Surfpark, der im Süden Stades auf einem bisherigen Maisacker der landwirtschaftlichen Genossenschaft Raisa (vormals Stader Saatzucht) entstehen soll. Wie berichtet,...

Panorama
Ein Weltstar zum Anfassen: Schauspieler und Schriftsteller Hardy Krüger mit Ehefrau Anita (re.) bei Krügers Lesung 2010 in Salzhausen

Zum Tode von Weltstar Hardy Krüger
WOCHENBLATT-Redakteur erinnert sich an unvergessliches Treffen mit Hardy Krüger

ce. Salzhausen. "Glückspilz" könnte auf seinem Grabstein stehen, hat Kino-Ikone ("Hatari!", "Einer kam durch", "Der Flug des Phoenix") und Schriftsteller Hardy Krüger, der unter anderem als Jugendlicher den Zweiten Weltkrieg überlebte, einmal einem Journalisten anvertraut. Jetzt starb Krüger mit 93 Jahren in seiner Wahlheimat Kalifornien, wo er mit Ehefrau Anita lebte. Als "Glückspilz" sah sich auch WOCHENBLATT-Redakteur Christoph Ehlermann, der Hardy Krüger interviewen durfte, als dieser 2010...

Panorama
3 Bilder

Corona-Zahlen im Landkreis Harburg am 24. Januar
Nur noch vier Kommunen mit einer Inzidenz unter 1.000

(lm). Der Landkreis Harburg vermeldet für den heutigen Montag, 24. Januar, 474 neue Corona-Fälle. 3.379 Fälle wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert (+315 im Vergleich zum Vortag). Die Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Montag von 1.196,8 auf 1.319,8 gestiegen.  In nur noch vier Kommunen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell unter 1.000. Das sind Hanstedt, Hollenstedt, Rosengarten und Salzhausen. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 6,5 auf 6,6 gestiegen. In...

jd. Stade. "Stader Impfzentrum: Ein Drittel der Mitarbeiter von mobilen Pflegediensten ist nicht zur Impfung erschienen": So titelte das WOCHENBLATT in einem Online-Beitrag über "Impfschwänzer". Fast 100 von 280 Pflege-Beschäftigten hatten in der vergangenen Woche einen Impftermin sausen lassen, ohne sich abzumelden. Grund könnte der verwendete Impfstoff sein: Die Impflinge waren vorher darüber informiert worden, dass sie das Präparat des Herstellers AstraZeneca gespritzt bekommen. Das Mittel ist in Deutschland wegen seiner relativ häufig auftretenden Nebenwirkungen nicht sonderlich beliebt. Ist das Verhalten der "Impfschwänzer" gerechtfertigt oder beschämend? Darüber wurde nach dem Erscheinen des Artikels auf Facebook diskutiert.

Stader Impfzentrum: Ein Drittel der Mitarbeiter von mobilen Pflegediensten ist nicht zur Impfung erschienen

Auch die Leiterin des Impfzentrums, die Kreis-Dezernentin Nicole Streitz, vermutet, dass bei einigen Impfkandidaten allein der Name AstraZeneca ausgereicht haben dürfte, um den Termin platzen zu lassen. Dabei sind die kurzzeitig auftretenden Nebenwirkungen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Übelkeit eine typische Impfreaktion und Zeichen dafür, dass der Impfstoff anschlägt.

Dennoch zeigen einige Facebook-User Verständnis für das unentschuldigte Fernbleiben beim Impftermin: "Ich kann verstehen, dass die Mitarbeiter (der Pflegedienste, Anm.d.Red.) nicht mal abgesagt haben. Ich würde mich auch nicht in der Pflicht sehen, Termine abzusagen, die ich nicht gemacht habe", schreibt "Nicnac Strampelhexe". Sie meint: Die Beschäftigten seien zu diesem Termin doch "bestellt" worden. "Ich denke nicht, dass überhaupt jemand sie angemeldet hat."

Da irrt die Strampelhexe allerdings. Nach Angaben des Landkreises sind die betreffenden Personen über ihre Pflegedienste angemeldet worden. "Wir haben sämtliche mobilen Pflegedienste kontaktiert - mit der Bitte, Listen mit denjenigen Mitarbeitern zu übermitteln, die geimpft werden dürfen und auch wollen", berichtet Streitz. Die Namen der Impflinge wurden dann in einer Datei auf digitalem Weg an den Landkreis übermittelt. "Wie die Namen auf die Liste kommen, liegt nicht in unserem Einfluss", so die Dezernentin. Natürlich sei es möglich, dass einige Pflegedienste ihre Mitarbeiter ohne deren Wissen oder Zustimmung zur Impfung angemeldet hätten.

Astrazeneca auch in den Landkreisen Stade und Harburg

Aber auch dann dürfte es angesichts der nach wie vor knappen Impfstoff-Kapazitäten nicht zu viel verlangt sein, wenn jemand den Termin einfach per Mail storniert. Einfach nicht abzusagen, so wie Strampelhexe es machen würde, stößt in mehreren Facebook-Kommentaren jedenfalls auf Unverständnis. "Dustin Ederfgrab" etwa findet solch ein Verhalten einfach "unter aller Sau". Wer sich nicht impfen lassen wolle, sollte zumindest "Gemeinschaftsbewusstsein zeigen und dafür sorgen, dass der Platz für andere freigemacht wird".
Der gleichen Meinung ist "Volker G.", der die Verhaltensweise der "Impfschwänzer" als "egozentrisch" bezeichnet. Diese hätten einen Anspruch auf die Impfung vorerst verwirkt. Sie sollten sich "gaaaanz hinten anstellen und nicht rumjammern, wenn es sie vorher noch erwischt! Dann einfach Klappe halten und auch nicht ins Krankenhaus!"

"Katja S." wiederum will die Pflege-Beschäftigten in die moralische Pflicht nehmen: Wer im Pflegebereich arbeite, sollte sich nicht egoistisch verhalten und einmal darüber nachdenken, dass dies ein sozialer und verantwortungsvoller Beruf sei, bei dem man Menschen "in Nahkontakt" pflege. Sie appelliert an das Personal in der Pflege, über den Sinn des Impfens nachzudenken: "Die Impfung ist nicht nur für euch, sondern für eure Patienten."

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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