Entlastung in der Pflege
Kein Führungszeugnis mehr nötig und Pflegekurs nur noch 8 Stunden
SoVD-Kreisverband Stade begrüßt Entlastung in der Pflege
So wie der SoVD-Landesverband Niedersachsen mitteilte, will das Land Niedersachsen Menschen, die einen Pflegegrad haben, entlasten.
Pflegebedürftige erhalten monatlich 131 Euro als sogenannten Entlastungsbetrag. Damit können sie zum Beispiel ehrenamtliche Helfer*innen bezahlen, die sie beim Putzen, Einkaufen oder anderen alltäglichen Arbeiten unterstützen. Das Ziel: Pflegende Angehörige sollen entlastet werden. Das Ganze war bislang jedoch mit viel Bürokratie verbunden.
Diese Helfer*innen mussten nämlich ein polizeiliches Führungszeugnis abgeben und einen 30-stündigen Pflegekurs besuchen, obwohl sie gar keine Pflegeaufgaben erledigen sollen.
Schon 2023 hatte der SoVD-Kreisverband Stade einstimmig auf seiner Kreisarbeitstagung eine Resolution verabschiedet, die den bürokratischen Aufwand kritisierte. Diese Resolution ging auch an den Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, Herrn Dr. Andreas Philippi.
Dieses Eintreten für die Entbürokratisierung hat sich gelohnt. Nun ist es gut und richtig, dass das Führungszeugnis nicht mehr nötig ist und der Kurs nur noch acht Stunden umfasst.
„Denn diese hohen Hürden haben immer dazu geführt, dass es zu wenig helfende Hände und eine zu hohe Nachfrage gab. Viele Betroffene konnten den Entlastungsbetrag oft nicht ausgeben, weil sie niemanden gefunden haben“, so Uwe Merckens, 1. Vorsitzender des SoVD-Kreisverbands Stade, Er geht davon aus, dass es durch die Änderung künftig mehr Menschen geben wird, die sich so unkompliziert für Bekannte oder Nachbar*innen einsetzen.
„Der SoVD hat einmal wieder gezeigt, dass er ein Verband ist, der der Politik auf die Finger sieht, der nicht nachlässt, Forderungen zu vertreten und seinen Mitgliedern immer zur Seite steht“, so Uschi Reinke, 2. Vorsitzende des SoVD-Kreisverbands Stade.
Mit knapp 6.000 Mitgliedern im Kreisverband Stade und mehr als 280.000 Mitgliedern insgesamt ist der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. der größte Sozialverband des Landes. Er ist gemeinnützig, überparteilich und konfessionell unabhängig. In rund 60 niedersächsischen Beratungszentren steht er seinen Mitgliedern bei Themen wie Rente, Pflege, Hartz IV, Behinderung und Gesundheit kompetent zur Seite, vertritt sie gegenüber Politik, Behörden und vor den Sozialgerichten.
Leserreporter:Hilmar Reinke, SoVD Buxtehude, zgl. Pressesprecher im SoVD-Kreisverband Stade aus Buxtehude |
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