jab. Stade-Bützfleth. So wie die Christen zu Ostern, so sind nun die Muslime während des Fastenmonats Ramadan von der Schließung der Gotteshäuser und dem Versammlungsverbot wegen Corona betroffen. Gemeinsames Beten und Fastenbrechen in der Moschee fällt aus. Und das fehle ihnen am meisten, weiß der Vorsitzende der Türkisch Islamischen Gemeinde zu Stade-Bützfleth Atil Aras (41).

Seit dem 13. März ist die Bützflether Moschee, die der DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) angehört, geschlossen. Seitdem fanden auch keine Gottesdienste oder andere Veranstaltungen hier statt - auch nicht jetzt im Ramadan. Vom 23. April bis 23. Mai fasten Muslime von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Nach einem Abendgebet begehen sie dann das Fastenbrechen - unter der Woche mit Familie und Freunden zuhause, von Freitag bis Sonntag in der Moschee mit der ganzen Gemeinde. "Da kommen schon mal 100 Personen zusammen", meint Aras. Gemeinsam werde dann Essen zubereitet und das Fasten gebrochen.

In diesem Jahr jedoch finden Koranlesungen online statt. Soziale Medien wie Instagram und Facebook werden auch genutzt. "Es gibt sogar Livestreams, die vom DITIB-Dachverband organisiert werden", so Aras. Das alles könne aber das gemeinsame Beten und Fastenbrechen in der Moschee nicht ersetzen. "Es fehlt einfach die große Gemeinschaft, die Atmosphäre."

Was die Gemeindemitglieder derzeit fühlen, können laut Aras nur die Menschen nachvollziehen, die selbst Gottesdienste besuchen. "Nur sie können dieses spezielle Gemeinschaftsgefühl nachempfinden." Besonders schade sei auch, dass das Ende der Fastenzeit, das Zuckerfest, nicht in der Moschee stattfinden könne. "Normalerweise kommen dann 200 bis 300 Leute zu uns", sagt Aras. Für dieses Jahr habe die Gemeinde nichts geplant, selbst wenn die Gotteshäuser ihre Türen bis dahin wieder öffnen dürfen. Sollten Gebete durchgeführt werden, könnte Aras sich für die Moschee in Bützfleth zum Beispiel vorstellen, dass der Einlass mit einer Personenbegrenzung und über ein Anmeldeverfahren ablaufen könnten.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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