Stader ist auf den Bühnen der Welt zu Hause
Magier Jorgos - das griechische Supertalent

Vorführung in der WOCHENBLATT-Geschäftsstelle: Redakteurin Stephanie Bargmann ließ sich von Jorgos mit einem raffinierten Würfel-Trick verblüffen
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  • Vorführung in der WOCHENBLATT-Geschäftsstelle: Redakteurin Stephanie Bargmann ließ sich von Jorgos mit einem raffinierten Würfel-Trick verblüffen
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jd. Stade. Dreimal nein beim Supertalent. Für den Stader Georgios Pampoukidis war der Auftritt bei der RTL-Show am vergangenen Samstag eine Enttäuschung. Doch der gebürtige Grieche, der seit Anfang der 70er Jahre in Deutschland lebt, ist Profi genug, diesen Misserfolg wegzustecken. Schließlich ist er seit mehr als 25 Jahren als Magier Jorgos auf den Bühnen der Welt zu Hause, verzauberte in mehr als 3.500 Live-Shows in rund 100 Ländern eine Million Zuschauer. Dass es beim Supertalent nicht klappte, ärgert Jorgos zwar, aber er weiß auch: "Meine Karriere hängt nicht von dem Votum dieser drei Juroren ab."

Tatsächlich wird sich so mancher Zuschauer vor dem Bildschirm verwundert die Augen gerieben haben. Denn Jorgos hat - assistiert von drei hübschen Tänzerinnen - einen bühnenreife Vorstellung hingelegt, in deren Mittelpunkt ein verblüffender Trick stand. Bruce Darnell und Sarah Lombardi waren sichtlich beeindruckt, doch Dieter Bohlen ätzte sofort los, dass ihm zu viel Tanzerei dabei sei. "Dabei war der Auftritt genau in dieser Form von RTL gewünscht worden", wunderte sich Jorgos.

Wochen später nach der bereits im August in Bremen aufgezeichneten RTL-Sendung hadert er noch immer mit der ungerechten Bewertung. Enttäuscht sei er vor allem von sich selbst, weil er zu naiv den Aussagen des RTL-Teams vertraut habe. "Ich hatte vor, mich von Runde zu Runde mit meinen Tricks zu steigern." Doch RTL habe offenbar das Konzept geändert. "So hatte ich gar keine Chance, mich selbst noch zu toppen."

Das war beim griechischen Ableger des Supertalents anders: Dort nahm Jorgos 2017 an der Show teil und legte in jeder Runde eine Schippe drauf. Im Finale errang er den zweiten Platz. In Griechenland wird er seitdem als Star gefeiert. Am Donnerstag ist der Zauberer und Illusionist wieder nach Athen geflogen, um die von ihm produzierte Show "Las Vegas Magic Festival" vorzubereiten. Die drei Aufführungen in der kommenden Woche in der 18.000 Plätze fassenden Athener Olympia-Halle sind fast ausgebucht.

Stichwort "Las Vegas": "Dort bin ich auch in den Shows der großen Illusionisten aufgetreten, habe David Copperfield und auch Siegfried und Roy kennengelernt", berichtet Jorgos. Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn zählen eine mehrwöchige Tournee durch China sowie die zweimalige Verleihung des Merlin-Awards, des "Oscars der Magie".

Eine größere Tournee plant Jorgos für 2020 in Deutschland. "Ich war in den vergangenen Jahren fast nur im Ausland unterwegs - oft auf Kreuzfahrten. Künftig möchte ich wieder mehr bei der Familie sein." Den Auftakt bildet eventuell das Stadeum. "Ich führe bereits Gespräche." Zwar ist Jorgos in Griechenland geboren, doch Stade ist für ihn wie ein Stück Heimat. Als junger Mann kam er 1981 in die Schwingestadt, um das griechische Restaurant "Dionysos" zu übernehmen.

Das Lokal hat er 15 Jahre lang geführt, zuletzt mit einem Kompagnon. Bereits damals faszinierte er seine Gäste mit Kunststücken. Schließlich hängte er den Job als Gastronom an den Nagel. Zaubern statt Zaziki, hieß es künftig für Jorgos. Der internationale Durchbruch kam mit einer Nummer, die Jorgos "Cine-magic" getauft hat. An diesem Effekt, bei dem er doppelt auf der Bühne präsent ist, tüftelte er ein ganzes Jahr. Er erhielt dafür weltweit Auszeichnungen und gehörte fortan dem exklusiven Zirkel der großen Magier an.
In den kommenden Monaten ist Jorgos nicht allzu entfernt von Stade zu sehen: "Ich habe bis Mitte Januar ein festes Engagement beim Varieté-Theater GOP in Bad Oeynhausen." Dieses Konzept eines bunten Varietés sei derzeit wieder äußerst beliebt. "Im Zeitalter der virtuellen Welten möchten viele Menschen wieder live unterhalten werden."

In seinen Shows bittet Jorgos immer ein Kind auf die Bühne, das ihm dann bei einem der Tricks assistiert. Das hat seinen Grund: "Die Magie hat mich als Achtjährigen in ihren Bann geschlagen, als mich ein Zauberer auf die Bühne holte. Bei meinen Auftritten sehe ich dann das Bild vor meinem inneren Auge, wie ich selbst als kleiner Knirps da oben stand und völlig fasziniert war."

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